Drei Eier, null Punkte. Zu Ostern gab es für den VfL im Breisgau keine Präsente. Ganz im Gegenteil, die Geschenke haben wir als gute Gäste diesmal selbst mitgebracht. An Tagen wie diesen ist in der Bundesliga nichts zu holen, dafür hat einfach zu wenig geklappt. Passiert, ist kein Beinbruch. Diese Mannschaft kann mit Negativerlebnissen wunderbar umgehen. Unser NACHSCHLACH zu #SCFBOC.

Rote Ostern
2022, „Rote Ostern“ statt „Frohe Ostern“ für den VfL. Wir verzichten aber bewusst auf Schwarzmalerei, passt ja auch gar nicht zu unseren Vereinsfarben Blau und Weiß. Spieler und Trainer wussten im Nachgang ganz genau, dass das ein absolut gebrauchter Tag war und es schon im kommenden Spiel wieder ganz anders zu laufen hat. Keine Schönrederei von den Protagonisten, im Pott sind wir Realisten. Ärgerlich waren, neben dem Ergebnis, aber natürlich die Roten Karten. Kostas Stafylidis geht mit seiner aggressiven Spielweise voran, das brauchen wir. Diesmal kam er ein bisschen zu spät und sah von Schiri Stegemann den Roten Karton. Ob diese Karte jeder Referee so gibt, wollen wir hier jetzt mal nicht beurteilen. Gestern gab es sie jedenfalls. Und das ärgerte auch Thomas Reis sehr. Der regte sich, wie er im Nachgang erklärte, über die Aktion insgesamt auf. Doch das Unparteiischen-Team legte den „Scheibenwischer“ vor allem als Kritik an der Entscheidung aus, Rote Karte auch für den Chefcoach. Die erste glatt Rote für einen Bundesliga-Trainer. Wir sind aber auch immer für Historisches gut. Reis erklärte die Situation auch den Schiedsrichtern nochmal im Nachgang, mal sehen, welche Strafe den Coach erwartet.

3 Gegentore, lange her
In der Grätsche von Stafylidis lag vielleicht auch eine kleine Portion Frust. Denn an diesem Tag kam der VfL nicht nur in jener Situation zu spät. Drei Gegentreffer, bei denen es den Hausherren, die zugegebenermaßen auch einfach richtig gut sind, zu einfach gemacht wurde. Dreimal hinter sich greifen musste Manuel Riemann übrigens letztmals Anfang Oktober, als wir uns in Leipzig mit 0:3 geschlagen geben mussten. Am Keeper lag es gestern jedenfalls nicht, Riemann hielt gewohnt stark und vermied mit einer Reihe an Paraden sogar noch eine höhere Niederlage.

Manu an der Torwand
Starke Leistung also erneut von Manuel Riemann, die er am späten Samstagabend sogar nochmal bestätigen sollte. Unser Nummer 1 war zu Gast im "Zweiten", und zwar im Aktuellen Sportstudio. Toller Auftritt, klare Aussagen und Meinungen, wie man sie von Manu kennt. Einfach ein Typ. Und ein Keeper, der, das ist allen bekannt, mit dem Ball umgehen kann. Drei Treffer an der berühmten Torwand, stark!

Elvis macht die 100 voll
Also doch noch blau-weiße Erfolgserlebnisse. Übrigens hatte auch Elvis Rexhbecaj einen guten Grund zur Freude. Der Mittelfeldmann bestritt nach seiner Einwechslung zum zweiten Durchgang seine 100. Partie in der Bundesliga. Wolfsburg, Köln, nun der VfL, für diese drei Vereine sammelte Elvis diese Zahl an Spielen. Herzlichen Glückwunsch!

Dietmar auf dem Drahtesel
VfL-Fans sind einfach positiv verrückt. Im Normalfall ist man am Osterwochenende per Auto, Bus oder Zug in den Breisgau gereist. Dass es auch anders geht, hat uns Dietmar gezeigt. Der Blau-Weiße wohnt in Herne, also direkt nebenan. Die Strecke nach Freiburg hat er auf seinem Fahrrad zurückgelegt. 593 Kilometer, unfassbar starke Leistung! Zwischenstopps mitsamt Übernachtungen in Remagen, Bingen, Worms, Karlsruhe und Friesenheim bei Lahr. Dann finale Etappe nach Freiburg. Stolze Fahrradtour. Wir sagen Danke für deinen Einsatz, Dietmar!

 

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