Nach dem wichtigen Auswärtsspiel in Wiesbaden wartet nun der nächste direkte Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt auf den VfL Bochum 1848. Die Blau-Weißen sind am Samstag (13:00 Uhr) bei der SG Dynamo Dresden gefordert. Wir werfen einen Blick auf den kommenden Gegner.

HEIMAT 
Die Landeshauptstadt des Bundeslandes Sachsen ist nicht nur für den Fußball der SG bekannt. In der zwölftgrößten Stadt Deutschlands gibt es darüber hinaus auch einiges zu entdecken. Neben der Frauenkirche und dem Neumarkt sind auch die Semperoper sowie die Brühlsche Terrasse beliebte Ziele bei Touristen.

STADION 
Das Rudolf-Harbig-Stadion zählt mit seinen 32.066 überdachten Plätzen zu den 20 größten Fußballstadien Deutschlands. Besonders beeindruckend ist die Nordtribüne, auf der mehr als 9.000 Dresdner Fans ihren Stehplatz finden. Das Rudolf-Harbig-Stadion war 2010 – ebenso wie das Vonovia Ruhrstadion – Austragungsort der U20-Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen sowie der Frauen-WM 2011. 

GOLDENE ZEIT 
Achtmal feierte Dynamo Dresden die DDR-Meisterschaft, siebenmal wurden die Sachsen DDR-Pokalsieger und bestritten zwischen 1967 und 1991 98 Spiele im Europapokal. Nach der Wiedervereinigung wurde der Fußball immer mehr nach westlichem Vorbild professionalisiert. 1990 startete der Klub mit dem Ziel in seine letzte Oberliga-Saison, die Qualifikation zur Bundesliga zu erreichen. Dies gelang den Schwarz-Gelben am vorletzten Spieltag. Danach spielte Dresden vier Spielzeiten lang im Oberhaus, ehe 1995 die Lizenz entzogen wurde und der Verein in die Regionalliga, damals die dritte Liga, abstieg.

DER TRAINER 
Sieben Niederlagen aus acht Spielen waren zu viel: Die SG Dynamo Dresden zog Anfang Dezember die Reißleine und stellte Cheftrainer Cristian Fiél von seinen Aufgaben frei. Wenige Tage später präsentierten die Verantwortlichen Markus Kauczinski als neuen Coach bei den Schwarz-Gelben. „Er hat sofort seine Bereitschaft signalisiert, uns als erfahrener Trainer in dieser herausfordernden Situation zu helfen“, erklärte Dresdens Sportgeschäftsführer Ralf Minge. „Er kennt die 2. Bundesliga, steckt absolut im Thema und hat bereits mehrfach nachgewiesen, dass er auch in schwierigen Situationen etwas bewegen kann.“ Der 50-Jährige, der schon beim Karlsruher SC, dem FC Ingolstadt und dem FC St. Pauli an der Seitenlinie stand, kann bereits über 160 Zweitliga-Partien vorweisen. Seine bisherige Bilanz bei den Sachsen ist noch durchwachsen. Erst einmal konnten die Schwarz-Gelben unter seiner Leitung gewinnen. Hinzu kommen zwei Unentschieden sowie drei Niederlagen.

DIE DUELLE 
Zwölfmal musste der VfL bislang in Dresden antreten, die Bilanz aus diesen Partien ist völlig ausgeglichen: Je dreimal gewannen der VfL sowie die Dynamos, sechsmal trennten sich die Teams unentschieden – so wie auch beim letzten Gastspiel in Sachsen. Damals gaben die Bochumer nach einer furiosen Anfangsphase und Toren von Lukas Hinterseer und Miloš Pantovic eine 2:0-Führung aus der Hand. Der letzte VfL-Sieg in Dresden datiert vom Dezember 2012. Mirkan Aydin, Christoph Dabrowski und Christoph Kramer sorgten damals für einen 3:0-Erfolg. 

HINSPIEL 
Es war die Premiere von Thomas Reis als Cheftrainer des VfL: Am sechsten Spieltag empfingen die Bochumer die Sachsen anne Castroper und boten den Zuschauern ein wildes Spiel: In Durchgang eins dominierte der VfL, doch nach dem Wiederanpfiff gingen die Gäste mit ihrer ersten Gelegenheit in Führung. Nach einer guten Stunde erhöhten die Schwarz-Gelben diese sogar auf 2:0. Doch der VfL blies zur Aufholjagd. Danny Blum (78.) und Anthony Losilla (85.) belohnte die unermüdlichen Bemühungen der Bochumer und rettet einen Punkt, die Krönung blieb jedoch trotz weiterer Möglichkeiten aus. 

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