Robin Dutt (Cheftrainer VfL Bochum 1848): Es war sehr interessant zu sehen, dass beide Team taktisch im Vorfeld etwas verändert haben. Wir haben auch etwas notgedrungen auf einen Sechser umgestellt, dazu mit Basti Maier und Chung Yong Lee zwei Achter. Zum Glück hatten wir heute mal einen guten Start. Die frühe Führung hat geholfen. Wir haben danach aber nicht die Flanken zugestellt bekommen. In der Pause haben wir da etwas korrigiert, es wurde dann besser. Bielefeld hat viel mit dem Stilmittel lange Bälle agiert. Da haben sie mit Klos und Voglsammer zwei gefährliche Spieler, das sind brutale Situationen für den Gegner. In solchen Phasen brauchst du auch Glück. Die Arminia hat sehr viel Druck gemacht, viele Standards und Torschüsse. Da musst du irgendwie ein Bein dazwischen bekommen. Insgesamt waren wir heute strukturierter als in der Englischen Woche. Nach der 75. Minute konnten wir dann auch wieder für Entlastung sorgen, das ist uns in den letzten Spielen nicht gelungen. Lee und Weilandt, auch Hinterseer und Kruse haben den Gegner toll beschäftigt und die Bälle gehalten. Das war wichtig. Insgesamt war Bielefeld feldüberlegen. Unterm Strich ist heute etwas Glück dabei. Von der Mentalität her haben wir uns voll reingehauen und sind an die Grenze gegangen. Wir nehmen diesen Sieg sehr gerne mit, sind aber auch froh über die Pause jetzt. Dem Gegner alles Gute. Jeff macht super Arbeit, hat toll organisierte Mannschaften. Wir hatten sehr viel Respekt, es ist nicht einfach. Umso wichtiger ist es, dass wir diese drei Punkte geholt haben.

Jeff Saibene (Cheftrainer Arminia Bielefeld): Wir haben in letzter Zeit öfter solche Spiele, bei denen es Schluss heißt: Eigentlich gut gespielt, feldüberlegen, aber wir gewinnen die Spiele nicht. Das immer mit Pech zu begründen, ist mir zu einfach. Wir sind defensiv selten gut genug, um zu Null zu spielen. Auch heute wieder ein katastrophales Abwehrverhalten beim Gegentor. Und offensiv fehlen uns im Moment Killerinstinkt und Effizienz. Was ich meiner Mannschaft aber nicht abstreiten kann, ist Wille, Laufbereitschaft und Einsatz. Aber uns fehlt aktuell die Qualität, um Punkte zu holen und Spiele zu gewinnen. Daran müssen wir arbeiten. Gratulation an Robin zum Sieg.  

Tom Weilandt (VfL Bochum 1848): Ich glaube, die Finten haben gesessen. Beim Abschluss habe ich dann natürlich auch etwas Glück, dass ich ihn mit dem Kopf nochmal kriege. Insgesamt war es aber ein schönes Tor. Nach der Englischen Woche war es das erwartete Kampfspiel, wir mussten es einfach über die Zeit bringen. Das haben wir geschafft und jetzt werden auch wieder andere Auftritte kommen. Die Arminia hatte ein paar Chancen, aber nichts Zwingendes und sich dann unterm Strich die Zähne ausgebissen. Daher geht der Sieg in Ordnung.

Jan Gyamerah (VfL Bochum 1848): Da sind viel hohe Bälle reingeflogen, zum Glück ist keiner durchgerutscht. Es war ein enormer Druck vor dem Spiel, nachdem wir die Englische Woche verbockt haben. Wir wussten, dass wir heute gewinnen mussten und haben uns voll reingehangen. Spielerisch war es nicht das beste Spiel von uns, aber wir haben alles dafür getan, um die Punkte hierzubehalten. Vor der Woche waren wir oben mit dabei, jetzt waren wir Elfter. Das zeigt einfach, wie eng es in dieser Liga zugeht. Eine kleine Positiv- oder Negativserie und es geht schnell einige Positionen nach oben oder unten. Ich freue mich immer, wenn ich spielen darf, dann ist es auch egal wo. Heute ist Maxim ausgefallen, da war es halt innen und ‚Hoogi‘ hat mich da super geführt. Meine Stammposition ist rechter Verteidiger, wir haben aber überall hohe Konkurrenz.

Stefano Celozzi (VfL Bochum 1848): Ganz nüchtern betrachtet war das heute kein schönes Fußballspiel. Wir wussten aber auch, was auf uns zukommt und was auf dem Spiel steht. Es waren sehr viel Einsatz und Leidenschaft da, daher war es am Ende auch nicht unverdient. Schön, mal wieder zu Null zu spielen. Mit etwas Glück haben wir das Ergebnis über die Zeit gebracht. Wir wollten die vielen Standards eigentlich vermeiden, es ließ sich in der Eigendynamik des Spiels aber dann nicht verhindern. Ich denke, das haben wir konsequent verteidigt. So ein Sieg ist auch gut für das Selbstvertrauen und ich spiele ehrlicherweise sowieso lieber drei Mal 1:0 als einmal 6:0. Jetzt haben wir in der Länderspielpause viel Zeit zum Arbeiten.

 

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