Thomas Reis (Cheftrainer VfL Bochum 1848): Glückwunsch an Urs Fischer und seine Mannschaft. Union Berlin hat eine tolle Saison gespielt. Es war schon spannend zu sehen, wie sie sich entwickelt und mit dem internationalen Geschäft nun Überragendes erreicht haben. Wir hatten personelle Probleme, jammern aber nicht. Wir mussten die Grundordnung umstellen. Man hat zu Beginn gesehen, dass es für die Mannschaft etwas ungewohnt war. Wenn man die Gegentore sieht, haben wir aber zu einfache Fehler gemacht. In der zweiten Hälfte hat die Mannschaft sehr gut reagiert, wir haben das Spiel offener gestaltet. Das 2:2 war verdient. Bitter ist dann natürlich, dass wir mit einer der letzten Aktionen das 2:3 fangen. Im Großen und Ganzen war es aber ein sehr, sehr guter Auftritt von uns, wie die ganze Saison über. Wir haben die Saison erhobenen Hauptes beendet und gegen einen tollen Gegner verloren.

Urs Fischer (Cheftrainer 1. FC Union Berlin): Glückwunsch an Thomas Reis und seine Mannschaft. Der VfL hatte in dieser Spielzeit eigentlich nichts mit dem Abstieg zu tun, spricht für die Arbeit des Vereins. Das Führungstor hat uns nicht unbedingt gut getan, es war etwas Unsicherheit zu spüren. Das haben wir in der Pause angesprochen, die zweite Hälfte war dann besser. Wir haben den Gegner bei den beiden Gegentoren eingeladen. Bis zum Schluss haben wir versucht, das Spiel zu gewinnen. Dass wir am Ende Fünfter geworden sein… dafür fällt mir kein Wort ein.

Sebastian Polter: Wir haben die Klasse gehalten, das ist das A und O. Nach über einem Jahrzehnt wieder in der Bundesliga zu sein und die Klasse zu halten, ist was ganz, ganz Besonderes. Das müssen wir hochhängen. Man hat gesehen, dass auch große Vereine Probleme hatten. Wir können sehr, sehr stolz auf uns sein. Wenn ich gesund bleibe, kann ich meine Leistung tagtäglich verbessern und mich ans Limit bringen. Ich bin sehr stolz auf meine Mitspieler, Fußball ist ein Teamsport. Gefeiert haben wir in den letzten beiden Wochen genug, jetzt geht es in den Urlaub.

Simon Zoller: Es ist schön für mich, dass ich heute mein erstes Tor nach dem Comeback geschossen haben. Ich hatte im Hinterkopf, das unbedingt schaffen zu wollen. Ich hätte aber gerne einen Punkt mitgenommen. Das wäre aufgrund unserer zweiten Hälfte verdient gewesen. Seit zweieinhalb bis drei Jahren gehen wir gemeinsam diesen Weg. Wir haben einen sehr engen, eingeschworenen Kader. Es macht einfach Spaß, mit den Jungs auf dem Platz zu stehen. Sowohl für mich persönlich als auch für die Mannschaft war das ein schöner Saisonabschluss.

Anthony Losilla: Ich finde, es ist positiv, dass wir trotz einer guten Saison immer noch enttäuscht sein können. Gegen Union Berlin kann man verlieren. Die Enttäuschung ist am Ende groß, weil wir spät das 2:3 fangen. Wir haben ein gutes Gesicht gezeigt, gegen eine Mannschaft, die international spielen wird. Bei uns fielen einige aus, wir kamen mit 16 Mann hierher. Wir können stolz darauf sein, dennoch die Energie gefunden zu haben, ein solides Spiel abzuliefern. Was wir in den letzten beiden Wochen erlebt haben, war fantastisch, grandios. Deswegen gönne ich den Unionern die Party heute.

 

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