Letztes Heimspiel der Saison. Wir haben die SpVgg Greuther Fürth zu Gast. Das Kleeblatt spielt unter Coach Stefan Leitl eine stabile Runde. Davon mussten wir uns im Hinspiel selbst überzeugen lassen. Unser BLICK AUF präsentiert die wichtigsten Fakten zu Gegner und bisheriger Bilanz.

Heimat
Fürth ist bekannt für sein grünes Kleeblatt im Wappen, welches auch die SpVgg Greuther Fürth in sein Vereinsemblem aufgenommen hat. Sehenswert in der Stadt sind das neobarocke Stadttheater, das Rathaus mit seinem hohen Turm und das Schloss Burgfarnbach mit seiner englischen Parkanlage. Fürth bietet grüne Oasen und idyllische Stadtwinkel mit über 2.000 Baudenkmälern.

Stadion
Die SpVgg Greuther Fürth trägt ihre Spiele im Sportpark Ronhof Thomas Sommer aus. Das Stadion befindet sich im Fürther Stadtteil Ronhof, in der Nähe der A73 und wurde bereits mehrmals umbenannt. Zwischen 1997 und 2010 hieß es nach dem Kinderspielzeug Playmobil Stadion, bis 2014 Trolli Arena und zwischen 2014 und 2016 Stadion am Laubenweg. Seit 2016 ist der Immobilienhändler Thomas Sommer Namensgeber. Die Anlage wurde im Jahr 1910 eröffnet, das Kleeblatt geört damit zu denjenigen deutschen Fußballvereinen, die mit am längsten auf ihrem heutigen Platz spielen. Es hat eine Kapazität von 16.626 Plätzen.

Tradition
Die Spielvereinigung Greuther Fürth ist bekannt für ihre erfolgreichen Jahre zwischen 1914 und 1929, als sie dreimal Deutscher Meister werden konnte. Ihren ersten Meistertitel feierten die Fürther kurios: Das Siegtor zum 3:2 erzielte Karl Franz im Finale gegen den VfB Leipzig in der 153. Spielminute. Das Spiel wurde nach 120 Minuten solange um weitere zehn Minuten verlängert, bis ein Sieger feststand. Im Jahr 1996 trat der TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg Fürth bei, wodurch der Zusatz Greuther in den Vereinsnamen aufgenommen wurde.

Titelsammlung
Mit drei Deutschen Meisterschaften 1914, 1926 und 1929 belegt Fürth Platz zehn in der Rangliste der Meister. Zusätzlich gewannen die Kleeblätter 2013 die Meisterschaft in der Zweiten Bundesliga und stiegen damit erstmals in die Bundesliga auf. Mit über 30 Jahren Zugehörigkeit und 1602 geholten Punkten führt die SpVgg derweil die Ewige Tabelle der Zweiten Bundesliga mit über 100 Punkten Vorsprung an.

Der Trainer
Seit Februar 2019 ist Stefan Leitl bei Fürth im Amt, seine ersten Schritte an der Seitenlinie im Profibereich ging er zuvor beim FC Ingolstadt, für den er zuvor auch lange als Spieler aktiv war. Nach dem Bundesliga-Abstieg der Ingolstädter 2017 lief es auch im Unterhaus zunächst nicht, nach drei Niederlagen zum Start übernahm Leitl von Maik Walpurgis. Nach einer Auftaktniederlage in Bochum startete der FCI unter Leitl eine gewaltige Aufholjagd, die auf Rang vier mündete. Gegen Ende der Saison ging jedoch die Luft aus, am Ende stand Rang neun zu Buche. Nach schwachem Start im Folgejahr wurde Leitl entlassen und kam wenige Monate später nach Fürth – nachdem dort nach einer Niederlage gegen Ingolstadt im Zuge eines Negativlaufs Damir Buric von seinen Aufgaben entbunden wurde. Er stabilisierte das Team mit der Zeit und lief auf Rang 13 ein, in dieser Saison besteht eine gute Chance auf einen einstelligen Tabellenplatz.

Duelle
Die Bilanz zwischen dem VfL und der SpVgg ist ausgeglichen. Auf jeder Seite stehen je sieben Siege. Dazu trennten sich beide Teams elfmal Unentschieden. Das Torverhältnis spricht nur knapp pro Fürth mit 37:38 aus Bochumer Sicht. Ausgeglichen endeten auch die jeweils letzten Duelle. Zwar verlor der VfL das Hinspiel gegen die Fürther auswärts mit 1:3, doch davor gewannen die Blau-Weißen das Heimspiel der Vorsaison durch drei Treffer von Lukas Hinterseer mit 3:2. Die drei Duelle davor endeten jeweils Remis.

Zwischenbilanz
Wie der VfL hat die Spielvereinigung den Klassenerhalt bereits vorzeitig in der Tasche und liegt mit 43 Zählern auf Rang acht. Nach dem 24. Spieltag, also kurz vor der Corona-Unterbrechung, war die Mannschaft von Stefan Leitl als Fünfter gar noch in Schlagdistanz zur Aufstiegsrelegation (sechs Punkte Rückstand auf Rang drei), seither gelang in acht Partien bei fünf Remis jedoch nur ein weiterer Sieg. Zum Endspurt scheinen die Franken aber nochmal in Schwung zu kommen. Nach einem Remis gegen Dresden folgten zuletzt starke Darbietungen und gegentorfreie Spiele in Nürnberg (1:0) sowie gegen Heidenheim (0:0). Das Spiel anne Castroper wird allerdings das fünfte in 16 Tagen, da könnte auch die Kraft eine Rolle spielen.

 

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