+ Saison 2002/2003 +
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14. Spieltag
Sa., 23.11.2002, 15.30 Uhr
Bökelberg Mönchengladbach
VfL Borussia Mönchengladbach VfL Bochum
Spiel: VfL Borussia Mönchengladbach VfL Bochum
Ergebnis: 2 2
Tore:

1:0 Igor Demo (56.)
2:0 Joris van Houdt (59.)



2:1 Vahid Hashemian (85.)
2:2 Peter Graulund (90.)
Aufstellung: Stiel - Eberl, Pletsch, Witeczek, Korell - Demo (71. Stassin), Ulich, Embers, Felgenhauer (80. vamn Houdt) - Aidoo (90. Korzynietz), van Hout Vander, Meichelbeck (79. Reis), Fahrenhorst, Kalla, Colding - Schindzielorz, Tapalovic (62. Hashemian), Wosz, Buckley (71. Graulund) - Freier, Christiansen
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Schiedsrichter:

Dr. Helmut Fleischer, Markus Schmidt, Georg Greipl

Gelbe Karten: Eberl, Demo - Fahrenhorst, Wosz
Zuschauer: 28.300

Website des Gegners: www.borussia.de
Liveticker: Das Spiel im Liveticker zum Nachlesen
Vorbericht: Der Vorbericht zum Spiel

Spielbericht: Glückliches 2:2-Remis auf dem Bökelberg - Graulund rettet den Punkt
von David Nienhaus In allerletzter Sekunde entführt der VfL Bochum einen Punkt vom Gladbacher Bökleberg. Dem Team von Gladbach-Trainer Hans Meyer reichten nur drei Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit, um mit 2:0 in Führung zu gehen (56. und 59.). Lange Zeit sah es danach aus, dass den Bochumer dieser Schock schwer im Magen lag - doch die letzten zehn Minuten spielte das Team aus dem Ruhrpott wie ausgewechselt und die eingewechselten Vahid Hashemian (85.) und Peter Graulund (90.) sorgten für das 2:2-Unentschieden.

Der VfL Bochum begann konzentriert und selbstbewußt auf dem Gladbacher Bökelberg. Nachdem die Bochumer im Revierderby gegen Schalke keine Bonuspunkte einfahren konnten, sollten gegen den VfL vom Niederrhein die drei Punkte geholte werden. Die Gäste mit dem besten Auswärstangriff der Liga traf auf die beste Heimabwehr mit einem Punkt für beide Teams.

Christian Vander wollte in seinem fünften Bundesligaspiel endlich den ersten Sieg auf seinem Konto verbuchen, holte mit klasse Paraden immerhin ein Unentschieden. Der verletzungsbedingte Torwartwechsel war für den VfL-Coach nicht die einzige Umstellung in der Mannschaft im Vergleich zum Schalke-Spiel. Filip Tapalovic war - nach auskurierter Schulterverletzung - wieder erste Wahl. Für ihn musste erst mal Thoddi Gudjonsson auf der Bank Platz nehmen. Stefan Korell rückte nach abgesessener Gelbsperre wieder in das Team der Fohlen.

Die ersten zehn Minuten gehörten klar dem Team von Trainer Neururer. Zwei strittige Situationen sorgten in der Anfangsphase für Aufsehen. Schon in der dritten Minute erzielte Frank Fahrenhorst seinen vierten Saisontreffer, den Schiedsrichter Dr. Fleischer auf Grund eines Fouls von Raymond Kalla aber nicht anerkannte. Auch ein Handspiel von Steffen Korell 19 Meter vor dem Tor, sahen weder der Schiedsrichter, noch sein Assistent an der Seitenauslinie. Abgesehen von diesen Situationen hatte Thomas Christiansen die Möglichkeit das 1:0 für den VfL zu erzielen. Nach schöner Flanke von Slawo Freier setzte der "Torero" den Ball nur knapp um den Kasten von Jörg Stiel.

Diese drei Chancen waren wohl die Initialzündung für die Gladbacher einen Gang höher zu schalten. Von der elften Minute an setzten sie die Gäste stetig unter Druck. Hochklassige Tormöglichkeiten gaben Vander die Chance, sich immer wieder auszuzeichnen. Vor allem die Schüsse aus der zweiten Reihe bereiteten der Bochumer Abwehr Probleme. Vier Ecken hintereinander drängten den VfL in die Defensive und Sebastian Schindzielorz konnte den Ball zwei mal gerade noch von der Torlinie kratzen (22. und 25.).

Der VfL Bochum, der heute erstmals in den roten Ausweichtrikots auflief, beschränkte sich auf Kontermöglichkeiten - die aber viel zu selten zustande kamen. Daniel Felgenhauer über links und Lawrence Aidoo auf der rechten Seite waren die Aktivposten der Gastgeber. Doch ihre Flanken landeten bis dato immer bei den Bochumer Abwehrrecken Fahrenhorst und Meichelbeck.

Zwingend waren die Chancen der Borussia nicht, auch wenn die Bochumer Defensive häufig im Blickpunkt des Geschehens war. Nach 30 Minuten schwächte der Druck der Gladbacher ab, das Bollwerk aus Bochum stand sicher und abgeklärt. Tatsächlich verzeichnete der VfL aus Bochum noch die beste Chance der ersten Halbzeit. Nach einer Ecke von Dariusz Wosz tanzte Salwo Freier, der wieder einmal auffälligster Akteur der Bochumer war, die gegnerische Abwehr aus und kam frei zum Schuß - knapp über das Tor.

Mit einem leistungsgerechten 0:0-Unentschieden verabschiedeten sich beide Mannschaften in die Halbzeitpause. Mit Sicherheit war das keine überragende Partie in den ersten 45 Minuten, aber beide Mannschaften wollten das Spiel machen und schließlich mit drei Punkten vom Rasen gehen.

Ohne Veränderungen kamen beide Teams aus der Kabine. Doch anscheinend blieb die Bochumer Konzentration noch länger in der Kabine. Nur drei Minuten ab der 56. reichten Gladbach aus, um die Niederlage des VfL einzuleiten. In der 56. Spielminute befreite sich Aidoo aus der Umklammerung von Martin Meichelbeck, sah in der Mitte Joris van Hout, der klasse auf Igor Demo ablegte. Aus 11 Metern ließ er Vander keine Chance und traf zum 1:0. Nur drei Minuten später erzielte der Vorbereiter zum 1:0, von Hout das 2:0 selber. Diesmal bereitete der Aktivposten auf der linken Seite, Felgenhauer, den Treffer vor.

Nach diesen beiden Toren gelang es dem VfL zuerst nicht, in das Spiel zurückzufinden. Auch die Einwechslung zwei weiterer Stürmer verhalf den Bochumern nicht, das Oberwasser wieder zu erlangen. Die Gladbacher nahmen das Tempo raus, beschränkten sich aus Konter und waren trotzdem dem 3:0 näher, als Bochum dem Anschlusstreffer.

Doch die letzten Minuten auf dem Bökelberg versprachen noch einmal spannend zu werden. Der VfL bewies eine super Moral, wurde stärker und stärker und die Gladbacher beschränkten sich auf Befreiungsschläge, die immer wieder bei den Gästen landeten. In der 85. Minute setzte sich Peter Graulund, der für den ausgepowerten Delron Buckley ins Spiel kam. über die linke Seite durch und flankte in die Mitte, wo Vahid Hashemian den Ball ins Tor "knipste". Der Anschlusstreffer und der Startschuß zur allerletzten VfL-Offensive. Fast alle "Roten" waren nun in der Hälfte der Gladbacher, nur Schindzielorz sicherte hinten ab.

Freier leitete dann tatsächlich noch das 2:2-Unentschieden ein. Konfus versuchten die Fohlen den Ball aus dem eigenen Sechszehner zu bringen, doch Freier eroberte den Ball, setzte Peter Graulund ein, der mit seinem ersten Saisontreffer für das glückliche 2:2 in der 90. Minute erzielte.

Der Jubel unter den 2000 Bochumer Fans fand nach dem Abfiff kein Ende mehr. Zufrieden mit dem Punkt machen sich Fans und Mannschaft auf den Weg zurück in heimische Bochum. Rein van Duijnhovens Ersatzmann Vander traf bei beiden Gegentreffern keine Schuld und der Youngster im VfL-Tor zeigte eine gute Leistung. Die Gastgeber spielten clever und nutzten die drei Bochumer Schwächeminuten aus. Eine unglaubliche Schlussoffensive brachte dann doch noch den Auswärtwspunkt bei Gladbach. Vor zwei Wochen verloren die Jungs von Peter Neururer drei Punkte sehr unglücklich in Stuttgart - diesmal punktete das Team glücklich in letzter Sekunde.


IMP-Daten:
0
Torschüsse
0
0
Ecken
0
0
Flanken
0
0%
Ballkontakte
0%
0%
gew. Zweikämpfe
0%
0
Fouls
0
0
Abseits
0
Name (1)
meiste Torschüsse
Name (1)
Name (1)
meiste Torschussvorlagen
Name (1)
Name (1)
meiste Ballkontakte
Name (1)
Name (0%)
Zweikampfstärkste Spieler
Name (0%)

Stimmen:

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Peter Neururer (Trainer VfL Bochum):
"Wir haben heute aus meiner Sicht ein kurioses Spiel gesehen. Wir sind hier angetreten, um drei Punkte zu holen oder zumindest das Minimalziel von einem Punkt zu erreichen, was wir in den ersten 25 Minuten auch von der Leistung unterstrichen haben. Leider haben die Chancen nicht zu einem Tor geführt, da der letzte Ball nicht korrekt gespielt wurde. Dann kam Gladbach besser ins Spiel und in der Tiefschlafphase nach der Chance von Delron Buckley kamen dann diese zwei Minuten mit den zwei Toren. In der Schlussphase haben wir dann durch Kampf, Laufbereitschaft und auch etwas Glück den Punkt geholt, der meiner Meinung nach vor allem durch die Moral der Mannschaft auch verdient war. Wir haben an unsere eigenen Fähigkeiten und Stärken geglaubt und deshalb bin ich mit dem Punkt auch sehr zufrieden."

Hans Meyer (Trainer Borussia Mönchengladbach):
"Wir haben vor dem Spiel gewusst, dass die Bochumer auswärts sehr stark sind und was uns erwarten würde. Die Bochumer haben eine kompakte Mannschaft, die seit Wochen stabil spielt. Die Bochumer stehen in der Abwehr kompakt und kontern dann den Gegner aus. Genau dieses wollten wir eigentlich verhindern, was uns in den ersten 20 Minuten allerdings nicht gut gelungen ist. Wir haben in dieser Zeit den Bochumern sogar in die Hand gespielt. Bis zum ersten Gegentor waren wir die bessere und von den Chancen her auch spielbestimmende Mannschaft und hatten sogar die Chance, mit dem 3:0 alles klar zu machen. Bei dem 2:1 haben wir dann eine Situation der Bochumer unterschätzt und dann kommt die Angst dazu, die drei Punkte doch noch zu verlieren. Wir haben uns sehr weit hinten rein drängen lassen und Bochum hat die Bällen hoch in den Strafraum geschlagen. Meine Jungs tun mit leid, da sie über weite Strecken sehr ordentlich gespielt haben."

Thomas Reis (eingewechselte Spieler VfL Bochum):
"Ich war schon etwas überrascht, dass ich noch eingewechselt worden bin. Es war dann aber schön, dass das Spiel noch so ausgegangen ist. Wir haben heute auch wieder einen Schritt nach vorne gemacht."
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Christian Vander (Torwart VfL Bochum):
"Mit dem 2:2 in der letzten Minute war es natürlich eine super Sache. Der erste Ball war besonders wichtig für den Kopf. Es war schon ein besonderes Spiel, da ich hier ganz in der Nähe aufgewachsen bin."
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Frank Fahrenhorst (Spieler VfL Bochum):
"Wir sind schlecht ins Spiel gekommen und konnten unser Kombinationsspiel nicht aufziehen. Beim ersten Gegentor haben sich einige Fehler aneinander gereiht und beim zweiten hätten wir das Spiel eigentlich mit einem taktischen Foul unterbrechen müssen. Unsere Moral in der Mannschaft ist total intakt, was man auch auf dem Platz gesehen hat. Wir wussten, dass wir den Ausgleich noch schaffen können und haben nicht aufgegeben."
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Peter Graulund (eingewechselter Torschütze VfL Bochum):
"Es war heute natürlich ein tolles Gefühl, was kaum zu beschreiben ist. Nach dem 0:2 wusste ich eigentlich, dass ich jetzt reinkomme, denn dann braucht der Trainer die Stürmer. Ich habe bei der Einwechselung zu mir selbst gesagt, dass ich jetzt Gas gebe und dann auch ein Tor machen kann."
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Sebastian Schindzielorz (Spieler VfL Bochum):
"Zu Beginn haben wir früh gestört und gut in die Spitze gespielt, nur ein Tor hat uns da gefehlt. Danach sind wir dann ziemlich in Schwierigkeiten gekommen, aber wie wir uns dann gegen die Niederlage gestemmt haben, war schon bemerkenswert."
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Thomas Christiansen (Spieler VfL Bochum):
"Es war ganz wichtig, dass die Distanz zu Gladbach weiter bestehen bleibt. Für Peter Graulund war das heute gut. Wir haben alle gewusst, dass er ein guter Spieler ist. Der Punkt ist heute sein Punkt, weil er ein Tor gemacht und eins vorbereitet hat."
>> RealAudio

Daniel Felgenhauer (Spieler Borussia Mönchengladbach):
"Das war genau der selbstbewusste Gegner, den wir erwartet haben. Zu Beginn beider Halbzeiten hat Bochum genau das gespielt, was wir uns vorgenommen haben. Nach unseren beiden Toren haben wir bis auf die Schlussminuten als Mannschaft gut gespielt. Für mich ein unglaublich kräfteraubendes Spiel."

Daniel Embers (Spieler Borussia Mönchengladbach):
"Schade, dass wir noch das 2:2 bekommen haben. Heute war ich noch einmal mehr motiviert, vor unseren tollen Fans zu spielen. Ich war in der Kabine noch sehr nervös, dass war aber auf dem Platz sehr schnell weg."


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Das nächste Spiel des VfL: VfL Bochum - Arminia Bielefeld am Sa., 30.11.2002, 15.30 Uhr