Raus aus der Länderspielwoche, rein ins Oster-Topspiel. Am Samstag erwartet der VfL Bochum 1848 im heimischen Vonovia Ruhrstadion am 27. Spieltag den direkten Konkurrenten Holstein Kiel zum heißen Tanz (13 Uhr). Mit dem Sieg in Düsseldorf im Rücken konnten sich Cheftrainer Thomas Reis und sein Team zwei Wochen auf den Schlager vorbereiten, vor dem Duell mit den Störchen traten Reis und VfL-Geschäftsführer Sport Sebastian Schindzielorz aber noch wie gewohnt virtuell vor die Pressevertreter.

Thomas Reis über…

… die Personalsituation: „Danny Blum und Danilo Soares fallen gesperrt aus. Manuel Riemann hat nach seiner Verletzung aus dem Düsseldorf-Spiel das ganze Training absolviert und wird wohl auflaufen können. Auch Vasilios Lampropoulos steigt bald wieder ins Mannschaftstraining ein. Danilo Soares und Cristian Gamboa konnten ihre Blessuren auskurieren. Gambo wird spielen, Danilo steigt dann nächste Woche ein. Maxim Leitsch ist gesund von der U21 wiedergekehrt, bei Silvère Ganvoula warten wir derzeit noch auf seine Rückkehr."

… die Alternative zu Danilo Soares: „Herbert Bockhorn wäre eine Möglichkeit, er ist sehr variabel. Es könnte auch Maxim die Position bekleiden und aus einer dieser Personalien werde ich wählen. Wir haben zumindest beide Varianten trainiert.“

… Gedanken an das Hinspiel: „Wir haben eine tolle Entwicklung genommen seit der Niederlage in Kiel. Es ist dann auch nicht mehr vorgekommen, in so kurzer Zeit zwei Gegentore. Aus Niederlagen muss man lernen, da kann man nämlich am meisten lernen und das haben wir. Die Niederlage tat zwar weh, aber wir haben sie nicht mehr zu viel thematisiert.“

… das Spiel gegen Holstein Kiel: „Es ist schwer zu sagen, wie wir sie erwarten können. Ihnen fehlt ein wenig der Rhythmus. Dadurch dürfte aber eine sehr große Vorfreude da sein. Ich erwarte sie mit viel Spielfreude und Tatendrang. Sie spielen eine sehr gute Runde und wollen auch hier drei Punkte holen. Danach wird’s natürlich auch schwer im Restprogramm. Wir wollen sie unter Druck setzten, zu Fehler zwingen und vielleicht auch die fehlende Praxis nutzen. Gleichzeitig müssen wir hellwach sein, sie wollen den Gegner gern auseinanderzeihen und in die Tiefe starten. Mit unserer Qualität und Dynamik wollen wir sie vor Aufgaben stellen und die die drei Punkte hierbehalten.“

… die Analyse zu Düsseldorf: „Wir schauen uns natürlic jedes Spiel an. Positiv war natürlich das Ergebnis, aber einiges hat mir nicht gefallen. Wäre der Gegner effektiver gewesen, dann hätten wir gut und gerne in Rückstand geraten können. Da hat in der ersten Halbzeit ein bisschen was nicht gepasst. Ziemlich gut war natürlich unsere Effektivität. Wir müssen aber manchmal noch besser in die Zweikämpfe, können nicht alles spielerisch lösen, sondern müssen auch mal die Stäbe reinhalten. Die Mannschaft ist bereit und hat Lust, es auch dahingehend besser zu machen und weiter erfolgreich zu bleiben.“

… Rechnerei vor den letzten acht Spielen: „Wir haben es in der eigenen Hand, das fühlt sich immer besser an. In acht Spielen gibt es aber noch viele Punkte zu holen, am Samstag wollen wir damit anfangen. Es liegt an uns, ob da andere Teams wie Heidenheim zum Beispiel nochmal rankommen können. Sind wir erfolgreich, kann uns keiner gefährlich werden. Daher schauen wir nur auf uns, nach dem Spiel können wir gern die Ergebnisse der Konkurrenz ansehen.“

Sebastian Schindzielorz über...

… Personalentscheidungen während der Länderspielpause: „Wir haben natürlich unsere Überlegungen angestellt und Dinge vorangetrieben, wie wir das immer machen. Aber aktuell gibt es nichts zu verkünden.“

… Rechnereien in Sachen Restprogramm: „Natürlich schaut man auf den Spielplan und rechnet sich was zurecht. Aber wenn das dann immer wieder alles ganz anders kommt, weil alles so unvorhersehbar in dieser wilden Liga, dann gibt man das auf. Durch harte Arbeit und Vorbereitung sowie dem nötigen Quäntchen Glück können wir das beeinflussen. Das Heft des Handelns liegt bei uns. Wir schauen weiter von Spiel zu Spiel, am Wochenende wartet wieder ein ganz schweres. Darauf freuen wir uns und wollen erfolgreich sein. Es ist alles möglich.“

Zurück