Thomas Reis (Cheftrainer VfL Bochum 1848): „Ich denke, das war für uns ein sehr bitterer Abend, gerade was das Ergebnis betrifft. Wir haben eine Riesengelegenheit liegenlassen, auch wenn ich der der Mannschaft, bis auf die Rote Karte, für die Art und Weise keinen Vorwurf machen kann. Das hat Hamburg in die Karten gespielt. Aber was die Mannschaft in der zweiten Halbzeit abgerufen hat, war aller Ehren wert und deshalb bin ich guter Dinge, dass wir auch diese Niederlage sehr gut wegstecken. Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die zwar fußballerisch nicht alles abgerufen hat, aber unheimlich gut dagegengehalten hat. Man hat die Unterzahl nicht bemerkt und die Jungs hätten sich hier heute definitiv ein Unentschieden verdient. Jetzt heißt es Wunden lecken, schütteln und in Düsseldorf ein ähnliches Gesicht zeigen.“

Daniel Thioune (Cheftrainer Hamburger SV): Ich glaube, dass da Ergebnis in Ordnung war. Das Spiel war in der ersten Halbzeit komplett offen bis zum Platzverweis. Meine Mannschaft hat es aber bravourös verteidigt und unheimlich wenig zugelassen. Das war heute wohl der Schlüssel zum Erfolg. Wir mussten heute nicht den Ball haben, um ein Fußballspiel zu gewinnen. Die Bochumer haben es auch mit zehn Mann sehr gut gemacht. Uns fehlte nach der Pause etwas die Ruhe, da haben wir den Ball häufig zu schnell verloren, um öfter gefährlich zu werden. Hinten raus kam der Moment aber, wo wir das zweite Tor noch machen und darüber haben wir uns natürlich sehr gefreut. Und das gegen einen Gegner, der auch in Unterzahl sehr spielstark agiert hat.“

Herbert Bockhorn (VfL Bochum 1848): „Wir haben uns mehr vorgenommen, auch wenn wir über 90 Minuten ein starkes Spiel gemacht haben. In der ersten Halbzeit haben wir nur die eine Chance zugelassen und auch nach der Roten Karte haben wir eine super Reaktion und unsere Qualität gezeigt. Die zweite Halbzeit ging auch mit einem Mann weniger komplett an uns, auch wenn wir irgendwann natürlich aufmachen und das zweite Tor kassieren. Der HSV hat sich nicht umsonst so gefreut, wir waren drauf und dran. Im Großen und Ganzen können wir mit der Leistung zufrieden sein, mit dem Ergebnis natürlich nicht.“

 

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