Die kurze Winterpause ist vorbei, nun rollt der Ball wieder in der Bundesliga: Am Sonntagnachmittag (17:30 Uhr) empfängt der VfL Bochum 1848 den VfL Wolfsburg zum ersten Heimspiel des Jahres. Vor dem Duell gegen die punktgleichen Niedersachsen beantworteten Cheftrainer Thomas Reis und Sport-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz die Fragen der Journalisten.

Thomas Reis über… 

... die Personalsituation: Simon Zoller, Konstantinos Stafylidis und Paul Grave stehen nicht zur Verfügung. Erhan Mašović muss nach seiner fünften Gelben Karte eine Partie aussetzen. Der ein oder andere hat noch etwas Trainingsrückstand. Für Danny Blum kommt ein Kaderplatz zu früh.

... die abgelaufene Winterpause: Es war wichtig, dass die Mannschaft mal ein paar Tage die Köpfe freibekommt. Es war eher eine mentale Erholung als eine körperliche. Wir wollen in der Rückrunde weniger Torchancen zulassen, wieder kompakter und stabiler werden. Offensiv wollen wir aktiv sein.

… den VfL Wolfsburg: Auch wenn Wolfsburg ein paar Spieler ersetzen muss, haben sie immer noch eine enorme Qualität im Kader. Es ist eine sehr gefährliche Mannschaft mit einem schnellen Umschaltspiel. Sie werden sicher mutig sein und versuchen, den Bock bei uns umzustoßen. Das wollen wir verhindern. Im Hinspiel hatten wir noch Lehrgeld gezahlt. Wir haben uns aber sehr gut entwickelt. Dass wir zum Rückrundenstart gegen Wolfsburg punktgleich sind, hätte wohl niemand gedacht.

… Neuzugang Jürgen Locadia: Wir wollten im Offensivbereich nachlegen und zusätzlich einen etwas anderen Spielertyp haben. Jürgen Locadia ist technisch stark und kann sich auch mal fallen lassen, um einen Angriff zu initiieren. Er hat einen guten Abschluss und besitzt einfach den Torriecher. Er wurde von der Mannschaft tadellos integriert. Jetzt gilt es, ihm unsere Philosophie und unsere Taktik schnellstmöglich nahezulegen.

Cristian Gamboa: Cristian Gamboa hat einen sehr, sehr guten Eindruck gemacht. Natürlich hat es ihm nicht gefallen, dass er zuletzt draußen war. Jetzt bekommt er wieder eine Chance. Wenn nichts mehr passiert, dann spielt er eine große Rolle in meinen Gedanken für Sonntag.

… das anstehende Geister-Heimspiel: Wir müssen mit der Situation leben. Wir hatten bereits ein Geisterspiel in dieser Saison in Augsburg. Wir haben uns das natürlich anders vorgestellt. Die Euphorie in der Hinrunde war gigantisch. Sie hat sich immer auf die Mannschaft übertragen und wieder zurück auf die Fans. Die Jungs müssen sich nun selbst motivieren und das werden sie auch, weil wir ein ganz großes Ziel vor Augen haben.


Sebastian Schindzielorz über… 

... die Kadergröße: Wir haben einen gut besetzten Kader. Aktuell sind die allermeisten Spieler fit. Wir haben auf allen Positionen Möglichkeiten zu variieren. Über die Kadergröße mache ich mir deshalb – trotz potenzieller positiver Corona-Tests – keine Gedanken.

… Neuzugang Jürgen Locadia: Neben der sportlichen Qualität ist für uns immer wichtig, mit welchen Zielen ein Spieler nach Bochum kommt. Wir hatten einen offenen und transparenten Austausch. Jürgen Locadia hat einen sehr motivierten und engagierten Eindruck gemacht. Dieser Transfer ist für beide Seiten eine gute Sache. Jürgen kann uns sportlich helfen und gleichzeitig bieten wir ihm die Bühne Bundesliga.

... Corona-Schutzmaßnahmen: Wir haben unsere Spieler nochmal sensibilisiert. Der Standard an Vorsichtsmaßnahmen ist bei uns schon sehr hoch. Alles kann man aber einfach nicht verhindern. Ich glaube aber, dass sich die Jungs in dieser Situation bisher sehr gut verhalten.
 

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