Vorhang auf für die Generalprobe gegen Hertha BSC, die gleichzeitig die Feierlichkeiten zur großen Saisoneröffnung und der Geburtstagsparty unseres Schmuckstücks anne Castroper so richtig einläutete. Nachdem sich im Vorlauf schon die eSportler des VfL Bochum 1848 und der Hertha in der Stadtwerke Bochum LOUNGE des Vonovia Ruhrstadions duellierten, zogen die realen Vorbilder wenig später vor 7.500 Zuschauern auf dem Rasen nach. Am Ende zeigt der VfL vor allem in den ersten 45 Minuten einen richtig couragierten Auftritt und trennt sich mit 1:1 vom Bundesligisten. Danny Blum erzielte die Führung per direktem Freistoß (22.), Ondrej Duda konterte kurz vor dem Seitenwechsel (44.).

Endlich wieder Fußball anne Castroper. Zwar noch kein Pflichtspiel, doch so ein Testspiel gegen einen Bundesligisten ist für den Anfang doch auch eine feine Sache. Die von VfL-Cheftrainer auserkorene Startelf für den letzten Test vor der am nächsten Sonntag in Regensburg beginnenden Zweitliga-Saison (Tickets dafür gibt es hier und an den bekannten Vorverkaufsstellen) liest sich wie folgt: Manuel Riemann startete im Tor, die Viererkette bildeten Jordi Odei-Tutu, Armel Bella-Kotchap, Simon Lorenz und Vitaly Janelt. Davor bildeten Thomas Eisfeld, Miloš Pantović, Sebastian Maier und Tom Weilandt die Raute im Mittelfeld, Silvère Ganvoula und Danny Blum agierten zunächst in vorderster Front.

Ante Čović, seit dieser Spielzeit der neue Coach der „Alten Dame“ und in der Saison 2000/01 für den VfL aktiv, schickte diese Elf Akteure zu Beginn an ins Rennen: Rune Jarstein – Per Skjelbred, Niklas Stark, Salomon Kalou, Ondrej Duda, Lukas Klünter, Marko Grujic, Javeiro Dilrosun, Dedryck Boyata, Vedad Ibišević und Marvin Plattenhardt.

1. „Rakete“ Heinz-Werner Eggeling, beim Eröffnungsspiel gegen die SG Wattenscheid 09 der erste Torschütze im Ruhrstadion (Endstand 3:0), führt den symbolischen Anstoß aus. Und ab dafür.

6. Erster Abschluss der Berliner. Duda hat im Zentrum reichlich Platz und hält aus gut 25 Metern drauf – sein Schuss küsst die Oberkante der Latte, was Riemann aber auch gesehen hat.

13. Jetzt auch der VfL mit der ersten Gelegenheit. Maier spielt den langen Ball zu Pantović, der aus vollem Lauf probiert, das Leder über den Scheitel gleiten zu lassen – gelingt nur mäßig, die Kugel segelt am Tor vorbei.

17. Szenenapplaus für Riemann, der Ibišević locker flockig mit einem Wackler aussteigen lässt.

20. Grujic wird von Duda in Szene gesetzt, zieht nach innen und versucht, den Ball ins lange Eck zu schlenzen – nicht allzu weit daneben.

22. TOR für den VfL. Weilandt wird in aussichtsreicher Freistoßposition kurz vor dem Strafraumeck gelegt, den fälligen Freistoß netzt Blum von rechts ins kurze Eck ein – wobei Hertha-Keeper Jarstein nicht die beste Figur abgibt. Was soll’s? Der VfL führt.

28. Maier packt den Hammer aus! Sein Fernschuss zischt jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei – da wäre Jarstein wohl nicht mehr rangekommen…

34. Osei-Tutu stibitzt Kalou die Kugel und nimmt sofort Blum mit. Der Torschütze fackelt nicht lange und hält wuchtig drauf – Jarstein reißt die Arme hoch und wehrt das Geschoss ab.

39. Schöner Spielzug. Osei-Tutu steckt für Ganvoula durch, der von rechts flach und wuchtig an den lagen Pfosten flankt. Dort kommt Pantović herangerauscht, trifft aus ziemlich spitzem Winkel aber nur das Außennetz.

43. Mal wieder die Hertha. Dilrosun zieht von rechts kommend mit seinem starken linken Fuß ab, der zentrale Abschluss stellt Riemann aber nicht vor Probleme.

44. Tor für die Berliner, da hat der VfL gepennt. Kalou ist auf links nach einem schnell ausgeführten Freistoß durch, hebt den Kopf und findet in der Mitte Duda, der leichtes Spiel hat und Riemann überwindet.

Halbzeit: Ansprechende Leistung der Dutt-Elf, die durch Blums Freistoß auch durchaus verdient in Führung gegangen ist. Gegen Ende kam der Bundesligist aber stärker auf und profitierte beim Ausgleich kurz vor dem Pausentee von der Schläfrigkeit der VfL-Defensive. So geht es mit 1:1 in die Katakomben.

46. Weiter geht’s mit drei Wechseln beim VfL. Für Eisfeld, Weilandt und Ganvoula stehen fortan Danilo Soares, Chung Yong Lee und Ulrich Bapoh auf dem Rasen. Auch Čović hat getauscht: Jarstein, Kalou, Ibišević, Dilrosun, Boyata, Skjelbred und Duda wurden durch Dennis Smarsch, Karim Rekik, Vladimir Darida, Mathew Leckie, Pascal Köpke, Davie Selke und Maurice Covic ersetzt.

50. Starke Aktion von Osei-Tutu. Covic war auf dem Weg zu Riemann schon fast enteilt, doch der Neuzugang klemmt sich an dessen Fersen und grätscht im letzten Moment dazwischen.

54. Blum haut heute einen nach dem anderen raus. Diesmal kommt das Spielgerät nach Zusammenspiel mit Maier eher zufällig wieder zurück zu ihm. Erneut haut der drauf, Smarsch kriegt die Pranken dran.

58. Letzter Spielerwechsel bei den Hauptstädtern. Alexander Esswein kommt für Klünter

59. Osei-Tutu zieht aus der Distanz ab. Abgefälscht, also Eckball.

62. Lee auf Pantović, der gleich hereingibt. Blum kommt nur artistisch irgendwie an die Kugel und trifft sie deshalb nicht voll.

63. Es geht munter hin und her in dieser Phase. Der zweite Ball nach einer Ecke landet auf Starks Kopf, der ihn an die Latte wuchtet.

65. Die nächsten Wechsel beim VfL, diesmal tauscht Dutt im Doppelpack. Maier und Janelt haben verfrüht Schluss, Görkem Saglam und Robert Tesche betreten das Grün.

73. Pantović jagt die Kugel aus zentraler Lage Richtung Hertha-Kasten, Rekik hält den Schädel rein und blockt zur Ecke.

74. Nach dieser kommt Tesche ans Leder, lässt einen Herthaner aussteigen und schließt dann ab. Leicht zu hoch angesetzt, Smarsch muss nicht eingreifen.

82. Erste Verwarnung des Spiels für Herthas Plattenhardt, der Osei-Tutu zu Fall bringt – taktisch.

83. Dutt legt noch zwei Wechsel ran, jetzt kommt die junge Garde: Maxwell Gyamfi und Stelios Kokovas dürfen ein paar Minuten mitwirken, Lorenz und Pantović gehen raus.

90. Nochmal ein Abschluss von Selke, der kullert jedoch vorbei.

90. Zwei weitere Youngster dürfe für einige Sekunden rein. Jan Wellers und Moritz Römling ersetzen Osei-Tutu und Blum.

Abpfiff: Schiri Thorben Siewer beendet das Spiel. Die zweite Halbzeit war nach etlichen Wechseln etwas zäh, insgesamt präsentierte sich der VfL aber in guter Verfassung für den kommenden Sonntag.

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