Die 0:2-Niederlage in Bielefeld ist verarbeitet, nun geht der Blick wieder nach vorne: Am Samstagnachmittag (15:30 Uhr) bestreitet der VfL Bochum 1848 das letzte Bundesliga-Heimspiel dieses Jahres. Der 1. FC Union Berlin ist zu Gast im Vonovia Ruhrstadion. Vor dem Duell gegen den Tabellenachten stellten sich Cheftrainer Thomas Reis und Sport-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz den Fragen der Journalisten.

Thomas Reis über… 

... die Personalsituation: Simon Zoller, Danny Blum, Eduard Löwen, Takuma Asano, Saulo Decarli und Tom Weilandt gehören weiterhin nicht zum Kader. Fragezeichen stehen noch hinter den Einsätzen von Danilo Soares und Gerrit Holtmann. Die Hoffnung besteht, dass wir die beiden einsatzfähig bekommen.

... die Stimmungslage: Wir haben das Spiel in Bielefeld schnell aufgearbeitet. Da gab es nichts zu beschönigen. Solche Spiele wird es im Laufe einer Saison immer mal wieder geben. Die Frische ist nun definitiv zurückgekehrt. Wir spielen zu Hause und wollen das Jahr 2021 mit einem positiven Ergebnis beenden. Wir werden alles reinhauen, um den Fans im Vonovia Ruhrstadion einen erfolgreichen Abschluss zu liefern.

… den 1. FC Union Berlin: Union Berlin macht es unheimlich gut. Sie spielen schon drei Jahre hintereinander in der Bundesliga und haben uns einiges voraus. Die Mannschaft hat die Spielweise von Trainer Urs Fischer total verinnerlicht. Sie sind körperlich sehr präsent, unheimlich giftig und spielen geradlinig nach vorne. Da kommt ein hartes Stück Arbeit auf uns zu.

Maxim Leitsch: Es ist gut möglich, dass Maxim wieder in die Startelf zurückkehrt. Er verfügt über eine gute Dynamik. Nach seiner langen Verletzung mussten wir ihm die Pause in Bielefeld einfach geben. Alle unsere Innenverteidiger spielen bislang eine ordentliche Saison. 

Danilo Soares: Danilo ist unheimlich zweikampfstark. Wir wollten das Risiko in seinem Spiel etwas minimieren, das ist aufgegangen. Er ist einer, der immer vorweggeht und in jedem Training präsent ist. Ich bin mit seiner Entwicklung absolut zufrieden. Ich wünsche mir, dass er am Samstag auflaufen kann. 


Sebastian Schindzielorz über… 

... die anstehende Transferphase: Die Transferphase im Winter ist immer speziell. Es gibt einen begrenzten Markt an Spielern und wenige Verträge laufen aus. Deshalb sprechen wir eher über mögliche Leihen. Wir sind auf jeden Fall vorbereitet und haben Ideen. Wir müssen schauen, dass es sich sportlich und wirtschaftlich für uns lohnt. Auch wir haben Spieler, die bislang weniger zum Einsatz kamen. Darüber müssen wir uns auch Gedanken machen. 

... ein mögliches Spielerprofil: Die Pause ist kurz, das müssen wir berücksichtigen. Wir haben kein Trainingslager, das wir nutzen könnten, um Spieler zu integrieren. Wir bräuchten also Spieler, die eine kurze Anlaufphase benötigen und mit der Bundesliga vertraut sind. Wir schauen mal, welche Möglichkeiten sich für uns ergeben.

... ein Hinrunden-Fazit: Grundsätzlich kann man sich immer verbessern. Ich möchte aber noch auf ein vorläufiges Fazit verzichten. Am Samstag stehen für uns noch einmal drei Punkte auf dem Spiel. Danach können wir gerne über ein Hinrunden-Fazit sprechen. Man kann aber klar sagen, dass 2021 insgesamt ein sehr erfreuliches Jahr für den VfL war.

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