Es hätte ein Festtag werden können, am Ende mussten wir die erhoffte Nichtabstiegsfeier jedoch (um mindestens eine Woche) verschieben. Natürlich waren die Protagonisten enttäuscht, doch die Reaktionen aus der Kurve nach Abpfiff haben gezeigt: Hier ist etwas zusammengewachsen! Außerdem gibt es ein paar gute Voraussetzungen, um das Erreichen des großen Ziels schon in Kürze zelebrieren zu können. Unser NACHSCHLACH zu #BOCFCA!

Standortwechsel
Fangen wir jedoch wie gewohnt chronologisch an. Schon im Vorfeld war bekannt, dass Thomas Reis an diesem Sonntag nicht auf der Bochumer Bank wird Platz nehmen können. Ein Spiel Sperre nach der Roten Karte in Freiburg. Der Cheftrainer hielt am Sonntag noch die Ansprache, musste sich dann aber einen Sitz oben auf der Haupttribüne suchen. Unten an der Seitenlinie übernahmen Markus Gellhaus und Funny Heinemann. Zum zweiten Mal, denn schon gegen Gladbach musste Reis passen, damals aufgrund einer Covid-19-Infektion. Standortwechsel also für den Coach, Thomas Reis dürfte aber froh sein, dass er kommenden Samstag in Dortmund wieder mittendrin sein wird.

224 Tage
Etwa eine Stunde vor Spielbeginn hauen wir gewöhnlich über unsere Medien die Aufstellung raus. Große Freude bei den VfL-Fans, denn sie fanden beim Blick auf die Grafik Simon Zoller in der Startelf. Erstmals seit dem 4. Spieltag, erstmals seit 224 Tagen. Tolle Geschichte, der nächste wichtige Schritt für Zolli hin zu alter Stärke.

Gutes Omen!?
Verhindern konnte allerdings auch Simon Zoller diese Niederlage nicht. Vorne gab es an diesem Sonntag kaum Hochkaräter. Zum zweiten Mal in dieser Saison mussten die Blau-Weißen das dritte Spiel in Serie ohne eigenen Treffer hinnehmen. Aber jetzt aufpassen, Leute: Nach dem ersten Null-Tore-Triple (Bayern, Stuttgart, Leipzig in der Hinrunde) gab es im anschließenden Auswärtsspiel einen blau-weißen Sieg! Hätten wir auch diesmal nichts gegen, oder!?

Mach’s noch einmal, Leitschi
Nein, damit meinen wir nicht den Fehler, der Maxim Leitsch vor dem 0:1 unterlaufen ist. Vielmehr haben wir weiterhin die guten Voraussetzungen im Blick. Denn als Leitschi im DFB-Pokal eine ähnlich unglückliche Aktion widerfahren ist, hat er prompt im nächsten Spiel mit seinem ersten Bundesliga-Tor den Grundstein für den Sieg gelegt. Daher: Mach’s noch einmal, Leitschi!

Tolle Reaktion
Schon damals hatten die VfL-Fans ganz wunderbar reagiert, als sie Maxim Leitsch nach seinem entscheidenden Fehler aufgebaut hatten. Auch an diesem Sonntag war das Feedback aus der Kurve bemerkenswert. Abpfiff, 0:2-Niederlage gegen Augsburg – aber kein einziger Pfiff von Seiten der Fans! Ganz stark, denn die blau-weißen Anhänger wissen, wo wir herkommen. Wir zitieren mal den gestrigen Liveticker: Dieses Team hat sich einen ordentlichen Kredit erspielt. Wer das nicht so sieht, der sollte sich am Montagmorgen schnellstmöglich einen Termin beim Arzt machen. Wir hoffen mal, dass die Telefone bei den Ärzten unserer Stadt heute Morgen weitgehend stumm geblieben sind.

8 bei 9
31 Spieltage durch. 36 Zähler auf dem Konto. Mit Spannung haben wir gestern nach unserer Partie natürlich auch noch in die Hauptstadt geschaut. Durch den Berliner Sieg liegen wir 8 Punkte vor dem Relegationsrang. Bei noch 9 zu vergebenen Zählern können wir auch hier festhalten: Das sind gute Voraussetzungen!

Ach, sollen wir noch irgendwas zum Schiri schreiben? Nee, komm, heute nicht...

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