
In einer gut besuchten rewirpower-Lounge stellten sich am Mittwochabend, 16. November, Cheftrainer Andreas Bergmann und sein Co Karsten Neitzel den Fans des VfL vor. In Zusammenarbeit mit der Initiative „Wir sind VfL” organisierte unser Verein ein kurzweiliges Frage- und Antwortspiel, das neben aufschlussreichen Erkenntnissen auch humorige Momente lieferte.
Es dauerte nur wenige Sekunden, da hatte unser Trainerteam die Sympathien bereits auf seiner Seite. „Hallo zusammen! Ich bin Andreas Bergmann, ledig“, eröffnete der 52-Jährige die kurzweilige Vorstellungsrunde, und sein Co-Trainer Karsten Neitzel begann ebenfalls mit einer privaten Notiz, als er seine demnächst anstehende Silberhochzeit ins Feld führte. Im Mittelpunkt der Veranstaltung, zu deren Beginn unser Aufsichtsratsvorsitzender Ernst-Otto Stüber einleitende Worte gesprochen hatte, stand gleichwohl der sportliche Bereich, für den unser Trainerteam seit Mitte September mitverantwortlich ist.
170 Fans hatten sich in der rewirpower-Lounge eingefunden – darunter auch die Aufsichtsratsmitglieder Frank Goosen und Axel Treffner sowie unser Sportvorstand Jens Todt –, und es dauerte nicht lange, bis ein munteres Frage- und Antwortspiel entstand. Wie denn die Zusammenarbeit zwischen den beiden zustande gekommen sei, wollte ein Anhänger wissen, woraufhin unser Cheftrainer mit einem Augenzwinkern sagte: „Den Karsten kannte ich gar nicht, den hat man mir dahingestellt.“ In ernsterer Tonlage schob Bergmann nach, dass es durchaus Vorteile habe, in einem neuen Team zusammenzuarbeiten, weil man so auch neue, unterschiedliche Ideen einbringen könne. „Von meinen Kollegen erwarte ich auch, dass sie ihre Kompetenzen einbringen“, fordert Andreas Bergmann. Auch Hinweise von der Mannschaft nehme das Trainerteam gerne auf, „letztlich entscheidet aber immer der Cheftrainer, welche Anregungen umgesetzt werden“, wie Karsten Neitzel ergänzt.
An neuer Wirkungsstätte haben sich sowohl Bergmann als auch Neitzel blendend eingefunden. „Ich bin lange nicht mehr so gern zur Arbeit gekommen wie jetzt beim VfL“, sagte unser Co-Trainer, der den Fans versicherte, dass das Trainerteam und die Mannschaft „sehr, sehr hart“ arbeiten, um die Erwartungen zu erfüllen. „Wir sind auf einem guten Weg.“ Eine Einschätzung, die die Anhänger durchaus teilen. „Es macht wieder Spaß, Spiele des VfL zu sehen“, so ein Fan, es sei zu sehen, dass die Philosophie des Trainers, mutig und spielbestimmend aufzutreten, mehr und mehr greife. Überhaupt habe sich die Stimmung auch durch die „positive Herangehensweise“ unserer Trainer deutlich verbessert – ein Fan-Statement, für das spontaner Applaus aufbrandete. Bergmann schränkte zwar ein, dass das Team „noch nicht ganz stabil“ sei, zeigte sich jedoch optimistisch, den Weg weiter erfolgreich voranzutreiben. „Das geht nicht von heute auf morgen. Aber die Mannschaft arbeitet sehr leidenschaftlich und ist wach.“
Besonders wichtig auf diesem Weg ist für unser Trainerteam die Unterstützung der eigenen Fans. „Die Aktion nach dem schrecklichen Paderborn-Spiel hat uns sehr gefreut“, bedankte sich Andreas Bergmann bei den Fans für die Solidaritätsbekundung, in der unsere Anhänger erklärten, die Mannschaft während der 90 Minuten bedingungslos zu unterstützen. „Wenn wir einen Grottenkick hingelegt haben, darf man das auch hören“, zeigt unser Trainer Verständnis für Unmutsbekundungen nach schwächeren Auftritten, hofft jedoch, dass die Anhänger während des Spiels hinter der Truppe steht – wie zuletzt geschehen.
Weil sowohl Bergmann als auch Neitzel viel Erfahrung über die Arbeit mit dem Nachwuchs haben, war die Förderung desselbigen ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil der Fragerunde. „Wir haben viele Spieler unter 25 Jahren in der Startelf“, weiß Karsten Neitzel, der unseren jungen Akteuren noch Entwicklungspotenzial bescheinigt. „Uns muss nicht bange sein vor den nächsten Monaten.“ Gleichwohl könne unser Verein seine Nachwuchsarbeit noch weiter optimieren: „Wir wollen einen noch engeren Austausch zwischen Nachwuchs- und Lizenzspielerabteilung. Dann sind noch ein paar Prozent drin“, schaut Andreas Bergmann zielstrebig nach vorne.
Trotz der bevorstehenden Aufgabe gegen Energie Cottbus stand natürlich auch das kommende Highlight im Pokal gegen den FC Bayern München im Blickpunkt des Interesses. „Wissen Sie schon, wie Sie die Bayern schlagen?“, wollte ein Fan wissen, doch auf diese Frage wollte unser Cheftrainer ausnahmsweise keine Antwort geben: „Das darf ich noch nicht verraten!“ Gleichwohl werde unser Team alles versuchen, das Unmögliche möglich zu machen: „Wir müssen mutig sein und an unsere Chance glauben.“