Das war’s, wir sind durch mit der Bundesliga-Saison 2021/22! Was war das bitte für ein Jahr!? Diese Spielzeit hat uns diverse Ereignisse für einen wunderbaren Saisonrückblick geliefert. Auch am finalen Spieltag in Berlin, und das trotz der knappen Niederlage. Unser NACHSCHLACH zu #FCUBOC:

Kleiner Kader, große Mentalität
Es hätten sicherlich bessere Voraussetzungen für dieses Saisonfinale sein können. Also personell gesehen. Im Laufe dieser Woche musste Thomas Reis einen Ausfall nach dem anderen verkraften. Während er Kostas Stafylidis und Elvis Rexhbecaj schon früh aufgrund von Blessuren abschreiben musste, bestand bei einigen Akteuren zumindest noch die Hoffnung, dass sie kurzfristig mit ins Aufgebot rutschen würden. Danny Blum, Maxim Leitsch, Milos Pantovic, Erhan Masovic, Christopher Antwi-Adjei – alle erkrankt. Kurzfristig mussten dann auch noch Jürgen Locadia und Saulo Decarli passen. Vasi Lampropoulos fehlte aufgrund privater Angelegenheiten. Manuel Riemann blieb in der Heimat, da der Platz zwischen den Pfosten an Michael Esser vergeben war, auf der Bank nahm Paul Grave Platz. Kleiner Kader also, gerade mal 14 Feldspieler waren in Berlin dabei.

Arg dezimiertes Aufgebot, das Trainerteam setzte daher gezwungenermaßen auf eine Dreierkette in der Defensive. Ungewohntes System, die Gastgeber nutzten das früh aus, legten später nach einem schmeichelhaften Handelfmeter nach. 0:2 zur Pause in einem Spiel, in dem es quasi um nichts mehr ging. Da auf ein Comeback der Blau-Weißen zu tippen, eigentlich Quatsch. Doch diese Truppe hat soviel Mentalität. Allen Widrigkeiten getrotzt, bei hochmotivierten Unionern zurück ins Spiel gekommen. Ein Punkt wäre verdient gewesen. Unglücklich verloren, aber mal wieder die Herzen der Fans gewonnen.

Zolli, zeig den Bizeps
Maßgeblich daran beteiligt war Simon Zoller. Dieser Kämpfer. Sieben Monate alles gegeben, um auf den Patz zurückzukehren. Gestern dann die erste Bude seit dem 4. Spieltag. Es gibt kaum einen Spieler, dem wir dieses Tor an der Alten Försterei mehr gegönnt hätten. Eingeköpft, Bizeps raus. Glückwunsch, Zolli! Absolut verdient. Alle Ziele erreicht für 2021/22.

Hartwig-Debüt
Wo wir schon bei den Glückwünschen sind: Herzlichen, Luis Hartwig! Bundesliga-Debüt für unser Eigengewächs. Das hat uns richtig gefreut. Aus dem Talentwerk zu den Profis, das ist immer ganz besonders und bringt eine gehörige Portion Stolz mit. Der Junge hat es sich verdient. Gegen Gladbach stand Luis schon kurz vor der Einwechslung, ehe die Partie aufgrund des Becherwurfs abgebrochen wurde. Gestern war es dann soweit. In den Schlussminuten kam Hartwig in die Partie. Ergebnis dann auch völlig egal, denn das ist ein Meilenstein in der Karriere eines Fußballers!

Die Bilanz
34 Partien in der Bundesliga. Satte 12 Siege, insgesamt 42 Punkte. Eine Wahnsinnsbilanz. Man kann nicht hoch genug hängen, was diese Mannschaft erreicht hat. Sebastian Schindzielorz als Baumeister hat einen Kader zusammengebastelt, der wunderbar harmoniert hat. Thomas Reis und sein Trainerteam haben alles aus den Jungs rausgeholt. So viele tolle Typen, die sich für Blau-Weiß zerrissen haben. 11 Jahre waren wir weg, dann legen wir solch ein Comeback hin. Danke, Jungs! Ihr habt alle einen Platz in den VfL-Geschichtsbüchern sicher!

Per Boot ins Stadion
Den haben unsere Fans sowieso schon lange inne. Dieser Support hat deutschlandweit für Aufsehen gesorgt. Woche um Woche haben die blau-weißen Anhänger abgeliefert. Die Sehnsucht nach Bundesliga-Fußball war groß. Alles gegeben. Auch in Berlin nochmal. 2.400 Fans waren da und haben Vollgas gegeben. Gut 300 von ihnen kamen übrigens auf besonderem Wege zur Alten Försterei. Nämlich per Boot. Der VfL-Fanclub Bochumer Botschaft hatte diese Tour endlich wieder organisieren können, erstmals seit 2018. Tolle Bilder, die uns da zugespielt wurden. Gestern kamen nochmal alle auf ihre Kosten, und das trotz Niederlage. #gekommenumzubleiben

 

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