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von Tobias Teckentrup
Im letzten Spiel vor der Winterpause empfing unser VfL im Ruhrstadion
zwei Wochen vor Weihnachten den Hamburger SV. Damit es auch "frohe
Weihnachten" für den VfL werden konnte, sollte nach
der 2:5-Niederlage in Stuttgart der zweite Heimsieg der Saison
gegen die Hanseaten gefeiert werden. Der HSV unter Trainer Thomas
Doll verlor am letzten Spieltag mit 0:2 gegen Hannover 96, womit
der Aufwärtstrend der Rothosen zunächst gestoppt wurde.
Personalien
VfL-Coach
Peter Neururer veränderte seine Startelf gegenüber dem
letzten Spiel in Stuttgart gleich auf vier Positionen. Im Tor
stand wieder Stammkeeper Rein van Duijnhoven, der seine Achillessehnenprobleme
überwunden hat, auf der Bank nahm allerdings Amateurkeeper
Polat Keser für den verletzten Christian Vander Platz. Zvejzdan
Misimovic, Filip Trojan und Edu mussten auch zunächst draußen
bleiben, dafür standen Kapitän Dariusz Wosz, Thomas
Zdebel und der wiedergenesene Vratislav Lokvenc von Beginn an
auf dem Rasen.
Auch beim HSV gab es gegenüber der letzten Begegnung drei
Änderungen. Björn Schlicke und Raphael Wicky waren auf
Grund ihrer fünften gelben Karte gesperrt und Stürmer
Emile Mepenza fiel mit einer Bänderdehnung im Sprunggelenk
aus. Für Schlicke rückte der Niederländer Khalid
Boulahrouz in die Viererkette, Miso Brecko übernahm den Platz
von Wicky im Mittelfeld und der Bosnier Sergej Barbarez spielte
im Sturm für Mpenza.
Spielverlauf erste Halbzeit
Vor dem Anstoß bedankte sich unsere Mannschaft mit einem
Spruchband "Wir schaffen es gemeinsam!" für die
Unterstützung bei den Fans und machte sich und den Anhänger
Mut im Abstiegskampf. Der VfL spielte von Beginn an offensiv und
setzte die Abwehr der Gäste unter Druck. Die beste Chance
in der Anfangsphase hatte der Kameruner Raymond Kalla, nachdem
sein Kopfball nach einer Ecke von Daniel van Buyten geklärt
werden konnte. Der HSV hatte zunächst keine nennenswerten
Chancen, doch besonders der Portugiese Almama Moreira da Silva
wirbelte im Mittefeld.
Zwei
Schocksekunden gab es, als Phlipp Bönig und Dariusz Wosz
verletzt liegenblieben, doch beide konnten nach einer kurzen Behandlung
weiterspielen - beide Situationen pfiff der Schiedsrichter Kircher
jedoch nicht ab. Die erste richtig gute Chance verzeichnete unser
VfL nach etwas mehr als zwanzig Minuten, als Tommy Bechman auf
seinen dänischen Landsmann Peter Madsen querspielte, doch
HSV-Keeper Martin Pieckenhangen den Ball noch abfangen konnte.
Doch dann folgten bittere Minuten für den VfL: Nach einem
Freistoß aus 40 Metern von Stefan Beinlich sprang der Bosnier
Sergej Barbarez am höchsten und köpfte den Ball zur
glücklichen 1:0-Führung für die Hanseaten ins Tor.
Keine zehn Minuten später wieder ein Freistoß für
den HSV durch Stefan Beinlich, den unser Keeper zunächst
abwehren konnte. Doch wieder kam Barbarez am linken Pfosten in
Ballbesitz und legte auf Collin Benjamin quer, der völlig
unbedrängt den Ball zum 2:0 über die Linie schieben
konnte. Nun musste unser Team aufpassen hier nicht unterzugehen
und musste möglichst schnell den Anschluss erzielen, um noch
eine Chance zu haben. Ein gutes Spiel bekamen die gut 26.000 Zuschauer
im Ruhrstadion in der ersten Halbzeit nicht zu sehen, denn Schiedsrichter
Knut Kircher pfiff sehr kleinlich und ließ keinen Spielfluss
zu. Mit einem 0:2-Rückstand ging unser Team in die Pause
und musste sich in der Kabine ernste Worte von Trainer Peter Neururer
anhören.
Spielverlauf zweite Halbzeit
Unser
Coach reagierte in der Pause und brachte den Brasilianer Edu,
der in Stuttgart sein erstes Tor für den VfL erzielte, für
den gelb-rot-gefährdeten Marcel Maltritz ins Spiel. Taktisch
rückte Edu auf die linke Angreiferposition von Peter Madsen,
der sich ins Mittelfeld zurückfallen ließ. Dadurch
sollte die Offensiv verstärkt werden und der Druck auf den
HSV erhöht werden. Die erste gute Möglichkeit nach dem
Seitenwechsel hatte Thomas Zdebel, doch er zirkelte den Ball von
halblinks knapp am HSV-Tor vorbei. Jetzt musste unser VfL den
Druck auf die Defensive der Hanseaten aufrechterhalten und den
Anschlusstreffer erzielen.
Das Spiel lief nun zwar fast nur noch in Richtung von Martin
Pieckenhagen, doch war unsere Mannschaft zu selten torgefährlich.
Die beste Chance hatte Tommy Bechmann in der 67. Minute, als der
Hamburger Torhüter seinen Schuss nach Vorlage von Peter Madsen
noch zur Ecke lenken konnte. Aber auch die Hanseaten waren bei
ihren Kontern immer wieder gefährlich. Leider sah es hier
eine Viertelstunde vor dem Abpiff nicht mehr danach aus, als könnte
der VfL noch einmal zurückkommen.
Als dann auch Peter Madsens Schuss aus 18 Metern noch an den
Pfosten ging, kam noch das Pech dazu. Der VfL musste sogar noch
froh sein, nicht noch das 0:3 zu kassieren, als Rein van Duijnhoven
gegen Naohiro Takahara parierte. Doch dann kam in der 83. Minute
wieder Hoffnung auf: Tommy Bechmann erzielte mit einem schönen
Distanzschuss den lange fälligen Anschlusstreffer. Jetzt
setzte unser Team noch einmal alles auf eine Karte und wollte
irgendwie den Ausgleich erzielen. Doch es reichte am Ende nicht
mehr und unser Team musste sich mit 1:2 dem HSV geschlagen geben.
Fazit
Nach der 1:2-Niederlage im letzten Spiel der Hinrunde übewintert
unser Team auf einem Abstiegsplatz und steckt nun immer tiefer
im Tabellenkeller drin. Auch wenn unsere Mannschaft in der zweiten
Hälfte gekämpft hat, so fehlten gute Torchancen. Der
Anschlusstreffer von Bechmann fiel zu spät und so musste
sich unser Team zwar unglücklich, aber auf Grund der clevereren
Spielweise der Hamburger auch leider verdient geschlagen geben.
Trainer Peter Neururer muss die Winterpause nun nutzten, um das
Team wieder aufzubauen und aus dem Tabellenkeller zu führen.
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