+ Saison 2002/2003 +
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23. Spieltag
Sa., 01.03.2003, 15.30 Uhr
Ruhrstadion Bochum
VfL Bochum Hannover 96
Spiel: VfL Bochum Hannover 96
Ergebnis: 1 2
Tore:

1:2 Thomas Christiansen (62.)
0:1 Vinicius Bergantin (6.)
0:2 Fredi Bobic (36.)
Aufstellung: van Duijnhoven - Reis (90. Fiel), Fahrenhorst, Vriesde, Colding - Gudjonsson (75. Fischer), Tapalovic (83. Bemben) - Wosz - Buckley, Christiansen, Hashemian Tremmel - Cherundolo, Konstantinidis, Vinicius Bergantin, van Hintum - Lala, Stefulj (76. Krupnikovic), Popescu - Stajner (80. Stendel), Bobic, Idrissou (67. Linke)
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Schiedsrichter: Torsten Koop (Lüttenmark) - Dominik Marks, Markus Scheibel, Heiner Müller
Gelbe Karten: Christiansen - Konstantinidis, Idrissou, Cherundolo, Stendel
Zuschauer: 20.248

Website des Gegners: www.Hannover96.de
Liveticker: Das Spiel im Liveticker zum Nachlesen
Vorbericht: Der Vorbericht zum Spiel
Hinrunde: Hannover 96 - VfL Bochum 2:2

Spielbericht: 1:2 gegen 96: Herber Dämpfer auf dem Weg zum Klassenerhalt
von Benjamin Heckmann Die Luft wird wieder dünner für den VfL: Im Heimspiel gegen den Mitaufsteiger, der sich die vor Wochenfrist gegen die wiedererstarkten Leverkuseners verlorenen Punkte zurückholte, war für die Neururer-Truppe nichts zu holen. Noch bevor die Bochumer richtig ins Spiel kamen, lagen sie bereits mit 0:1 zurück. Einem Kraftakt in der zweiten Halbzeit hatten die Gastgeber den Anschlusstreffer zu verdanken, der den zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand verkürzte. Doch alle Angriffsbemühungen in der Sclussphase waren vergebens, Hannover behielt mit 2:1 die Oberhand.

Der zuletzt gelbgesperrte Wosz sowie Christiansen rückten für Bemben und Fischer in die Startelf im Aufsteigerduell, das bei besten Bedingungen stattfand: Trockenes Wetter, etwa 15 Grad Celsius und strahlender Sonnenschein im Ruhrstadion vor rund 20.000 Zuschauern, davon auch über Tausend aus der niedersächsischen Landeshauptstadt. Beim letzten Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften zu Beginn des Jahres 2002 hatte es im Ruhrstadion ein hochklassiges und mitreißendes Spiel gegeben, das mit einem 4:2-Sieg für den VfL endete. Qualitativ stand diese Bundesliga-Begegnung dem Zweitliga-Match in vielerlei Hinsicht nach.

In den ersten Minuten war die Bochumer Mannschaft noch gar nicht recht auf dem Platz, ließ sich von den Gästen in die eigene Hälfte drücken und wurde kalt erwischt, als Vinicius Bergantin per Kopf nach fünf Minuten zum 0:1 traf - unter tatenloser Beobachtung der Bochumer Abwehr. Der Treffer führte zu einem kurzen Aufbäumen der Blau-Weißen, die ihre Chancen jedoch nicht verarbeiten konnten, Hashemian, Christiansen und Gudjonsson vergaben hochkarätige Möglichkeiten zum Ausgleich.

Doch nach einem kurzen Angriffswirbel verflachte die Partie, zu viele Fehler im Aufbauspiel der Bochumer ermöglichten den 96ern Ballgewinne und Konter, die jedoch zunächst von den VfL-Innenverteidigern sowie einem gut aufgelegten Rein van Duijnhoven abgefangen werden konnten. Die Hannoveraner konnten mit der Führung im Rücken das Spiel auf sie zukommen lassen und sahen sich nicht genötigt, die defensive Grundordnung aufzugeben.

Eine halbe Stunde nach dem ersten Gegentreffer leistete sich die Bochumer Abwehr ihren zweiten Blackout des Tages, den Nationalspieler Bobic per Kopf zum 0:2 nutzte. Durchaus verdient, die Gastgeber wussten mehr aus ihren Möglichkeiten zu machen als die wenig überzeugenden Neururer-Schützlinge, für die der Trainer in der Halbzeit gewiss deutliche Worte parat hatte.

Nach nur fünf Minuten in der Kabine kehrten die Bochumer auf den Rasen zurück, wo sie von ihrem Trainer ein weiteres Mal zusammengerufen wurden und neue Anweisungen bekamen. Taktisch sah die Änderung so aus, dass Tapalovic und Fahrenhorst die Positionen tauschten, Reis ins Mittelfeld rückte.

So kamen die Bochumer zumindest zurück ins Spiel und konnten im zweiten Abschnitt mehr Druck ausüben. Und tatsächlich wurden die Bemühungen belohnt, als Thomas Christiansen nach über einer Stunde zum Anschlusstreffer einschob und mit seinem 13. Saisontreffer einen Hoffnungsschimmer weckte.

Nach über einer Dreiviertelstunde, in der der VfL nicht viel auf die Reihe bekam, lief es nun wieder besser. Die Gäste kamen nur noch zu vereinzelten Kontern, die Hausherren hatten Chance um Chance und übten viel Druck aus, ein weiterer Treffer lag in der Luft. Mit der Hereinnahme von Fischer stärkte Neururer die zuvor verwaiste rechte Seite.

Beim Stand von 1:2 kurz vor Schluss wurden Erinnerungen an das Hisnpiel wach, als es ebenfalls 2:1 für Hannover stand, bevor Filip Tapalovic fast mit dem Abpfiff zum Ausgleich traf. Mit der Auswechslung des Kroaten gegen Michael Bemben war eine Wiederholung der Geschichte mit ihrem Hauptdarsteller jedoch ausgeschlossen.

Und auch keiner seiner elf Teamkollegen, die in der Schlussphase auf dem Rasen standen, konnte in seine Rolle schlüpfen. Der Ball verließ in der kaum noch den 96er Strafraum, die Begegnung entwickelte sich zum Ende noch zu einem spannenden Match, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor.

Am Ende stand ein verdienter Sieg der Gäste, die zwei Aussetzer der Bochumer Abwehr zu Toren nutzen konnten und ansonsten nicht zu viel tun mussten, während der VfL erst im zweiten Abschnitt richtig ins Spiel kam und den Anschlusstreffer erzwang. Für den Ausgleich reichte es schließlich nicht mehr, was sich jedoch noch nicht negativ auf den Tabellenstand des Aufsteigers auswirkt. Die kommenden schweren Spiele in Bremen und gegen Bayern machen die Lage jedoch nicht entspannter, noch fehlen dem VfL einige Punkte zum Erreichen des Saisonziels.

>> In der Niederlage stimmt die Moral


IMP-Daten:
22
Torschüsse
11
6
Ecken
3
24
Flanken
12
55%
Ballkontakte
45%
49%
gew. Zweikämpfe
51%
20
Fouls
16
2
Abseits
4
Hashemian (6)
meiste Torschüsse
Bobic (4)
Buckley (8)
meiste Torschussvorlagen
Bobic (5)
Colding (86)
meiste Ballkontakte
Lala (72)
Reis (73%)
Zweikampfstärkste Spieler
Cherundolo (69%)

Stimmen:

Ralf Rangnick (Trainer Hannover 96):
"Der Auftakt des Spiels war natürlich optimal für uns. Zur Pause hätten wir nach den Chancen auch mit 5:1 führen können. In der zweiten Halbzeit hat der VfL dann auf alles oder nichts gespielt. In der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte haben wir noch ganz gut gespielt, doch nach dem 2:1 mussten wir gute Nerven haben. Der Sieg war sehr wichtig für uns. Er hat nach der sehr unglücklichen Niederlage gegen Leverkusen auch eine psychologische Bedeutung für die Spieler. Aufgrund der guten ersten Halbzeit war der Sieg am Ende auch verdient."

Peter Neururer (Trainer VfL Bochum):
"Die Enttäuschung sitzt natürlich tief bei uns. Mit einem Sieg wären wir in die Nähe der UEFA-Cup-Plätze gekommen, doch in der ersten Halbzeit haben wir ganz und gar nicht diesen Anspruch erfüllen können. Besonders die Abwehr war in der ersten Hälfte schlecht. Wir haben heute eigentlich nur 45 Minuten anstatt 90 Minuten gespielt, denn mit der Leistung in der zweiten Halbzeit bin ich zufrieden. In der zweiten Hälfte hat die Mannschaft ihr wahres Gesicht gezeigt, doch das hat nicht gereicht. Die erste Halbzeit war grottenschlecht, weshalb der Sieg für Hannover auch in Ordnung geht. Wir stehen jetzt aufgrund der der anderen Ergebnis weiter auf einem einstelligen Tabellenplatz. Wir müssen die positiven Eindrücke in die nächsten beiden schweren Spiele gegen Bremen und Bayer mitnehmen. Der Schritt nach oben ist uns heute nicht gelungen."

Fredi Bobic (Nationalstürmer Hannover 96):
"In der ersten Halbzeit haben wir eine Topleistung gezeigt. Wenn ich noch das 3:0 gemacht hätte und der Ball nicht an den Pfosten gesprungen wäre, wäre das Spiel schon gegessen gewesen. Die Leistung ist aufbauend. Mindestens vier Siege noch und wir bleiben drin."
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Dariusz Wosz (Kapitän VfL Bochum):
"Es kann nicht sein, dass wir schon wieder so ein dummes Gegentor nach einer Standardsituation kassieren. Das Tor ist passiert, weil wir zu leichtfertig damit umgehen und nicht nahe genug am Mann stehen bis die Situation geklärt ist. So haben wir Hannover stark gemacht. Hätten wir in der ersten Halbzeit so gespielt wie nach der Pause, dann wäre das Ergebnis mit Sicherheit anders gewesen. "
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Thomas Christiansen (Torschütze VfL Bochum):
"In der ersten Halbzeit sind wir nicht in die Zweikämpfe gekommen und haben dann Fehler gmacht, durch die wir zwei Gegentore bekommen haben."
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Thomas Reis (Spieler VfL Bochum):
"Zur Halbzeit haben wir von den Zuschauerrängen gehört, wie wir gespielt haben. Die Pfiffe waren gerechtfertigt. Wir konnten selber nicht verstehen, warum wir in der ersten Halbzeit nicht so wie nach der Pause gespielt haben. Wir haben gesagt, dass wir in der zweiten Halbzeit alles geben wollen, was wir dann auch gemacht haben. Wenn wir in der ersten Hälfte so wie in der zweiten gespielt hätten, wäre natürlich mehr drin gewesen."
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Thordur Gudjonsson (Spieler VfL Bochum):
"Wir haben schnell ein Gegentor kassiert. Dann haben wir versucht, dagegen zu arbeiten und dann schon das zweite Tor bekommen. Die erste Halbzeit war damit natürlich schon gelaufen. In der zweite Hälfte haben wir dann alles nach vorne gehauen und versucht, das Spiel noch zu drehen. Zumindest ist uns ja noch das 1:2 gelungen, aber nicht mehr der Ausgleich."
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Das nächste Spiel des VfL: SV Werder Bremen - VfL Bochum am Sa., 08.03.2003, 15.30 Uhr