
Keine GastgeschenkeEin außergewöhnlicher Gegner erfordert außergewöhnliche Maßnahmen. So könnte das Motto lauten, unter dem die Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen stand. Das Gespräch zwischen den Medienvertretern und VfL-Vorstand Ansgar Schwenken, Cheftrainer Heiko Herrlich sowie Slawo Freier fand an außergewöhnlichem Ort statt, dem „Palmengarten”.
Das neu eröffnete Restaurant an der Herner Straße gehört dem Sanitärunternehmen Hasenkamp, einem Bochumer Traditionsbetrieb, „der dem VfL schon seit über vier Jahrzehnten die Treue hält“, wie Inhaber Heinz Hasenkamp in seiner Begrüßungsrede betonte. VfL-Vorstandsmitglied Ansgar Schwenken ergänzte, dass der Meisterbetrieb zudem seit über einem Jahrzehnt auch als Top Partner seine Verbundenheit zum Verein ausdrückt, „dieses hohe Engagement ist nicht selbstverständlich.“ Die Hasenkamp GmbH wird gegen Leverkusen als Sponsor of the Day auftreten und u. a. in der Halbzeitpause ein Badewannenrennen veranstalten, für das sich Interessierte noch bis einschließlich Freitag bewerben können.
Nicht nur das Rahmenprogramm verspricht also Attraktivität, auch der sportliche Wettkampf gegen die in der Bundesliga noch ungeschlagene Werkself. „Für Leverkusen ist die Meisterschaft in dieser Saison möglich. Sie haben eine junge Mannschaft, die unglaublich schnell nach vorne spielt und durch Sami Hyypiä mit seinem Anspruchsdenken gegen den Ball inzwischen auch in der Defensive an Qualität dazu gewonnen hat“, zählt Heiko Herrlich die Stärken der Heynckes-Elf auf. „Wenn sie dieses Niveau halten können, ist die Meisterschaft drin.“
Die bisher beste Mannschaft in dieser Saison hat bis dato zwölf Siege und acht Unentschieden eingefahren, sodass Herrlich einen Punktgewinn für realistisch hält. „Wir müssen versuchen, die 100 Prozent unserer Leistungsfähigkeit abzurufen, nur dann kann es klappen.“ Gastgeschenke, wie der VfL sie gegen Schalke oder Bayern verteilt habe, soll es diesmal keine geben. „Aber es muss auch bei Leverkusen einiges nicht passen, damit wir erfolgreich sein können.“
Personell stehen unserem Chefcoach fast alle Spieler wieder zur Verfügung. Dennoch käme ein Einsatz zum Beispiel für Diego Klimowicz, der seit fast zwei Monaten nur unregelmäßig trainieren konnte, zu früh. Milos Maric, bislang in allen Rückrundenspielen über die volle Distanz tätig, wird nach Adduktorenproblemen erst am Freitag wieder ins Training einsteigen, Einsatz ungewiss. Auch Kevin Vogt und Philipp Bönig stehen vorläufig noch nicht zur Debatte, obwohl Herrlich Letztgenanntem „eine sehr gute Leistung am vergangenen Wochenende“ gegen Preußen Münster attestierte. Anthar Yahia, zurück vom Afrika-Cup und rein in den Superstau auf der A45, sei hingegen „gesund und im Spielrhythmus“, sodass für den Algerier das Nahziel Spieltagskader lautet.
Das Interview mit Slawo Freier findet sich an anderer Stelle. Ausschnitte der Pressekonferenz gibt es wie gewohnt auf VfL1848.tv zu sehen. Für das Spiel gegen den Tabellenführer sind bisher 16.000 Tickets abgesetzt worden.
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