03.09.2026 — Profis

BLICK AUF: Dynamo Dresden

Endlich wieder auswärts. Diese Aussage hat natürlich nur statistische Gründe. Denn in der Ferne konnte der VfL in dieser Spielzeit bislang alles gewinnen. Das soll auch in Dresden gelingen, wo es am Samstagabend zum Duell mit Dynamo kommt. Unser BLICK AUF #SGDBOC:

Unser BLICK AUF Dynamo Dresden

DAS TEAM

So schnell geht’s im Fußball. Binnen Minuten kann sich der Wind drehen. In Heidenheim führte Dynamo zur Pause mit 1:0. Es wären die Zähler vier, fünf und sechs gewesen. Sechs Punkte nach drei Partien, dazu das souveräne Weiterkommen im Pokal. Liest sich nach einem starken Start in die Spielzeit. Doch am Ende kam Dresden beim Bundesliga-Absteiger noch mit 3:5 unter die Räder. Resultat einer wilden zweiten Halbzeit. In Minute 67 glich der FCH zunächst aus, zwei Zeigerumdrehungen später flog Dresdens Keller mit Gelb-Rot vom Feld. Weitere vier Minuten später jedoch die erneute Führung der Sachsen. Doch in Unterzahl ließen die Kräfte nach. Heidenheim drehte die Begegnung durch vier Tore in der Schlussviertelstunde. Sterners 3:5 tief in der Nachspielzeit war nur noch Ergebniskosmetik. So steht Dynamo nun nicht bei sechs, sondern eben nur bei drei Zählern, liegt aufgrund des Torverhältnisses aktuell hinter uns und knapp über dem Strich. Zum Auftakt verloren die Sachsen mit 0:3 beim starken Club aus Nürnberg, es folgte der befreiende 1:0-Heimsieg gegen Darmstadt sowie das völlig ungefährdete 6:0 im Pokal bei Regionalligist Westfalia Rhynern. Die nächsten Ergebnisse werden zeigen, in welche Richtung es weiter geht. Für die Einschlagung des richtigen Weges sollen auch zwei Last-minute-Transfers sorgen. Stürmer Kennedy Okpala kam am Deadline-Day leihweise aus Paderborn, ebenfalls per Leihe stieß Mittelfeldspieler Patrice Covic aus Bremen hinzu. Es waren die Neuzugänge 13 und 14. Wobei angeführt werden muss, dass Akteure wie Ben Bobzien oder Jonas Sterner bereits in der Vorsaison für Dresden aufliefen und nun wieder da sind.

DER TRAINER

Über zwei Jahre lang ist Thomas Stamm nun schon für Dynamo Dresden im Einsatz. Und damit der dienstälteste Coach seit Uwe Neuhaus (April 2015 bis August 2018). Der Dresdner Aufstiegstrainer hat auch die komplizierte Vorsaison in Liga zwo gemeistert. Ruhe bewahrt, typisch Schweizer, und die Sachsen mit einer ganz starken zweiten Serie aus der Abstiegsregion geführt. Acht Siege nach dem Jahreswechsel, gleichbedeutend mit Platz vier in der Rückrundentabelle. Für Stamm, geboren in Zürich, ist Dresden die erste Profistation im deutschen Fußball. Zuvor machte er sich jedoch bereits in Freiburg einen Namen, coachte die hiesige U19 sowie überaus erfolgreich die Zweitvertretung der Breisgauer. Den Großteil der eigenen Spielerkarriere verbrachte Stamm in der Challenge League, der zweithöchsten Spielklasse in der Schweiz. 181 Einsätze für den FC Winterthur und den FC Schaffhausen, überwiegend im defensiven Mittelfeld.

DAS DUELL

Nichts zu holen für uns in der Vorsaison. Im Ruhrstadion siegte Dresden mit 2:1, bei Dynamo mussten wir uns mit 0:2 geschlagen geben. Das hatte auch Auswirkungen auf die Gesamtbilanz in der 2. Bundesliga. Die ist nun nämlich vollkommen ausgeglichen. 6 Siege pro Team, plus 6 Remis. Bei einem Torverhältnis von 24:24. In Dresden gewannen wir letztmals 2020, als Vitaliy Janelt in letzter Sekunde per Kopf zum 2:1-Auswärtserfolg traf.

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