Matchball für den VfL im Kampf um die Bundesliga. Beim 1. FC Nürnberg können Thomas Reis und Co. am 33. Spieltag aus eigener Kraft den Aufstieg schaffen. Mit einem Sieg beim Tabellenzwölften wäre den Blau-Weißen der zweite Platz nicht mehr zu nehmen. Vor dem Spiel traten der Chefcoach und VfL-Geschäftsführer Sport Sebastian Schindzielorz wie üblich vor die Journalisten, um ihnen vor dem möglicherweise historischen Spiel Rede und Antwort zu stehen.

Thomas Reis über…

… die Personalsituation: Manuel Riemann und Danny Blum sind weiter verletzt, Anthony Losilla gelbgesperrt. Keine Besserung gibt es bei Cristian Gamboa, er kommt am Sonntag noch nicht in Frage. Er kann nicht schmerzfrei trainieren, für die nächste Woche müssen wir mal schauen.

… Möglichkeiten im Hotel: Wir wussten, dass das auf uns zukommt. Wir bereiten uns auf das Spiel vor, das steht über allem. Das Training ist an erster Stelle. Einmal täglich gehen wir auf den Platz, nachmittags besteht die Option, individuell zu arbeiten. Dabei auch mal den Kopf frei kriegen zu können ist uns aber auch wichtig. Darum gibt es die Möglichkeit Tischtennis, Darts oder Karten zu spielen. 

… das Ergebnis in Paderborn während des Spiels: Ich werde nicht auf Zwischenstände schauen, ich bin konzentriert auf Nürnberg. Wir haben es in der eigenen Hand. Voller Fokus, um das Wunder zu schaffen. Wir spielen eine tolle Saison, der Aufstieg wäre die Krönung. Einer schaut bestimmt mal am Handy nach Paderborn, aber kein Spieler und nicht ich. Wir wollen das eigene Ergebnis positiv gestalten, das wird schwer genug. Wir können uns nur auf uns verlassen, lediglich unsere Spiele können wir beeinflussen.

… Änderungen in der Mannschaft: Einmal muss ich wechseln, Toto ist ja gesperrt. Ansonsten spricht nichts gegen die gleiche Mannschaft. Aber das werden wir am Sonntag sehen, ich habe natürlich auch wieder Optionen im Kopf.

… innerliche Anspannung: Ich denke schon, dass ich ruhig bin. Ich kann auch impulsiv sein, man darf sich nicht verstellen. Authentisch zu sein ist wichtig. Eine gewisse Ruhe auszustrahlen, das tut auch der Mannschaft gut. Die Stimmung ist sehr gut und fokussiert, wir können Großes erreichen.

… das Motto für Sonntag: Es sind nur noch zwei Spiele. Wir haben erstmalig die Chance, es aus eigener Kraft zu vollenden. Das sollte Motivation genug sein. Die Lust am Spielen, das Engagement und die Bereitschaft müssen dabei sein. Wir wollen das Spiel aktiv gestalten und nicht auf irgendein Ergebnis schielen. Da kommt ein starker Gegner mit einer guten Rückrunde auf uns zu. Dieser Aufgabe stellen wir uns und versuchen alles, das Spiel positiv zu gestalten.

… die Euphorie der Fans: Wir haben die Hupen während des Spiels gehört und auch in den Netzwerken kriegen wir das mit. Viele Spieler kennen die mögliche Euphorie, die hier entfacht werden kann. Es ist immer wieder aufs Neue schade, dass keine Zuschauer dabei sein können. Die Gedanken der Fans sind aber bei uns, das wissen wir ganz genau.

Sebastian Schindzielorz über…

… die Aufregung vor dem Spiel: Ich wirke meistens ruhig, im Spiel bin ich aber auch mal impulsiv. Ich stehe ja nicht so im Fokus wie der Trainer, das fällt nicht so auf. Auf das Spiel freue ich mich sehr. Es ist eine tolle Chance, die gute Saison zu einem grandiosen Ergebnis zu bringen. Es herrscht die normale Nervosität vor einem Spiel, diesmal mit einem kleinen, positiven Extra. 

… die Aussichten am Sonntag: Die Qualität unserer Mannschaft und die bisherige Saison stimmen mich positiv. Wir sind die ganze Saison über sehr schwer zu bespielen. Daher bin ich optimistisch, dass die Jungs ihre Qualitäten auch am Sonntag auf den Platz bringen. Ich vertraue ihnen, die Mannschaft hat ihren Job auf und außerhalb des Platzes bisher sehr gut gemacht. 

… die Zukunft nach möglichem Aufstieg: Die Voraussetzungen in der Bundesliga sind enorm, was die wirtschaftlichen Möglichkeiten angeht. Der Aufstieg wäre daher ein großer Schritt und auch wichtig für den Verein. Aber das steht jetzt nicht im Fokus, die volle gilt Konzentration Nürnberg. Sonntagabend sind wir vielleicht schlauer.

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