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0 : 1

Montag, 21. November 2011, 20:15 Uhr, rewirpowerSTADION, Bochum
2. BUNDESLIGA, 15. Spieltag

BERICHT

Energie bremst Bochumer Aufholjagd

Nach zuletzt drei Pflichtspiel-Erfolgen in Serie musste unser VfL am 15. Spieltag mal wieder einen Dämpfer hinnehmen. Gegen den FC Energie Cottbus unterlag der VfL durch den Treffer von Mustafa Kucukovic (77.) mit 0:1 (0:0). Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit verloren die Bochumer erst mit zunehmender Dauer den Faden und letztlich die umkämpfte Partie.

Eine Veränderung nahm unser Cheftrainer im Vergleich zum 3:1-Erfolg bei den Münchner Löwen vor. Marcel Maltritz nahm seinen angestammten Platz in der Innenverteidigung neben Jonas Acquistapace wieder ein, dafür rückte Lukas Sinkiewicz zunächst auf die Reservebank. Bei den Gästen aus der Lausitz fehlten gleich sechs Stammspieler, so dass Energie-Coach Claus Dieter „Pelé“ Wollitz tüchtig improvisieren musste. Die beiden Ex-VfLer René Renno und Mustafa Kucukovic spielten in den Überlegungen des Gäste-Trainers zunächst jedoch keine tragende Rolle und nahmen erwartungsgemäß auf der Bank Platz.

Die 13.224 Fans im rewirpowerSTADION sahen mit Spielbeginn eine Bochumer Mannschaft, die nach drei Pflichtspiel-Siegen in Serie entsprechend selbstbewusst auftrat. Die Bergmann-Elf kam gegen die passiven Gäste aus der Lausitz auch früh zu guten Szenen, so geschehen in Spielminute 6: Nach kluger Vorarbeit von Dabrowski kam Inui am 16er an den Ball, ließ gleich drei Cottbuser stehen, scheiterte dann allerdings am vierten Gegenspieler, der den Schuss des Japaners aus spitzem Winkel ins Außennetz abfälschte.

Und es ging weiter mit hohem Tempo Richtung Cottbuser Gehäuse. Wieder fand unsere Mannschaft nach schnellem Kombinationsspiel über zwei Stationen den freien Mann in Strafraumnähe. Diesmal hatte Dabrowski das Nachsehen gegen seinen Bewacher, der den Abschluss unseres Kapitäns blockierte (10.). Zehn Minuten später sorgte ein Freistoß von Federico für Gefahr – vom FC Energie war bis dahin in der Offensive nichts zu sehen. Statistisch traten die Gäste erst durch die frühe Einwechslung von Christian Müller in Erscheinung, der für den verletzten Banovic nach 20 Minuten ins Spiel kam.

Erst nach einer halben Stunde traute sich der Tabellen-9. erstmals aus der eigenen Deckung. Kobylanski (33.) und Adlung (42.) versuchten es mal aus der Distanz, Müller scheiterte zwischendurch mit einem harmlosen Kopfball am bis dahin beschäftigungslosen Luthe im Bochumer Kasten (37.). Wesentlich mehr Zug zum Tor bewiesen da die Blau-Weißen, allerdings fehlte es auch beim zweiten Schussversuch von Inui noch an der nötigen Präzision im Abschluss (42.). Der Pausentee war bereits angerichtet, da überraschten die Cottbuser mit ihrer besten Szene bis dahin nach einer Flanke von Kruska auf Müller, der jedoch im reaktionsschnellen Luthe erneut seinen Meister fand (45.).

Trotz dieser sehr guten Chance für die Lausitzer hatten die Bochumer im ersten Spielabschnitt den deutlich besseren Eindruck gemacht. Daran anzuknüpfen fiel unserer Elf mit Wiederanpfiff jedoch schwer. Cottbus wurde mutiger und griff nun wesentlich früher an. Nach einem Eckstoß von Ludwig kam erneut Müller zuerst an den Ball, kam aber auch mit seinem dritten Kopfball-Versuch nicht am starken Luthe vorbei (51.).

Beim VfL war erst nach einer guten Stunde wieder mehr Vorwärtsdrang zu spüren. Nach einem starken Zuspiel von Federico aus der Tiefe kämpften Chong Tese und Roger im Laufduell ums Leder. Unser Koreaner kam im Strafraum zu Fall, doch die Pfeife des guten Schiedsrichters Robert Hartmann blieb wohl zu Recht stumm (64.). Wenige Augenblicke später stand Tese aber erneut im Blickpunkt. Nach einer präzisen Freistoß-Hereingabe von Inui war unser Angreifer per Kopf zur Stelle, leider brachte Energie-Keeper Kirschbaum noch irgendwie eine Hand an die Kugel und verhinderte die Bochumer Führung (68.).

Fast im Gegenzug dann großes Glück für unser Team, als Adlung den linken Bochumer Pfosten traf. Der VfL wackelte. Wollitz roch die Lunte und brachte mit Kucukovic einen frischen Angreifer. Und bewies damit ein glückliches Händchen. Nach einem weitem Schlag kam der quirlige Ludwig vor Maltritz an den Ball, legte blind auf den mitgelaufenen Kucukovic am Elfmeterpunkt zurück – das 0:1 durch den ehemaligen VfLer, der in der Saison 2003/04 bei uns unter Vertrag stand (77.).

VfL-Coach Andreas Bergmann reagierte auf den Rückstand mit einem Doppelwechsel. Mirkan Aydin und Faton Toski sollten noch einmal für Belebung sorgen, konnten in der Schlussphase gegen die massive Cottbuser Deckung aber ebenso wenig ausrichten wie die restliche Bochumer Belegschaft. Cottbus entführte somit die drei Punkte in die Lausitz, dem VfL bleibt nur die Aussicht auf eine neue Serie. Die gilt es am kommenden Sonntag bei Eintracht Braunschweig zu starten.

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