Ein weiterer Schritt Richtung großes Ziel wurde am Mittwoch in Heidenheim unternommen, am 31. Spieltag der 2. Bundesliga geht es für den VfL erneut gen Süden, auch wenn die Fahrt diesmal nicht so lang ist. Am Montagabend (20:30 Uhr) ist die Truppe von Cheftrainer Thomas Reis beim SV Darmstadt 98 gefordert, zuvor gab’s das übliche Frage-Antwort-Spiel bei der Pressekonferenz.

Thomas Reis über…

…die Personalsituation:Manuel Riemann hat die OP schnell überstanden und war heute schon wieder hier. Ich hoffe auf schnellen Heilungsverlauf, damit er spätestens in der Vorbereitung dabei ist. Soma Novothny hat individuell trainiert wegen leichter muskulärer Probleme im Hüftbereich. Vasilios Lampropoulos nähert sich an, der Rest ist einsatzfähig.

… Änderungen der Startformation: Man muss abwarten. Klar haben wir etwas längere Regeneration, trotzdem bleibt es eine Englische Woche. Muss man schauen, wie die Spieler die Belastung vertragen haben. Wir haben viele Sprinter im Team, da ist die Regeneration sehr wichtig. Es besteht also die Möglichkeit, was zu ändern. Die Truppe hat es defensiv sehr gut gemacht. Wir haben aber noch zwei Einheiten, dann werde ich mir Gedanken machen. Ein, zwei Optionen habe ich im Kopf.

… das Spiel gegen Darmstadt: Wüsste ich, wie es abläuft, wäre ich einen Schritt weiter. Diese Liga ist absolut ausgeglichen, wir haben uns eine gute Position erarbeitet. Man hat auch gegen Heidenheim gesehen, dass manchmal Nuancen entscheiden können. Wie auch im Hinspiel gegen Darmstadt. Darmstadt steht kompakter als anfangs, in guter Ordnung die Mitte schließen. Kempe tolle Freistöße, Dursun viele Tore. Machen uns Gedanken, wie wir sie stoppen. Aber sie auch über uns. Wir freuen uns auf dieses Spiel.

… das Duell Armel Bella Kotchap gegen Serdar Dursun: Nicht nur dieses Duell wird wichtig, wir haben auch noch Maxim Leitsch, der auch in Duelle kommen wird, je nachdem wo sich Serdar Dursun aufhält. Wenn sie sich gut an ihm reiben, wird ihm wie im Hinspiel ein schweres Spiel bevorstehen. Top-Gegenspieler wie er sind gut und wichtig für die Entwicklung. Aber es ist ja nicht nur er, Darmstadt hat viele weitere starke Spieler und die müssen wir gemeinsam stoppen.

… das zum Greifen nahe Ziel: Vor unserem Spiel in Paderborn ist Hamburg gestrauchelt und dann sind wir selbst ebenfalls gestolpert. Wir wollen erstmal in Darmstadt bestehen, das können wir nämlich beeinflussen. Nachher kann man immer auf die Tabelle gucken. Klar könnte die gute Ausgangslage Kräfte oder zusätzliche Prozente freisetzen. Es darf aber nicht in Überheblichkeit ausarten, denn wir sind noch nicht am Ziel.

Patrick DrewesKlar, ist er anderer Spielertyp als Manuel Riemann. Aber wir haben viel Vertrauen in Patti, die Jungs haben ihn direkt mit eingebunden. Ich mache mir gar keine Gedanken. Er ist ein sehr guter Torwart, der jetzt die Gelegenheit hat. Schon in Heidenheim hat er gezeigt, was er kann und ich denke, dass er sich noch steigern wird. Er kann sich definitiv für die Zukunft empfehlen.

… Quarantäne-Trainingslager der DFL: Es war von Anfang an ein Gedankengang der DFL, zuletzt verstärkt dadurch, dass andere Mannschaften Fälle und Quarantänen hatten. Aber zunächst fokussieren wir uns auf die zwei Spiele, die davor anstehen. Die Entscheidung ist meiner Meinung nach richtig, wir stehen dahinter. So können wir Risiko für Infektionen noch mehr minimieren. Wir hatten bisher Glück, kaum betroffen zu sein und das auch nur am Anfang der Saison. Wenn wir so die Saison zu Ende spielen können, dann nehmen wir das in Kauf. Wir wollen einen Traum realisieren und können froh sein, weiterzuspielen.

… die wenigen Verletzungen in dieser Saison: Ich glaube nicht, dass das nur Zufall ist. Wir machen uns Gedanken mit dem Trainerteam, testen viele Dinge, um dann schon vorzubeugen. Die Trainingssteuerung ist sehr wichtig, auch mal einen Tag länger freizugeben für den Kopf zahlt sich bisher aus. Erfolge lassen manche Blessuren auch schneller verschwinden. Es hilft uns in diesem Jahr natürlich sehr, dass der gesamte Staff da so eine gute Arbeit leistet.

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