
Nicht nur Radsportfans wissen, dass wenige Tage nach dem Ende der Tour de France schon das nächste Highlight ansteht: der SparkassenGiro in Bochum. In diesem Jahr findet die Veranstaltung, die Hunderttausende anlockt, am Wochenende des 7. und 8. August statt. Wie im Vorjahr wird auch der VfL Bochum 1848 ein Team ins Rennen schicken.
Mark Claußmeyer, Manager des Sparkassen-Teams, freut sich seit Jahren über steigende Zahlen, nicht nur bei den Zuschauern. „Wir haben wohl beim JedermannGiro, der zum fünften Mal stattfindet, etwa 2.000 Teilnehmer. Damit ist die Kapazität des Teilnehmerfeldes auch ausgelastet, mehr wäre nicht zu verantworten.“ Wer mitfahren möchte, hat die Wahl zwischen der 50-km- und der 100-km-Strecke. Eine Runde beträgt 25 Kilometer. „Rund ein Drittel wählt die kürzere Runde, zwei Drittel der Teilnehmer gehen auf die 100-km-Distanz“, erläuterte Claußmeyer. Die Radsportbegeisterten reisen aus dem gesamten deutschsprachigen Gebiet an, auch Vertreter aus den Niederlanden und der Schweiz sind dabei. Der Altersschnitt reicht von 16 bis 73 Jahren, das Mischungsverhältnis von männlichen und weiblichen Teilnehmern beträgt 9:1.
Auch der VfL wird wieder ein Team an den Start bringen, passend zum Ausrichter. „Die Sparkasse als Special Partner der Nachwuchsabteilung sollte entsprechend auch durch den Auftritt eines Nachwuchsteams des VfL geehrt werden“, sagte VfL-Nachwuchskoordinator Frank Heinemann. „Wir werden eine Mannschaft zusammenstellen, der sowohl Spieler angehören werden, die perspektivisch bei den Profis mittrainieren können, als auch Mitarbeiter der Abteilung wie Thomas Reis, Nico Michaty oder ich.“
Nicht nur Heinemann zeigte sich erfreut über die Einladung zum Rennen, auch VfL-Vorstand Thomas Ernst, der im vergangenen Jahr noch selber in die Pedale gestiegen war, lobte die Veranstaltung: „Ein Riesenevent für Bochum und ein Kompliment an die Sparkasse Bochum, die das möglich macht. Ich hätte gerne wieder teilgenommen, doch der Trainingslageraufenthalt der VfL-Profis in Österreich verhindert dies. Aber ich bin sicher, dass unser neues, jüngeres Team den VfL würdig vertritt.“
„Wir möchten unserem Special Partner ein wenig zurückgeben, zwar nicht im Fußball, sondern auf dem Rad“, führte Heinemann anschließend weiter aus. Obwohl er durchaus Respekt vor der Renndistanz hat: „Thomas Reis ist im letztem Jahr die 75 Kilometer gefahren. Aber als ich jetzt gehört habe, dass man nur die Wahl hat zwischen 50 und 100 Kilometern, bin ich schon ein bisschen erschrocken.“ Ihn selbst würde die Langstrecke reizen, ob die aber auch für die VfL-Youngster in Frage kommt, wollte er zunächst mit den jeweiligen Trainern besprechen. Als „zusätzliche Trainingseinheit“ sei das Rennen aber in jedem Fall herzlich willkommen.
Jedes Team wird aus 4 bis 7 Fahrern bestehen, und „Funny“ legte Wert darauf zu betonen, „dass wir das Feld auf keinen Fall blockieren wollen. Wenn wir von den Cracks überholt werden, dann versuchen wir uns dranzuhängen.“ Der JedermannGiro wird am Sonntag, 8. August, ab 8:30 Uhr ausgetragen, wobei der Veranstalter noch überlegt, den Start um eine halbe Stunde nach vorne zu verlegen, auf das die Hobbyradler nicht vom Besenwagen eingesammelt werden. Schließlich startet um 11:30 Uhr schon das Profi-Rennen der Frauen, bevor um 14:00 Uhr die Männer in den Sattel steigen.