Thomas Reis (Cheftrainer VfL Bochum 1848): Glückwunsch an Hannover. Wir haben heute eine sehr unglückliche Niederlage kassiert. Wir haben Hannover zu oft das Spiel überlassen. Es war uns bewusst, dass der Gegner uns unter Druck setzen will. Wir haben uns aber stabilisiert, hatten auch die klareren Torchancen. Gerade in der zweiten Halbzeit hätten wir Tore erzielen müssen, ich denke da an den Pfostenschuss von Thomas Eisfeld und einige gute Paraden des gegnerischen Torhüters. So war die Niederlage unnötig, es wäre sicher mehr drin gewesen. Einen Punkt hätten wir mitnehmen können und müssen. Dennoch überwiegt der Stolz auf meine Mannschaft. Wir haben in der letzten Zeit viel geleistet, um in die jetzige Situation zu kommen. Es ist ärgerlich, dass wir heute auf Platz acht landen. Aber vor einigen Wochen hätten wir das definitiv so genommen. Wir haben immer gesagt, dass wir mit dem Team viele Möglichkeiten haben. Wir haben den VfL und die Stadt Bochum aber in den letzten Wochen würdig vertreten. Wir können erhobenen Hauptes zurück nach Bochum fahren, auch wenn die Niederlage heute natürlich wehtut.

Kenan Kocak (Cheftrainer Hannover 96):

Anthony Losilla (Kapitän VfL Bochum 1848): Wir können trotz der heutigen Niederlage stolz sein, dass wir einen einstelligen Tabellenplatz erreicht haben. Wir waren vor der Corona-Pause in einer sehr kritischen Situation, das haben wir zusammen gerade gebogen. Ich bin stolz auf die Mannschaft, denn das haben wir zusammen geschafft. Wir haben ein ganz anderes Gesicht gezeigt, damit können wir weiterarbeiten. Auch heute haben wir trotz der Niederlage einen guten Fußball gezeigt, da hätten wir mehr verdient gehabt. Aber wir haben die Chancen nicht genutzt, der Gegner hatte genug Qualität um die Tore zu erzielen. Heute ist es ein ganz komisches Gefühl für mich, weil mit Patrick Fabian und Stefano Celozzi zwei Super-Typen nicht mehr da sein werden. Das ist sehr emotional für mich. Mit beiden habe ich lange zusammen gespielt, es sind zwei großartige Menschen. Patti bleibt ja glücklicherweise, mit Cello werde ich definitiv in Kontakt bleiben. Nach so einer Saison bin ich froh, dass die Pause kommt. Wir brauchen jetzt etwas Zeit um runterzukommen. Ich werde viel Zeit mit der Familie verbringen, nach Frankreich fahren und die Ruhe genießen. Diese Saison war wirklich hart teilweise, wir mussten viel wegstecken. Es gab viele Tief- und Höhepunkte, aber dafür spielen wir Fußball.

Stefano Celozzi (VfL Bochum 1848): Ich denke, dass wir heute Schwierigkeiten hatten, um ins Spiel zu kommen. Nach etwa einer Viertelstunde waren wir drin, ab da waren wir meiner Meinung nach auch die bessere Mannschaft. Wir hatten unsere Chancen. Aber Hannover hat heute zum richtigen Zeitpunkt die Tore erzielt und am Ende verdient gewonnen. Es fällt mir schwer, heute Worte dafür zu finden, dass es heute mein letztes Spiel für den VfL war. Das war sehr emotional. Ich werde die Jungs vermissen, es war eine sehr schöne Zeit! Ich brauche heute ein bisschen, um runterzukommen.

Thomas Eisfeld (VfL Bochum 1848): Die ersten 15 bis 20 Minuten sind wir nicht gut ins Spiel gekommen, danach wurde es besser. Wir hatten dann auch unsere Chancen. Ich persönlich hatte auch welche, die hätten wir machen können. Das Freistoßtor direkt vor der Pause war natürlich unnötig zu dem Zeitpunkt. Nach der Pause haben wir das Spiel dominiert und hatten mehr Ballbesitz. Wir haben es im Ballbesitz auch gut gemacht, haben nichts zugelassen. Mit dem ersten Torschuss der zweiten Halbzeit macht der Gegner dann das 2:0, danach war es natürlich schwierig. Wir wollen immer das Maximum rausholen, das ist nicht Platz acht. Insgesamt sind wir schlecht in die Saison gekommen, haben viele Punkte liegen lassen und waren teilweise sehr verunsichert. Auf die Zeit nach dem Restart können wir aber aufbauen. Man hat gesehen, dass wir stabil sind, Spiele gewinnen können und spielerisch Akzente setzen konnten. Natürlich ist es schade, mit einer Niederlage in die Sommerpause zu gehen. Aber insgesamt können wir mit den letzten Spielen zufrieden sein. Ich bin froh, dass jetzt eine Pause ansteht, denn für mich persönlich war es auch mental eine schwere Saison. Ich habe nicht viel gespielt. Gott sei Dank konnte ich die letzten drei Spiele noch machen, das gibt mir ein gutes Gefühl für die nächsten Wochen.

Maxim Leitsch (VfL Bochum 1848): Wir lagen zur Halbzeit unnötig in Rückstand. Wir haben zu Beginn nicht gut gespielt, es wurde aber besser. Wir hatten unsere Chancen, die wir leider nicht genutzt haben. In der zweiten Halbzeit haben wir es auch nicht schlecht gemacht, haben aber auch kein Tor gemacht. Dann kassieren wir das zweite Gegentor, da war es vorbei. Es wäre mehr drin gewesen, hätten wir unsere Möglichkeiten genutzt. Das ist natürlich ärgerlich. Aber wir blicken nach vorne auf die neue Saison. Nach der Corona-Pause haben wir es insgesamt sehr gut gemacht. Hätte man vor der Pause gesagt, dass wir auf Platz acht landen, hätten wir das natürlich so unterschrieben. Heute wäre noch mehr möglich gewesen, aber im Großen und Ganzen geht das in Ordnung. Die Saison hat sich gezogen und war sehr turbulent, da müssen wir jetzt mal etwas runterkommen. Wir werden uns gut ausruhen, damit wir mit Vollgas in die neue Spielzeit starten können.

 

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