Thomas Reis (Cheftrainer VfL Bochum 1848): Ich glaube, dass wir heute ein sehr intensives und ausgeglichenes Spiel gesehen haben. Auch nach der Statistik war es ausgeglichen, abgesehen von den Ecken. Der Punkt ist: Nach der Halbzeit haben wir uns das Leben schwer gemacht, haben viele Ecken verursacht. Der Gegner hatte schon einige Gelegenheiten. Nach der Führung hatten wir eine Phase, in der wir zu einfache Ballverluste hatten. Da kriegen wir auch den Ausgleich. In der zweiten Halbzeit sind wir auch wieder gut ins Spiel gekommen, das war ja sonst schon mal unser Manko. Die Jungs haben gut gearbeitet. In den letzten Wochen haben wir gezeigt, dass etwas zusammenwächst. Natürlich hätten wir gerne die drei Punkte mitgenommen, die Möglichkeiten dazu waren da. Aber das war auf beiden Seiten der Fall. Mit der Art und Weise, wie wir heute aufgetreten sind, können wir zufrieden sein. So muss es weitergehen, denn die Liga ist sehr eng. Hier entscheiden Kleinigkeiten.

Jos Luhukay (Cheftrainer FC St. Pauli): Ich kann mich den Worten meines Kollegen anschließen. Es war ein intensives Spiel, in dem sich beide Mannschaften wenig Spielraum gegeben haben. Das Spiel fängt eigentlich gut für uns an mit dem Pfostenschuss, aber im direkten Anschluss macht Bochum das Tor. Kurz darauf macht Waldemar Sobota den Ausgleich. Da dachte man, dass es heute wohl ein Spektakel gibt. Aber da wurden wir etwas betrogen. Nach einer Viertelstunde war es auf beiden Seiten schwierig, wir hatten durch den Kopfball die beste Chance. Im zweiten Durchgang haben wir viel versucht, aber in einigen Momenten fehlte uns das letzte Quäntchen Glück. Am Ende hatte Lee aber auch eine gute Chance für den VfL. Insgesamt ist es also ein gerechtes Ergebnis. Wie Thomas es sagt: Es ist sehr schwierig in der zweiten Liga, weil sie so ausgeglichen ist. Man muss auch den Gegner loben: Bochum steht auf dem drittletzten Platz, hat aber eigentlich eine viel höhere Qualität. Daran hat natürlich auch der Trainer einen großen Anteil. Für uns war es heute schwierig, das wussten wir vorher. Bochum hat für mich eine gute Mischung zwischen Alt und Jung, aber das haben wir auch. Vielleicht gab es deshalb heute ein Remis.

Danilo Soares (VfL Bochum 1848): Ich glaube, dass das keine gelbe Karte war. Ich bin gesperrt jetzt, aber wir werden sehen. Wir haben auf jeden Fall wieder besser gespielt, wie versuchen mehr Fußball zu spielen. Da ist Zug drin und diese Mentalität muss jetzt so bleiben.

Anthony Losilla (VfL Bochum 1848): Seit einigen Wochen haben wir wieder zu mehr Stabilität gefunden. Wir lassen deutlich weniger gegnerische Chancen zu, das ist positiv. Wir hätten dieses Spiel heute gewinnen können, aber am Ende können wir mit dem Punkt zufrieden sein. St. Pauli hätte zum Schluss auch noch treffen können. Es ging hin und her, beide Mannschaften hatten Chancen. Ich denke es ist ein gerechtes Unentschieden. Wir haben richtig gut angefangen, dann leider etwas nachgelassen. Trotzdem standen wir relativ sicher und haben nicht viel zugelassen. Das ist im Moment wichtig, dass wir nicht mehr so viele Tore kassieren. Das Spiel gegen Bayern hat uns richtig gut getan, wir haben gesehen was wir machen können. Wir wollen das jetzt jedes Spiel so umsetzen, gerade in den zwei Heimspielen können wir viele Punkte holen.

Simon Zoller (VfL Bochum 1848): Ich glaube, dass das eine gerechte Punkteteilung war. In der zweiten Hälfte standen wir ein bisschen tiefer, haben aber gut verteidigt. Ich denke beide Mannschaften hatten in einigen Situationen auch das Quäntchen Glück. In den letzten Wochen war es sehr schwer deswegen freuen wir uns auch über die Art und Weise, wie wir hier heute bestanden haben. Die Einstellung war auf jeden Fall in den letzten Spielen so, wie sie sein muss, wenn du in der zweiten Liga bestehen willst. Deswegen nehmen wir den Punkt gerne mit. Hier zu spielen ist generell nie so einfach. Mit dem Publikum im Rücken haben sie am Ende viel Druck gemacht. Auf beiden Seiten gab es gute Torhüter, die die Situationen entschärft haben.

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