Die Pause ist rum. Während der VfL im Rahmen der Länderspielperiode ein paar Tage durchschnaufen konnte, musste sich unser nächster Gast für eine längere Zeit gedulden. Aufgrund mehrerer positiver Coronafälle wurden die letzten beiden Spieltage von Holstein Kiel verlegt. Nun können die Störche erstmals wieder ins Spielgeschehen eingreifen. Unser BLICK AUF #BOCKSV:

DER TRAINER
Trotz seiner erst 32 Jahre, womit er der jüngste Coach im deutschen Profifußball ist, wirkt der Kieler Linienchef Ole Werner bereits wie ein alter Hase. Das könnte daran liegen, dass er das in Sachen Kiel auch ist. Schon in der Jugend kickte er für die Störche, musste seine Karriere aber mit Anfang 20 ad acta legen. Schon früh konnte er so bei den Junioren Erfahrungen als Trainer sammeln. Über die zweite Mannschaft arbeitete er sich zu den Profis, wo er zunächst als Interimstrainer souverän den Klassenerhalt meisterte und nun nach Höherem strebt. In seiner ersten vollen Saison spielt er wohl bis zum Ende um den Aufstieg mit und steht nebenbei im Halbfinale des DFB-Pokals.

DUELLE
Die wenigen Pflichtspiele Spiele, die der VfL Bochum 1848 bis dato gegen Holstein Kiel absolviert hat, liefen noch nicht nach dem Gusto der Blau-Weißen. Sieben Ligaspiele waren es, seit die Norddeutschen 2017 nach langer Abstinenz wieder in die 2. Bundesliga aufstiegen. Lediglich einmal konnten die Jungs von der Castroper Straße die drei Punkte einsacken. Das war im Rückspiel der Vorsaison, als Jordi Osei-Tutu und Silvère Ganvoula einen 2:1-Erfolg im Vonovia Ruhrstadion besorgten. Vier Partien konnten derweil die Störche für sich entscheiden, so wie im Hinspiel, als der VfL trotz langer Überlegenheit ein 1:3 einstecken musste. Hinzukommen zwei Punkteteilungen sowie eine Partie im DFB-Pokal, die 2002 die Bochumer siegreich gestalteten. Bei den damaligen Torschützen wird einem VfL-Fan dabei ganz warm ums Herz: Dariusz Wosz und Slawo Freier schossen die Mannen von Peter Neururer in die zweite Runde.

ZWISCHENBILANZ
Festgebissen haben sich die Kieler im oberen Drittel und nehmen nach 2018, als sie in der Relegation am VfL Wolfsburg scheiterten, einen neuen Anlauf in Richtung Beletage. Mitten in die heiße Phase wurden die Störche jedoch jäh gestoppt und mussten nach positiven Corona-Tests Mitte März für zehn Tage in Quarantäne. Die Spiele in Heidenheim und gegen Hannover fielen der Isolation zum Opfer, was Coach Werner und Co. nun zwei zusätzliche Englische Wochen gegen starke Gegner eingebrockt hat. Zuvor waren die Norddeutschen mit fünf Siegen, zwei Remis und nur einer Niederlage aus den vergangenen acht Ligaspielen in starker Form – die nun von Zoller, Zulj und Konsorten auf die Probe gestellt wird. Bei fünf Punkten und zwei Spielen Rückstand auf den Spitzenreiter VfL ist theoretisch sogar die Tabellenführung möglich. Dafür darf Kiel aber nicht in Bochum verlieren.

 

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