Robin Dutt (Cheftrainer VfL Bochum 1848): Mir liegt es am Herzen, dass ich mich bei allen Menschen hier in Bochum für die erste Halbzeit entschuldige. Ich bin nach 18 Monaten sehr verbunden mit diesem Verein und fühle mich auch ein Stück weit für die momentane Situation verantwortlich. Ich bin allen dankbar, dass ich hier Wertschätzung spüre. Ich werde morgen, nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen habe, das Gespräch mit Sebastian Schindzielorz suchen. Wir müssen uns grundlegend und auch über meine Position hier austauschen. Die momentane Situation dürfen wir nicht unterschätzen. Es hilft nichts, mit einem angezählten Trainer in die nächsten Wochen zu gehen. Ich mag diesen Verein und will das Beste für ihn.

Rüdiger Rehm (Cheftrainer SV Wehen Wiesbaden): Wir haben heute ein brutal mitreißendes Spiel erlebt. Beide Mannschaften haben alles abgerufen. Ich glaube, dass wir eine sehr gute erste Halbzeit erwischt haben. Wir haben den Gegner immer in den richtigen Momenten gepackt, haben Bälle erobert und gut umgeschaltet. Mit hoher Effizienz haben wir unsere Tore gemacht, hatten auf der anderen Seite aber auch einen exzellenten Torhüter, der einige Situationen geklärt hat. Wir wollten das Ergebnis nicht verwalten, sondern das vierte Tor nachlegen. Das der VfL mir Frust und Wut im Bauch aus der Kabine kommen wird, war uns bewusst. Wir hatten dann mehrere Situationen, die wir besser hätten ausspielen müssen, um das vierte Tor zu machen. Dass uns dann in der 80. Minute mit Moritz Kuhn unser Außenverteidiger wegbricht und wir in Unterzahl agieren müssen, das hat uns ein bisschen das Genick gebrochen.

Sebastian Maier: Ich muss mich bei allen entschuldigen, die heute im Stadion waren. Das war nicht VfL-würdig. Ich kann das Spiel auch nur schwer in Worte fassen. Ich bin einfach sehr froh über unsere zweite Halbzeit. Die Marschroute für den zweiten Durchgang war klar: Die Bälle in den Sechzehner bringen und versuchen, die Tore zu machen. Wir wollten Wiesbaden unter Druck setzen und das ist uns mit langen Bällen besser gelungen. Es waren heute zwei brutal unterschiedliche Hälften von uns. Aber die Mannschaft hat Moral, sonst könnte man einen Rückstand nicht in mehreren Spielen aufholen.

Anthony Losilla: Es fällt mir schwer, nach so einer schlechten ersten Halbzeit die richtigen Worte zu finden. Nichts hat gepasst, es war eine Katastrophe. Zum Glück konnten wir das Spiel in der zweiten Halbzeit drehen und so noch einen Punkt einfahren. Die erste Hälfte des Spiels ist zum Vergessen. In der zweiten Halbzeit hatten wir nichts mehr zu verlieren. Zum Glück konnten wir drei Tore schießen, um noch einen Punkt mitzunehmen – doch das wird uns nicht jede Woche gelingen, einen Rückstand aufzuholen.

Vitaly Janelt: Es ist natürlich eine Katastrophe in der Halbzeit Zuhause 0:3 zurückzuliegen. Wir hatten unsere eins, zwei hundertprozentigen Chancen im ersten Durchgang, die wir nicht genutzt haben. Die Pfiffe der Fans waren in der Halbzeit absolut berechtigt. Wir haben uns dann zusammengesetzt und gesagt, dass wir alles nach vorne werfen wollen. Das haben wir getan und nehmen einen Punkt mit.

Manuel Riemann: Wir haben uns in der Halbzeit zurecht ein paar Takte anhören dürfen. Auch auf dem Platz haben wir uns nochmal zusammengefunden. Wir haben uns vorgenommen, mehr mit langen Bällen zu agieren. Wiesbaden hatte uns in der zweiten Halbzeit nichts mehr entgegen zu setzen. Fakt ist, dass wir anfangen müssen, von Beginn an so zu spielen, sonst wird es schwer. Wir können nicht jedes Mal einen Rückstand aufholen

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