
Ein Mann, viele Namen: Jong Tae-Se, Jeong Dae-se, Chŏng Tae-se oder doch Chong Tese? Fans des VfL und Journalisten rätseln seit seiner Verpflichtung über die korrekte Namensschreibweise des Bochumer Neuzugangs aus Fernost. Folgende Infos klären den Sachverhalt auf.
Bei der Weltmeisterschaft in Südafrika lief unsere neue Nummer 13 als „Jong Tae-Se“ für die Demokratische Volksrepublik Korea auf. Diese im Norden Koreas übliche Transkription steht auch in seinem Pass, weshalb der Fußball-Weltverband FIFA ihn unter dem Namen führt. Andere koreanische Umschriften des Namens lauten „Jeong Dae-se“ bzw. „Chŏng Tae-se“. Diese Formen sind im Süden der koreanischen Halbinsel geläufig.
In seiner Wahlheimat Japan, wo er geboren und aufgewachsen ist, ließ der Sohn koreanischer Eltern allerdings als „Chong Tese“ aufhorchen, was wiederum der japanischen Übertragung des koreanischen Namens in unsere lateinische Schrift entspricht. Unter diesem Namen absolvierte unser Angreifer seit 2006 für den japanischen Erstligisten Kawasaki Frontale jedes seiner 111 J-League-Spiele, in denen er auf beeindruckende 46 Tore kam. Weil „Chong Tese“ in allen Statistiken auftaucht, war unsere neue Nummer 13 natürlich daran interessiert, bei dieser Namensnennung zu bleiben.
Seine tolle Treffer-Quote will der 26-Jährige nun auch in Deutschland bestätigen – und wird dabei wie in Japan den populären Namenszug „C. Tese“ auf dem Trikot tragen. Die DFL gab hierzu bereits Anfang der Woche Grünes Licht. Einer erfolgreichen Zeit beim VfL Bochum 1848 steht also nichts mehr im Wege.