Zum Abschluss des 22. Spieltags empfängt der VfL Bochum 1848 am Montagabend (20:30 Uhr) den VfB Stuttgart im Vonovia Ruhrstadion. Wir werfen einen Blick auf den Bundesliga-Absteiger, der mit neuem Trainer nach Bochum reist und endlich mal wieder ein Auswärtsspiel gewinnen will.

HEIMAT

Stuttgart besticht nicht nur als Heimat der Automobilfirmen Daimler und Porsche. Die baden-württembergische Landeshauptstadt mit über 630.000 Einwohnern hat mehr zu bieten: Weinberge, Täler wie den Stuttgarter Talkessel oder das Neckartal. Grünanlagen wie den Rosensteinpark oder Schlossgarten – und vieles mehr. Durch die Lage im Stuttgarter Talkessel herrscht in Stuttgart ein vergleichsweise warmes Klima.

STADION

Die Mercedes-Benz Arena, ehemals das Neckarstadion, ist mit 60.449 Plätzen das größte Stadion der 2. Bundesliga. Zusammen mit dem Festgelände Cannstatter Wasen, der Porsche-Arena und dem Mercedes-Benz-Museum liegt das Stadion im Neckarpark. Im Jahr 1933 wurde es fertiggestellt, in den folgenden Jahrzehnten mehrmals umgebaut.

TRADITION

Die Anfänge des VfB Stuttgart reichen zurück bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Im Jahr 1893 gründeten in Stuttgart-Ost spielende Fußballer den Fußballverein Stuttgart. Knapp 20 Jahre später, im Jahr 1912, fusionierte dieser mit dem Cannstatter Kronen-Club und gab sich den Namen VfB Stuttgart. Der VfB Stuttgart ist mit mehr als 68.000 Mitgliedern der größte Sportverein in Baden-Württemberg und rangiert bundesweit unter den Top 10.

TITELSAMMLUNG

Der VfB Stuttgart ist ein wahrer Titelsammler. In seiner traditionsreichen Geschichte gewann der VfB fünf Meisterschaften in den Jahren 1950, 1952, 1984, 1992 und 2007. Nachdem die Stuttgarter 2007 ihre dritte Meisterschaft seit der Gründung der Bundesliga feiern konnten, dürfen sie auf dem Trikot einen Meisterstern über dem Wappen tragen. Dreimal gewannen die Schwaben zudem den DFB-Pokal. Zwei weitere Meisterschaften errangen die Schwaben in den Jahren 1977 und 2017 in der 2. Bundesliga.

TRAINER

Pellegrino Matarazzo wird nicht jedem Fan ein Begriff sein. Der 42-jährige US-Amerikaner mit italienischer Abstammung kam erst in der Winterpause für den freigestellten Coach Tim Walter zum VfB. Nun soll er den Wiederaufstieg in die Bundesliga perfekt machen. Zuvor sammelte Matarazzo reichlich Erfahrung als Co-Trainer in der Bundesliga: Bei der TSG Hoffenheim arbeitete er unter Julian Nagelsmann und Alfred Schreuder. Seine Motivation in seiner ersten Cheftrainer-Station im Profifußball beschrieb Matarazzo bei seiner Vorstellung in Stuttgart wie folgt: „Ich denke nicht daran, was schiefgehen könnte, sondern daran, was wir erreichen können.“ Stuttgarts Chefcoach will offensiven Fußball spielen lassen. Ihm gehe es um „Spielkontrolle, aber nicht um Ballbesitz“.

DUELLE

Die Bilanz nach 73 Spielen spricht zwar für die Schwaben – 17 Siege und 18 Unentschieden stehen 38 VfL-Niederlagen gegenüber. Doch die Heimbilanz der Bochumer liest sich deutlich hoffnungsvoller: 13 Siege landete der VfL daheim gegen den VfB. Hinzu kommen zwölf Remis und elf Niederlagen. Zuletzt unterlagen die Blau-Weißen im Hinspiel beim VfB knapp mit 1:2. Der letzte Sieg gegen die Stuttgarter datiert vom 16. August 2014, damals gewann der VfL in der ersten Runde des DFB-Pokals durch einen Doppelpack von Simon Terodde mit 2:0.

ZWISCHENBILANZ

VfB-Routinier Daniel Didavi brachte es nach dem jüngsten 3:0-Erfolg gegen den FC Erzgebirge Aue auf den Punkt: „Irgendwann nehmen wir hier den Gegner auseinander“, und spielte damit auf die gute Heimbilanz der Stuttgarter an. Sie sind das heimstärkste Team der Liga, gewannen neun Partien, unterlagen nur zweimal. In der Fremde ist die Punkteausbeute hingegen überschaubar. Zweimal konnten sie auswärts erst dreifach punkten, am sechsten Spieltag beim SSV Jahn Regensburg (3:2) und am achten Spieltag in Bielefeld (1:0). Auch Didavi sieht in diesem Punkt noch Verbesserungspotenzial: „Da müssen wir uns noch steigern. Wenn wir aufsteigen wollen, werden wir auswärts auch mal gewinnen müssen.“ Aktuell können die Stuttgarter auf eine Serie von sechs ungeschlagenen Spielen in Folge zurückblicken: drei Heimsiege gegen Aue (3:0), Heidenheim (3:0) und Nürnberg (3:1) sowie drei Remis in Darmstadt (1:1), Hannover (2:2) und auf St. Pauli (1:1).

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