Aktuell gibt es gleich zwei Ausstellungen im Bochumer Stadtgebiet, die sich einem äußerst wichtigen Thema annehmen: der NS-Vergangenheit. Sowohl das Bochumer Fanprojekt als auch die Stadt Bochum richten derzeit Ausstellungen zu diesem Thema aus.

Umsonst und draußen ist die Ausstellung mit dem Titel „Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“. Diese ist auf der Huestraße 24 / Ecke Dr.-Ruer-Platz in Bochum zu finden. Ausrichter ist die Stadt Bochum in Zusammenarbeit mit dem Zentrum deutsche Sportgeschichte e.V. und der Universitäten Potsdam und Hannover. Gefördert wird die Wanderausstellung, die noch bis zum 9. November in Bochum ist, durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und die DFB-Kulturstiftung.  

Die Ausstellung würdigt mit Hilfe großformatiger skulpturaler Präsentationen den großen Anteil jüdischer Athletinnen und Athleten an der Entwicklung des modernen Sports in Deutschland. Vorgestellt werden unter anderem die Biografien des Fußballpioniers Walther Bensemann, der zehnfachen Deutschen Leichtathletikmeisterin Lilli Henoch und des Fußballnationalspieler Julius Hirsch.

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Vortrag von Dr. Henry Wahlig im Stadtarchiv

Einen Vortrag zu diesem Thema gibt es am Mittwoch, 28. Oktober 2020 um 19:00 Uhr im Bochumer Stadtarchiv von Dr. Henry Wahlig. Der Historiker publizierte 2006 einen ersten Aufsatz über Hakoah Bochum und promovierte 2011 mit einer Arbeit über die jüdische Sportbewegung in NS-Deutschland. Seit 2015 Leiter des Kultur- und Veranstaltungsprogrammes im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund.

Es wird gebeten, sich bis spätestens zwei Tage vorher verbindlich unter stadtarchiv@bochum.de oder per Telefon unter 0234/910-9510 anzumelden.

Fanprojekt Bochum lädt ein 

„Unsere Heimat, unsere Liebe“ heißt die Ausstellung des Fanprojekts Bochum, die sich der NS-Vergangenheit der Stadt Bochum, der Gründung des VfL Bochum 1848 sowie der Geschichte des letzten Fußballmeisters im jüdischen Verbund widmet. Noch bis zum 31. Januar 2021 wird die Ausstellung im Stadtarchiv Bochum präsentiert.

Über 20 VfL-Fans wirkten bei der inhaltlichen und grafischen Gestaltung der Ausstellung mit, die aus 20 Ausstellungstafeln, drei doppelseitig bedruckten Messewänden, Wahlplakat-Exponaten sowie zwei Videobeiträgen besteht.
Weitere Informationen gibt es hier.

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