Tag eins als neuer Cheftrainer anne Castroper: Noch bevor es am Vormittag zum ersten Mal auf den Trainingsplatz ging, stellte sich Thomas Reis den Medienvertreter bei einer Presserunde vor. Ebenfalls mit auf dem Podium war Sebastian Schindzielorz, Geschäftsführer Sport beim VfL, der seine Beweggründe für die Verpflichtung des 45-Jährigen erklärte.

„Thomas Reis ist ein bodenständiger Typ, der für harte Arbeit steht“, beschreibt Sebastian Schindzielorz den neuen VfL-Cheftrainer und erklärt, warum der Fußballlehrer so gut zum Klub passt: „Er kennt den Verein genau, doch war auch eine Zeit lang weg, sodass er neue Impulse setzen kann. Thomas hat seine Qualitäten als Trainer bereits gezeigt, wir sind absolut überzeugt von ihm.“ 

Reis selbst begrüßt die anwesenden Medienvertreter mit den Worten: „Ich freue mich, dass ich wieder zurück in meiner Heimat, bei meinem Verein bin.“ Zwischen 1995 und 2003 trug er selbst das VfL-Wappen als Spieler auf der Brust, von 2009 bis 2016 war er dann als Trainer für verschiedene Nachwuchsteams der Blau-Weißen verantwortlich. Zudem arbeitete er als Co-Trainer unter den VfL-Cheftrainern Andreas Bergmann, Karsten Neitzel und Gertjan Verbeek. „Ich habe das Glück gehabt, als Spieler hier spielen zu dürfen“, blickt Reis zurück. „Auch meine ersten Schritte im Trainerberuf habe ich hier in Bochum gemacht. Es war immer mein Traum, hier für die erste Mannschaft verantwortlich zu sein. Der Traum ist jetzt in Erfüllung gegangen – dafür habe ich zwölf Jahre lang gearbeitet.“

Kompaktheit und Verlässlichkeit

Nun gehe es darum, die Mannschaft schnellstmöglich kennenzulernen. „Das wird in Einzelgesprächen passieren, aber natürlich auch auf dem Platz“, so der neue Cheftrainer. „Es gilt natürlich, der Mannschaft ihr Selbstvertrauen zurückzugeben. Wir wollen die Tabellenregion, in der wir uns aktuell befinden, verlassen.“ Um das zu erreichen, setzt Reis auf seine Spielphilosophie: „Wir wollen mehr Agieren als Reagieren – Kompaktheit und Verlässlichkeit auf dem Platz bringen. Immer in der Lage sein, mutig nach vorne zu spielen, sich aus Situationen zu befreien und selbst Nadelstiche zu setzen.“ 

Diese Philosophie war für Sebastian Schindzielorz mit ein Grund, den 45-Jährigen zurück an die Castroper zu holen: „Er will auch die spielerische Seite bedienen, seine Mannschaften haben in den letzten Jahren immer offensiv gespielt. Wir wollen mutig sein und Dinge tun, von denen wir überzeugt sind. Wir sind von Thomas überzeugt und davon, dass er uns helfen wird.“  

Schon am kommenden Sonntag (13:30 Uhr) hat die Mannschaft die Chance, gegen Dynamo Dresden Zuhause ein Erfolgserlebnis einzufahren. „Mit Leidenschaft Fußball spielen, das wollen die Fans in Bochum sehen. Wenn wir das auf dem Platz zeigen, dann gehen die Anhänger in der Kurve mit. So habe ich es hier kennengelernt“, bringt es Reis auf den Punkt. „Meine Aufgabe ist es, die Pessimisten zu Optimisten zu machen.“ Unterstützt wird er dabei weiterhin von seinen Co-Trainer Heiko Butscher und Oliver Barth. „Wir werden so mit dem Trainerteam weitermachen, das ist der Plan. Heiko Butscher kenne ich bereits, er war hier noch Spieler, als ich Co-Trainer war. Oliver Barth kenne ich noch nicht, aber ich pflege einen offenen Austausch, wir werden uns also schnell kennenlernen.“

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