Die Zielgerade ist in Sichtweite, der 28. Spieltag der 2. Bundesliga steht vor der Tür. Der VfL gastiert am Samstag (13 Uhr) in der Benteler-Arena des SC Paderborn 07. Wie gewohnt standen Chefcoach Thomas Reis und Geschäftsführer Sport Sebastian Schindzielorz im Vorfeld den Journalisten in der digitalen Pressekonferenz Rede und Antwort.

Thomas Reis über…

… die Personalsituation: „Danny Blum und Robert Zulj sind gesperrt. Es sind auch nur die beiden, die in diesem Spiel nicht zur Verfügung stehen.“

… den Zulj-Ersatz: „Da haben wir mehrere Spieler zur Auswahl, könne auch das System umstellen. Milos Pantovic kann das übernehmen mit seinen Fähigkeiten zwischen den Räumen. Andernfalls könnte man auch ein anderer Stürmer starten und Simon Zoller nach hinten rücken. Es könnte aber auch gut sein, dass das System bleibt und Thomas Eisfeld die Planstelle übernimmt.“

… Entwicklung von Milos Pantovic: „Er hat viele Einsätze bekommen, auch wenn die Einsätze von der Bank für ihn vielleicht unbefriedigend sind. Er zeigt dabei aber eine gute Effizienz, ie er von Anfang nicht immer gezeigt hat. Ich war sehr froh, dass er seine Chance gegen Kiel genutzt hat. Er ist einer, der die ganze Saison unter ersten zwölf, 13 Spielern war. Er würde gern noch mehr spielen, klar. In Paderborn kriegt er vielleicht die Chance. In Zukunft wird auch die Konkurrenz wieder größer. Er hat ein gutes Spiel gemacht gegen Kiel, hoffentlich kann er diese Euphorie mitnehmen.“

… Silvère Ganvoula: „Er hat ordentlich trainiert, vor dem letzten Spiel kam er einfach spät von der Länderspielreise und war auch nicht ganz fit. Da war mir das Risiko zu groß, wir brauchen jeden in den verbleibenden sieben Spielen. Er hat sich auskuriert und wird in den Kader zurückkehren.“

… Elfmeterschützen: „Wir haben im Elfmeterschießen gegen Mainz bewiesen, dass wir genug gute Schützen haben. Ich bestimme keinen Schützen vor dem Spiel. Falls wir einen bekommen, wählen wir jemanden, der sich gut fühlt und das Ding hoffentlich verwandelt.“

… Baumgarts Abschied und den SC Paderborn: „Unabhängig davon, ob er bleibt oder geht, sind seine Mannschaften immer ähnlich eingestellt. Er hat gute Arbeit geleistet, sein Abschied ist schade für Paderborn. Brutales Pressing, schnell hinter die Kette des Gegners kommen und viel Stress machen – das zeichnet ihn aus. Wir haben den Gegner natürlich analysiert, zuletzt gegen Nürnberg war es ein sehr unruhiges Spiel. Da müssen wir hellwach sein. Sie hinken als Absteiger ihren Ansprüchen etwas hinterher, es wird dennoch sehr gefährlich. Wir wollen den positiven Lauf fortsetzen, drei Punkte holen und den Abstand wahren.“

… die Platzverhältnisse in Paderborn bei Dauerregen: „Wir haben schon gezeigt, dass wir auch schmutzig gewinnen und die Zweikämpfe annehmen können. Den Platz lasse ich als Ausrede ohnehin nicht gelten.“

 … Armel Bella Kotchaps und Maxim Leitschs Bundesligatauglichkeit: „Wenn es klappen sollte, traue ich ihnen das definitiv zu. Doch wir spielen in der zweiten Liga, da müssen wir immer wieder uns aufs Neue beweisen, auch die beien. Die 1. Bundesliga ist eine Qualitätsliga, das haben wir gegen Leipzig gesehen. Ich sehe aber bei beiden das Potenzial für diese Liga. Am besten natürlich mit dem VfL.“

… Danny Blum: „Er darf momentan etwas mehr im Training machen, um nach Ablauf der Sperre schnell spielfähig zu sein. Wir sind auch froh, wenn er zurückkommt. Jetzt konzentrieren wir uns aber auf Paderborn, da ist er eben nicht dabei. Danach haben wir mit ihm eine Alternative mehr. Aber da mache ich mir nach Paderborn Gedanken zu und fokussiere mich auf die Jungs, die da die Punkte holen sollen.“

… die Schwächephase gegen Kiel am Ende: „Es waren ja nicht nur die letzten zehn Minuten ab dem Elfmeter. Ab der 60. Oder 65. Minute ging es los, wir wurden defensiver und haben Kiel mehr machen lassen. Schon die Entstehung des Elfmeters war nicht gut, da haben wir uns in Bedrängnis gebracht anstatt den Ball mal wegzuhauen. Dann kam etwas Nervenflattern hinzu. Daraus wollen wir lernen, eine Führung seriös herunterzuspielen und das Ding bei einem Anschluss oder Hektik wieder zu beruhigen. Die Mannschaft war selbstkritisch. Das ist gut, bei aller Freude über den Sieg auch lernwillig zu bleiben.“

Sebastian Schindzielorz über...

… die zunehmenden Coronafälle in der Liga: „Das ist keine gute Situation, dass schon wieder zwei neue Teams in Quarantäne sind. Das ist nicht gut für den Spielplan. Am Wochenende um den 1. Mai kann man einige Spiele nachholen, da ist ja spielfrei. Wir müssen es so nehmen, wie es kommt und dabei maximal flexibel bleiben. Wir sind weiterhin froh, spielen zu dürfen und unseren Job zu machen. Darum machen wir auch unter nicht optimalen Bedingungen das Beste daraus und tun alles, damit das auch so bleibt.“

… Quarantäne-Trainingslager: „Wir machen uns permanent Gedanken, um den Schutz zu erhöhen. In der Englischen Wochen stehen zwei Auswärtsspiele an, das ist nochmal eine andere Situation. Darum haben wir gemeinsam entscheiden, mit der ganzen Mannschaft zwischen den Spielen innerhalb des Frankfurter Raums zu bleiben, um äußere Einflüsse zu minimieren und die Reisestrapazen so gering wie möglich zu halten.“

... auslaufende Verträge von Pantovic und Eisfeld: „Milos und Thomas sind wichtige Teile der Mannschaft und haben in vielen Spielen seinen Mann gestanden. Beide haben tolle Charaktere, sind verlässlich und bekommen die Chance, auf sich aufmerksam machen. Wir überlegen derzeit genau, wie die Entwicklung des Vereins ist. Dazu kommen die wirtschaftlichen Fragen wegen Corona und wegen der großen Unterschiede zwischen den Ligen. Wir machen uns permanent Gedanken im Hintergrund und kommunizieren wie immer nur, wenn etwas spruchreif ist.“

… zweigleisige Planung: „Wir spielen viele Eventualitäten durch, um in allen Situationen gut aufgestellt zu sein. Zunächst müssen wir aber erstmal die Saison zu Ende spielen. Wir müssen uns auf das nächste Spiel konzentrieren. Alles Weitere wird intern, und nicht öffentlich, geplant. Unabhängig von der Liga haben wir seit einiger Zeit unsere Spielerprofile, daran ändert sich nichts.“

… Unterschiede zwischen den Ligen in Sachen Quarantäne: „Dafür habe ich keine Erklärung. Die Entscheidungen werde ich aber nicht beurteilen, da ich keinen Einblick in die Absprachen habe.“

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