11.12.2004 - 17:30 / SAISON
17. Spieltag: VfL Bochum - Hamburger SV
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17. Spieltag: Samstag, 11.12.2004, 15.30 Uhr, Ruhrstadion Bochum
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Mit bitterer 1:2-Niederlage in die Winterpause

Mit einer unglücklichen und bitteren 1:2-Niederlage gegen den Hamburger SV verabschiedet sich unser Team in die Winterpause. Sergej Barbarez und Collin Benjamin brachten den HSV in der ersten Hälfte in Führung, der Anschlusstreffer von Tommy Bechmann in der Schlussphase fiel zu spät, um das Spiel noch zu wenden. Somit überwintert unser Team auf einem Abstiegsplatz.

von Tobias Teckentrup

Im letzten Spiel vor der Winterpause empfing unser VfL im Ruhrstadion zwei Wochen vor Weihnachten den Hamburger SV. Damit es auch "frohe Weihnachten" für den VfL werden konnte, sollte nach der 2:5-Niederlage in Stuttgart der zweite Heimsieg der Saison gegen die Hanseaten gefeiert werden. Der HSV unter Trainer Thomas Doll verlor am letzten Spieltag mit 0:2 gegen Hannover 96, womit der Aufwärtstrend der Rothosen zunächst gestoppt wurde.

Personalien

VfL-Coach Peter Neururer veränderte seine Startelf gegenüber dem letzten Spiel in Stuttgart gleich auf vier Positionen. Im Tor stand wieder Stammkeeper Rein van Duijnhoven, der seine Achillessehnenprobleme überwunden hat, auf der Bank nahm allerdings Amateurkeeper Polat Keser für den verletzten Christian Vander Platz. Zvejzdan Misimovic, Filip Trojan und Edu mussten auch zunächst draußen bleiben, dafür standen Kapitän Dariusz Wosz, Thomas Zdebel und der wiedergenesene Vratislav Lokvenc von Beginn an auf dem Rasen.

Auch beim HSV gab es gegenüber der letzten Begegnung drei Änderungen. Björn Schlicke und Raphael Wicky waren auf Grund ihrer fünften gelben Karte gesperrt und Stürmer Emile Mepenza fiel mit einer Bänderdehnung im Sprunggelenk aus. Für Schlicke rückte der Niederländer Khalid Boulahrouz in die Viererkette, Miso Brecko übernahm den Platz von Wicky im Mittelfeld und der Bosnier Sergej Barbarez spielte im Sturm für Mpenza.

Spielverlauf erste Halbzeit

Vor dem Anstoß bedankte sich unsere Mannschaft mit einem Spruchband "Wir schaffen es gemeinsam!" für die Unterstützung bei den Fans und machte sich und den Anhänger Mut im Abstiegskampf. Der VfL spielte von Beginn an offensiv und setzte die Abwehr der Gäste unter Druck. Die beste Chance in der Anfangsphase hatte der Kameruner Raymond Kalla, nachdem sein Kopfball nach einer Ecke von Daniel van Buyten geklärt werden konnte. Der HSV hatte zunächst keine nennenswerten Chancen, doch besonders der Portugiese Almama Moreira da Silva wirbelte im Mittefeld.

Zwei Schocksekunden gab es, als Phlipp Bönig und Dariusz Wosz verletzt liegenblieben, doch beide konnten nach einer kurzen Behandlung weiterspielen - beide Situationen pfiff der Schiedsrichter Kircher jedoch nicht ab. Die erste richtig gute Chance verzeichnete unser VfL nach etwas mehr als zwanzig Minuten, als Tommy Bechman auf seinen dänischen Landsmann Peter Madsen querspielte, doch HSV-Keeper Martin Pieckenhangen den Ball noch abfangen konnte. Doch dann folgten bittere Minuten für den VfL: Nach einem Freistoß aus 40 Metern von Stefan Beinlich sprang der Bosnier Sergej Barbarez am höchsten und köpfte den Ball zur glücklichen 1:0-Führung für die Hanseaten ins Tor.

Keine zehn Minuten später wieder ein Freistoß für den HSV durch Stefan Beinlich, den unser Keeper zunächst abwehren konnte. Doch wieder kam Barbarez am linken Pfosten in Ballbesitz und legte auf Collin Benjamin quer, der völlig unbedrängt den Ball zum 2:0 über die Linie schieben konnte. Nun musste unser Team aufpassen hier nicht unterzugehen und musste möglichst schnell den Anschluss erzielen, um noch eine Chance zu haben. Ein gutes Spiel bekamen die gut 26.000 Zuschauer im Ruhrstadion in der ersten Halbzeit nicht zu sehen, denn Schiedsrichter Knut Kircher pfiff sehr kleinlich und ließ keinen Spielfluss zu. Mit einem 0:2-Rückstand ging unser Team in die Pause und musste sich in der Kabine ernste Worte von Trainer Peter Neururer anhören.

Spielverlauf zweite Halbzeit

Unser Coach reagierte in der Pause und brachte den Brasilianer Edu, der in Stuttgart sein erstes Tor für den VfL erzielte, für den gelb-rot-gefährdeten Marcel Maltritz ins Spiel. Taktisch rückte Edu auf die linke Angreiferposition von Peter Madsen, der sich ins Mittelfeld zurückfallen ließ. Dadurch sollte die Offensiv verstärkt werden und der Druck auf den HSV erhöht werden. Die erste gute Möglichkeit nach dem Seitenwechsel hatte Thomas Zdebel, doch er zirkelte den Ball von halblinks knapp am HSV-Tor vorbei. Jetzt musste unser VfL den Druck auf die Defensive der Hanseaten aufrechterhalten und den Anschlusstreffer erzielen.

Das Spiel lief nun zwar fast nur noch in Richtung von Martin Pieckenhagen, doch war unsere Mannschaft zu selten torgefährlich. Die beste Chance hatte Tommy Bechmann in der 67. Minute, als der Hamburger Torhüter seinen Schuss nach Vorlage von Peter Madsen noch zur Ecke lenken konnte. Aber auch die Hanseaten waren bei ihren Kontern immer wieder gefährlich. Leider sah es hier eine Viertelstunde vor dem Abpiff nicht mehr danach aus, als könnte der VfL noch einmal zurückkommen.

Als dann auch Peter Madsens Schuss aus 18 Metern noch an den Pfosten ging, kam noch das Pech dazu. Der VfL musste sogar noch froh sein, nicht noch das 0:3 zu kassieren, als Rein van Duijnhoven gegen Naohiro Takahara parierte. Doch dann kam in der 83. Minute wieder Hoffnung auf: Tommy Bechmann erzielte mit einem schönen Distanzschuss den lange fälligen Anschlusstreffer. Jetzt setzte unser Team noch einmal alles auf eine Karte und wollte irgendwie den Ausgleich erzielen. Doch es reichte am Ende nicht mehr und unser Team musste sich mit 1:2 dem HSV geschlagen geben.

Fazit

Nach der 1:2-Niederlage im letzten Spiel der Hinrunde übewintert unser Team auf einem Abstiegsplatz und steckt nun immer tiefer im Tabellenkeller drin. Auch wenn unsere Mannschaft in der zweiten Hälfte gekämpft hat, so fehlten gute Torchancen. Der Anschlusstreffer von Bechmann fiel zu spät und so musste sich unser Team zwar unglücklich, aber auf Grund der clevereren Spielweise der Hamburger auch leider verdient geschlagen geben. Trainer Peter Neururer muss die Winterpause nun nutzten, um das Team wieder aufzubauen und aus dem Tabellenkeller zu führen.

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