Die Zahlen des Aufstiegs, Teil 1

34 Spiele, 3.060 Minuten und 6.821 Auswärtskilometer liegen hinter dem VfL Bochum. Zeit, auch hier einen Strich zu ziehen und die Saison 2005/06 aus statistischer Sicht gebührend aufzuarbeiten.
Wir blicken in einer zweiteiligen Serie heute zunächst auf die "Zahlen des Aufstiegs". Sieben Zahlen, sieben Rekorde, frei nach Bochumer Art:

1,9
Fast zwei Punkte holte der VfL diese Saison im Durchschnitt. Damit ist Marcel Koller der momentan erfolgreichste Coach der Vereinsgeschichte - weit vor Hermann Eppenhoff, der es in den Siebzigern auf 1,4 Punkte brachte. Nur zu schön, wenn er diese Marke auch in der kommenden Erstligasaison halten könnte.

Fünf Wiederaufstiege bedeuten Rekord im deutschen Fußball. In seiner gesamten Vereinsgeschichte ist dem VfL nach einem Abstieg immer wieder die direkte Rückkehr in die 1. Bundesliga gelungen. Das Stehaufmännchen der Republik kommt aus Bochum!
5

9
Neun Auswärtssiege in 17 Spielen - also über 50% Siegquote auf fremdem Platz - sind nicht nur in dieser Saison (sondern seit vier Jahren, um genau zu sein) eine Rekordmarke in der 2. Liga. Dies beweist: Der VfL hat seinen Meistertitel dieses Jahr auch entscheidend auf des Gegners Platz geholt.

So häufig spielte der VfL in dieser Saison zu Null. Einen solchen Fabelwert hat es in über vierzig Jahren überhaupt noch nie in einer 18er-Liga im deutschen Fußball gegeben. "Die Null muss stehen", diese alte Schalker Fußballerweisheit muss nach dieser Saison nach Bochum übertragen werden.
21

26
Diese Zahl markiert eine weitere Rekordmarke unserer Defensive, denn so wenig Gegentore hat der VfL überhaupt noch nie kassiert. Der bisherige Spitzenwert lag 1995/96 bei 30 Gegentoren. Die VfL-Abwehr anno 2006, so stark wie noch nie!

27 seiner 55 Tore (also fast genau die Hälfte) erzielte unser Team in der letzten halben Stunde. Kein anderes Team in der 2. Liga bewies ein solches Stehvermögen. Der Aufstieg des VfL, auch ein Ergebnis der guten Konditionsarbeit unseres Trainergespanns.
27

und dann waren da noch...

18.322

Zuschauer, die den VfL ganz besonders stolz machen. Denn nie zuvor pilgerten so viele Fans im Durchschnitt in einer Zweitligasaison ins Ruhrstadion. Ein siebter und letzter Rekordwert, auf dem sich für die kommende Bundesligasaison besonders gut aufbauen lässt!