Robin Dutt (Cheftrainer VfL Bochum 1848): Wir sind früh in Rückstand geraten. Das ist in unserer momentanen Situation natürlich nicht besonders gut für das Selbstbewusstsein. Ich fand allerdings, dass wir nach dem 0:1 bis zum 2:1 von Fürth die beste Phase in unserem Spiel hatten. Wir haben gut gepresst und haben uns gute Chancen erspielt. Dann kommt dieses Tor von Fürth in einer Phase, in der wir guten Fußball gespielt haben. Von da an war es auf beiden Seiten ein wildes Spiel. Es war heute wichtig, dass die Mannschaft Moral gezeigt hat und gegen alle Widerstände gekämpft hat. Wir sind uns alle einig, dass der Ball am Ende bei Fürth oder auch bei keinem hätte reinrutschen können. Dieses Mal war es allerdings bei uns so und wir sind der glückliche Sieger.

Stefan Leitl (Cheftrainer SpVgg Greuther Fürth): Glückwunsch an Robin Dutt und den VfL zum Sieg. Wir haben heute ein sehr wildes Spiel gesehen – in beide Richtungen. Es gab viele Torraumaktionen, sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit. Wir hatten zweimal den Moment auf unserer Seite, nach dem 1:0 und nach dem 2:1. Leider haben wir es verpasst nachzulegen und Ruhe ins Spiel zu bekommen – so müssen wir am Ende eine sehr bittere und auch unnötige Niederlage hinnehmen.

Lukas Hinterseer (VfL Bochum 1848): Mit dem späten Siegtreffer und dem Besuch von Herbert Grönemeyer war das schon ein gelungener Sonntag und Werbung für den VfL Bochum. Wir haben es schon in der Halbzeit angesprochen, dass wir ein ganz gutes Spiel bis dahin gemacht haben, auch wenn es komisch klingt. Trotz einiger Chancen lagen wir dennoch 1:2 hinten, das nagt an einem. Aber der Trainer hat die richtigen Worte gefunden, wir haben uns zusammengerauft und nach kurzer Verunsicherung durch das 2:2, was sich nicht unbedingt angedeutet hat, wieder gute Phasen gehabt. Aber auch Fürth war immer mal wieder am Drücker, es war ein spannendes Spiel mit dem besseren Ende für uns. Wir wollten den Dreier heute einfahren, denn wir haben die Situation mit acht Punkten Vorsprung nach unten nicht unterschätzt. Jetzt ist da Ruhe und wir können uns voll auf die nächsten Spiele konzentrieren und hoffentlich noch mehr solche tollen Siege einfahren. 

Patrick Fabian (VfL Bochum 1848): Wir mussten uns heute brutal wehren, weil uns nicht alles locker von der Hand ging. Wir haben in der ersten Halbzeit gute Möglichkeiten gehabt, die nicht genutzt wurden. Fürth hat alle Chance, die sie bekommen haben, auch genutzt. Nach dem 1:2 waren wir verunsichert, das hat man gemerkt. Wir haben uns in die Halbzeit gerettet und dann gesagt, dass wir nichts mehr zu verlieren haben. Wir kommen leider nicht so gut aus der Pause, doch dann hat man gespürt, dass die Mannschaft sich gegen alle Widerstände, die da waren, gewehrt hat. Am Ende wurden wir mit ein bisschen Glück belohnt. Die Mannschaft hat heute Charakter gezeigt, da kann man nur ein Kompliment aussprechen, wenn man bedenkt, was wir derzeit wegstecken müssen.

Görkem Saglam (VfL Bochum 1848): Es war heute ein schweres Spiel. Ein Spiel, das nur über den Kampf ging, wenig über die spielerische Komponente. Ich denke, dass der Zusammenhalt der Mannschaft und auch der Zusammenhalt bei den Fans heute mitentscheidend war. Wir kommen aus der Pause und machen ziemlich schnell das 2:2. Danach haben wir viel kompakter gespielt, weniger zugelassen und mehr offensiv gespielt. Das Anlaufverhalten auch gestimmt und dann war das Glück auch mal auf unserer Seite.

Thomas Eisfeld (VfL Bochum 1848): Wir sind heute gut ins Spiel gekommen, geraten aber früh in Rückstand. Wir haben schnell das 1:1 gemacht und Chancen aufs 2:1. Das macht dann Fürth per Konter, danach hatten wir ab der 35. Minute ein paar Probleme. Zum Glück machen wir relativ früh nach der Halbzeit das 2:2, dann war es ein ausgeglichenes Spiel mit dem besseren Ende für uns. Man hat heute gesehen, dass wir viel über die Mentalität gekommen sind, spielerisch war es nicht unser bestes Spiel. Aber das ist auch in so einer Phase, in der man nicht so viel Selbstvertrauen hat, etwas schwierig. Fast mit dem Schlusspfiff das 3:2 zu machen, ist natürlich ein besonderes Gefühl. Heute hatten wir auch das nötige Glück, was wir uns aber auch als Mannschaft erarbeitet haben, weil wir nicht aufgegeben haben. Jetzt fahren wir nach Darmstadt und wollen da auch punkten. Mir fehlt noch etwas die Spielpraxis. Es war nicht alles so, wie ich es mir vorstelle, aber das ist nach so langer Verletzung normal, denke ich. Auf meiner Leistung kann ich aber aufbauen.

 

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