Thomas Reis (VfL Bochum 1848): „Es war ein sehr interessantes und intensives Spiel zum Einstand. Von der Intensität kann man sich im ersten Spiel nichts Besseres wünschen. In der ersten Halbzeit hat man gemerkt, dass die Mannschaft aktiv verteidigen sowie Bälle erobern will und ein paar Chancen hatten wir auch. Leider ist es uns nicht gelungen, in der zweiten Halbzeit von Beginn an wach zu sein, da ist das Gegentor zu leicht gefallen. Dann gehen wir sogar noch 0:2 in Rückstand, das war ebenso nicht optimal verteidigt, auch wenn Dresden es gut ausspielt. Nachher muss man der Mannschaft aber wieder ein Kompliment machen, wie sie wieder mit dem Rückstand umgegangen ist. Das zeigt mir, dass sie absolut intakt ist. Da steht ein Team auf dem Platz, egal wer auf dem Platz steht. Es wäre sehr schade gewesen, wenn der Aufwand, den ich gesehen habe, heute nicht belohnt worden wäre.“

Cristian Fiel (Cheftrainer Dynamo Dresden): Ein verrücktes Spiel heute. Ich habe eigentlich eine ausgeglichene erste Halbzeit gesehen, in der wir die klareren Chancen hatten. Ich habe den Jungs in der Pause gesagt, dass wir hellwach sein müssen und Bochum kommen wird. Wir gehen dann schnell in Führung, aber danach hatte ich das Gefühl, wir verlieren komplett den Faden. Dann machen wir bei einem Konter sogar das 2:0. Aber ich dachte trotzdem die ganze Zeit: Wo ist die Kontrolle in unserem Spiel? Der VfL hat am Ende richtig Druck gemacht. Viel länger hätte das Spiel auch ehrlich gesagt nicht gehen dürfen, sonst hätte Bochum noch einen gemacht. Wenn man hier mit 2:0 führt, dann muss man eigentlich trotzdem drei Punkte mitnehmen.

Sebastian Maier: Ich habe keine Erklärung dafür, dass wir nicht mal in Führung gehen. Wir müssen dann immer den Aufwand betreiben. Dabei fand ich die erste Hälfte echt ok. Man hat gemerkt, wir waren in den Zweikämpfen drin, haben früh gepresst und hatten einige Balleroberungen. Natürlich hat noch nicht alles funktioniert, aber wir hatten alle ein gutes Gefühl auf dem Platz. Da muss man dann nach der Pause länger die Null halten und nicht direkt das Tor fangen. Das bringt dann etwas Verunsicherung und du musst wieder hinterherrennen. Wie immer in der Saison zeigen wir dann Moral und kommen zurück, aber darüber brauchen wir nicht jede Woche sprechen. Jetzt müssen wir mal ein Spiel gewinnen. Wir sollten schauen, dass wir mal ohne Gegentore auskommen, denn wir können nicht jede Woche zwei, drei Tore machen.

Anthony Losilla: Ein Punkt ist zu wenig in unserer Lage. Es ist gefühlt immer die gleiche Situation hier Zuhause: Wir liegen 0:2 hinten, kommen dann aber zurück. Wir hatten 20 Minuten im Spiel in denen wir einfach geschlafen haben. Wir kassieren zu einfach die Tore, die uns dann in Schwierigkeiten bringen. Ich will, dass es in Zukunft nicht mehr so läuft, dass wir immer eine Aufholjagd starten müssen, das ist für die Nerven einfach zu viel. Wir müssen konstanter spielen. So wie in der ersten Halbzeit heute, in der wir viel Leidenschaft und Offensivaktionen gesehen haben. 

Vitaly Janelt: Wir hatten uns vorgenommen, drei Punkte zu holen, das haben wir nicht geschafft. Dabei sind wir gut in die Partie gestartet. Offensiv haben wir uns zwei, drei gute Chancen erspielt und haben wenig zugelassen. Wir haben kompakt gestanden und sind immer auf die zweiten Bälle gegangen. Kurz nach der Halbzeit fällt das 0:1, wenig später das 0:2. Dass wir gut Fußball spielen können, das sieht man – wir haben den Anschluss geschafft und sogar noch den Ausgleich. Zum Sieg sollte es dann nicht reichen, obwohl wir die Chancen dazu hatten. Ich habe momentan das Gefühl, dass der Gegner eine Chance hat und diese direkt nutzt – bei uns ist das nicht so. 

Danny Blum: Wir haben uns leider für eine gute erste Halbzeit nicht belohnt. Nach einer Minute im zweiten Durchgang geraten wir schon in Rückstand, dann fallen wir ein bisschen zusammen. Als ich reingekommen bin, bekommen wir das 2:0. Danach muss man versuchen, nochmal über Leidenschaft und Kampf und den Fans im Rücken zurückzukommen. Der Anschlusstreffer hat uns nochmal wachgerüttelt und ein Ausrufezeichen gesetzt. Dass wir dann noch den Ausgleich machen, spricht wieder für unsere Moral, die wir heute zum dritte Mal bewiesen haben. Wir sollten allerdings versuchen, immer hellwach zu sein und ein Spiel anders zu gestalten, als immer hinterher zu laufen. 

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