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Samstag, 17. Dezember 2011, 13:00 Uhr, Frankfurter Volksbank Stadion, Frankfurt
2. BUNDESLIGA, 19. Spieltag

VORSCHAU

Samstag, 13 Uhr: FSV-Serie fortsetzen

Unser Gastspiel beim FSV Frankfurt beschließt das Zweitligajahr 2011. Die Bornheimer würden die vergangenen elfeinhalb Monate am liebsten vergessen, denn sie gewannen in diesem Zeitraum lediglich vier Ligaspiele. Auch gegen den VfL blieb der FSV erfolglos, schon zweimal konnten wir in diesem Jahr mit 1:0 die Oberhand behalten. Aus VfL-Sicht darf die FSV-Serie gerne weiterbestehen.

Neuer Rekord

„Sicherlich sind wir froh, wenn das Jahr vorbei ist. Jeder weiß, was wir für eine Serie gespielt haben“, wird Frankfurts Mittelfeldspieler Samil Cinaz (Foto, re.) im „Kicker“ zitiert. Für die, die nicht auf dem neuesten Stand sind: Der FSV wartet seit neun Spielen auf einen Sieg, zu Hause haben die Bornheimer in dieser Saison zudem noch gar nicht gewonnen. Dafür konnten sie beim „Heimspiel“ gegen Lokalrivalen Eintracht Frankfurt einen neuen Zuschauerrekord aufstellen: 50.250 Besucher sahen die 0:4-Niederlage in der Commerzbank-Arena, wohin der FSV wegen der hohen Nachfrage ausgewichen war. Der letzte FSV-Heimsieg datiert vom 15. April, ein 2:1 gegen 1860 München.

Ausrufezeichen gegen Paderborn

Im jüngsten Heimspiel, immerhin gegen Zweitliga-Topteam SC Paderborn 07, waren gerade einmal etwas mehr als 2.800 Zuschauer ins derzeit im Umbau befindliche Frankfurter Volksbank Stadion gepilgert. Sie bekamen einen kämpferischen FSV zu sehen, der der Überraschungsmannschaft aus Ostwestfalen immerhin ein 2:2 abtrotzte. Es folgten zwei Auswärtsspiele im Osten: In Dresden holte der FSV ein 2:2, in der Vorwoche gab es beim 0:4 bei Union Berlin allerdings herzlich wenig zu bestellen.

Unangenehm und schwer

Im VfL-Lager jedoch erinnert man sich an die Boxsport-Weisheit, wonach angeschlagene Kämpfer sehr gefährlich sein können. „Der FSV ist ein unangenehmer Gegner, schwer zu bespielen“, weiß Cheftrainer Andreas Bergmann zu berichten. Der Unruhe beim Gegner – Kapitän Björn Schlicke trat Ende Oktober sein Amt an Samil Cinaz ab, Trainer Hans-Jürgen Boysen geriet zusehends ins Kreuzfeuer der Kritik – schenkt er indes keine Beachtung. „Wir müssen unseren Fokus voll auf diese Partie richten“, erläutert er, „denn der FSV überzeugt durch mannschaftliche Geschlossenheit. Vom Personal her haben die Frankfurter schon viel ausprobiert, und sie werden alles unternehmen, um uns zu schlagen und mit einem positiven Erlebnis das Jahr zu beenden.“

Gedankenspiele

Personell hat Bergmann jedenfalls mehr Spielraum als sein Kollege Boysen, trotz der Langzeitausfälle von Matias Concha, Philipp Bönig, Lukas Sinkiewicz und Mimoun Azaouagh. „Aza“, der Frankfurter Junge, dessen Vater immer noch als Zeugwart für den FSV arbeitet, ist sicherlich besonders enttäuscht, nicht dabei sein zu können. Schließlich war es ihm vergönnt, unseren 1:0-Auswärtssieg im Frühjahr 2011 herauszuschießen. Mit demselben Resultat gewann der VfL sein Heimspiel in der Hinrunde, damals war der eingewechselte Daniel Ginczek kurz vor Schluss der Schütze des goldenen Tores. Ob unser Angreifer auch im Rückspiel wieder von der Bank kommt oder von Beginn an ran darf, wollte Andreas Bergmann noch nicht verraten. Wohl aber überlegt er, dem einen oder anderen Akteur eine Verschnaufpause zu gönnen, weil er zum Beispiel in Slawo Freier oder Kevin Vogt wieder über Alternativen verfügt.

Ohne Gledson

Hans-Jürgen Boysen wird hingegen auf wichtige Stammkräfte verzichten müssen. Abwehrchef Gledson wäre nach abgelaufener Rotsperre zwar wieder spielberechtigt, ist aber wegen eines Muskelabrisses im Oberschenkel für die Partie am Samstag kein Thema. Mittelfeldmotor Yannick Stark brummt zudem eine Gelbsperre ab. Ebenfalls noch nicht dabei ist Chadli Amri, der in der Winterpause vom Lauterer Betzenberg an den Bornheimer Hang wechseln wird.

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