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Hallo
Rob. Du bist Trainer vom FC Gütersloh 2000 und trittst am Sonntag
gegen unsere Amateure an. Wie sieht es denn bei Euch in Gütersloh
gerade aus?
Wir sind schlecht gestartet, haben aus den ersten sechs Spielen
nur zwei Punkte geholt, dann aber aus den folgenden acht ganze
16 Punkte eingefahren und sind derzeit Neunter in der Tabelle.
Den Rückstand nach oben haben wir also den ersten Spielen zu verdanken.
Meine Mannschaft hat eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen
Spielern, die eine ausgezeichnete Vorbereitung hingelegt haben.
Aber vielleicht lag gerade da der Schlüssel zum schlechten Beginn,
denn als Oberliga- Fußball gefragt war, da standen wir hinten
zu offen und haben Spiele verloren, die wir mit ein wenig mehr
Defensive sicher gewonnen hätten.
Da sind wir schon beim Thema, denn gewinnen müssen wir heute
gegen den 1. FC Nürnberg auf jeden Fall.
Beim letzten Sieg gegen Gladbach war ich mit Ata Lameck, Peter
Közle, Dieter Bast und Thomas Kempe im Ruhrstadion. Das 1.000
Bundesliga-Spiel war schon ein besonderes Erlebnis für mich als
alten Bochumer. Neun Jahre habe ich für den VfL gespielt, und
es war uns vor jeder Saison klar, dass es gegen den Abstieg gehen
wird. Es war immer ein hartes Stück Arbeit, aber wir sind mit
der richtigen Einstellung in die Spiele gegangen. Das war unserer
Vorteil, denn wären wir mit hohen Erwartungen in die Spielzeit
gegangen und hätten einen schlechten Start hingelegt oder wären
aus dem UEFA- Cup ausgeschieden, dann zieht sich so etwas schnell
wie ein roter Faden durch die ganze Saison. Es ist ganz schwierig,
dann den Hebel umzulegen und unten herauszukommen. Aber die derzeitige
Mannschaft hat Substanz, und selbst wenn wir bis zum Ende unten
drin stecken, werden wir die Klasse halten.
Du
bist jetzt seit langem beim FC Gütersloh, erst fünf Jahre als
Spieler und nun als Trainer. Hast Du noch Kontakt zu Deinen alten
Mitspielern?
Klar. Ich spiele, wann immer es geht, in der rewirpower-Traditionsmannschaft.
Fast jedes Wochenende treffen wir uns, spielen ernsthaft Fußball,
also um zu gewinnen, und sitzen danach gemütlich zusammen. Es
macht Spaß, mit den alten Haudegen zusammen zu sein. Schon als
junger Spieler habe ich viel von den Alten profitiert. Das waren
fast alles Jungs aus der Region, die alles für ihren Verein getan
haben. Ich glaube, am Ende war ich auch ein Bochumer Junge.
Dieses Interview erschien am 27.11.2004 im Stadionmagazin "Mein
VfL"
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