Endlich geht es wieder los, die Bundesliga ist zurück! Nach wochenlanger WM- und Winterpause geht es für den VfL Bochum 1848 am Samstag (21.01., 15:30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Hertha BSC direkt um drei ganz wichtige Zähler. Ein guter Start in die Rest-Saison, das wär´s! Was uns anne Castroper gegen den Hauptstadt-Klub erwartet? Unser BLICK AUF gibt Antworten.

DAS TEAM
Im Hinblick auf die anstehende Partie gibt es bei der Hertha nicht allzu viele Ausfälle – dafür aber zwei sehr schmerzhafte: Der Toptorschütze und Topscorer Dodi Lukebakio ist aufgrund seiner fünften Gelben Karte gesperrt, auch Offensivmann Chidera Ejuke muss wegen einer Bänderverletzung aussetzen. Dieser hatte gemeinsam mit Kapitän Marvin Plattenhardt das Trainingslager in den USA verpasst, Letzterer wiederrum musste wegen einer fehlenden Corona-Impfung zuhause bleiben. Der Rest der Mannschaft absolvierte ein elftägiges Trainingslager in Florida. Insgesamt zog Berlins Trainer Sandro Schwarz eine positive Bilanz aus der Reise in die Staaten. Während der Fokus zu Beginn eher auf der Offensive lag, wurde im zweiten Teil des Trainingslagers die Abwehrarbeit in den Vordergrund gerückt. Insbesondere die Effizienz im Angriff war ein großes Thema in der bisherigen Bundesliga-Hinrunde, sodass an dieser während des Trainingslagers besonders geschraubt wurde. So gelangen den Herthanern auch drei Siege aus vier Testspielen. Nur gegen Millonarios FC, 15-facher kolumbianischer Meister, mussten sich die Berliner mit einem 2:2-Remis begnügen. Insbesondere die physischen Eindrücke aus Florida stellten Schwarz zufrieden, berichtete der Coach nach der Rückkehr in die Hauptstadt. Mit Tjark Ernst war übrigens auch ein ehemaliger VfLer Bestandteil der Reisegruppe, der Nachwuchstorhüter wird aller Voraussicht nach auch am Samstag im Vonovia Ruhrstadion zum Hertha-Kader gehören. Apropos Hertha-Kader: Da gab es in diesem Winter ein wenig Bewegung. Der langjährige Berliner Vladimir Darida hat die Bundeshauptstadt im Winter in Richtung Griechenland verlassen. Auch Stürmer Davie Selke ist nicht mehr da, ihn zog es nach Köln. Dafür ist Florian Niederlechner neu bei der Hertha. Der bundesligaerfahrene Angreifer war zunächst als Sommerneuzugang eingeplant, kommt nun aber bereits im Winter aus Augsburg.
 
DER TRAINER
Trainer Sandro Schwarz ist seit Sommer 2022 im Amt. Seine Karriere als Übungsleiter begann der 44-Jährige beim SV Wehen-Wiesbaden, wo er als aktiver Spieler auch final die Fußballschuhe an den Nagel gehangen hatte. Über die Station beim 1. FC Eschborn zog es Schwarz dann zurück in seine Geburtsstadt Mainz, wo er ebenfalls zuvor aktiv gekickt hatte. Erst U19, dann Zweite Mannschaft, ab Sommer 2017 die Profis: Beim FSV startete Schwarz so richtig durch. Nach knapp zweieinhalb Jahren war das Kapitel Mainz 05 für den Trainer im Winter 2019 beendet, ein Jahr später heuerte er in Russland bei Dynamo Moskau an. Als im Frühjahr 2022 der russische Krieg gegen die Ukraine ausbrach, musste Schwarz Kritik einstecken, weil er sein Engagement in Moskau nicht unmittelbar beenden wollte. Erst Ende Mai verließ der Trainer die russische Hauptstadt, seit 1. Juli leitet er nun die Geschicke bei der Hertha. In 16 Pflichtspielen mit der „Alten Dame“ gelangen dem 44-Jährigen aber bisher drei Siege, im DFB-Pokal war in Runde eins gegen Zweitligist Eintracht Braunschweig Schluss.
 
DAS DUELL
Die bisherigen Spiele in der Bundesliga zeigen, dass der VfL in der Gesamtbilanz gegenüber der Hertha ein wenig die Nase vorn hat: Von 44 Partien konnten die Bochumer 17 für sich entscheiden, elf Mal wurden die Punkte geteilt und 16 Mal konnte Hertha als Sieger vom Platz gehen. Der letzte VfL-Erfolg liegt schon etwas länger zurück: Im Jahr 2009 traf Innenverteidiger Anthar Yahia nach einem Freistoß und besiegelte den 1:0-Sieg für die Jungs vonne Castroper. Das nächste Duell verspricht Spannung: Die Hertha steht auf dem 15. Tabellenplatz, hat allerdings nur einen Punkt Vorsprung auf das Team von Chefcoach Thomas Letsch. Ein Sieg gegen die Berliner wäre der perfekte Start in die Rest-Saison!

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