
Holtby: Keine Alternative zum VfLNoch ist Lewis Holtby 19 Jahre alt, damit der Zweitjüngste im aktuellen Kader des VfL. Der talentierte Mittelfeldspieler, seit vergangenem Freitag an der Castroper Straße fußballerisch zu Hause, sprach nach dem ersten Mannschaftstraining am Montag über…
… den Wechsel zum VfL: „Ich war mit Schalke im Trainingslager in Spanien, als die Anfrage aus Bochum kam. Ich habe im Anschluss sehr gute Gespräche mit Herrn Herrlich und Herrn Ernst geführt. Danach konnte ich mir einen Wechsel sehr gut vorstellen, zumal ich Herrn Herrlich noch aus seiner Zeit beim DFB kenne, wo er mein U19-Trainer war. Ich bin sehr froh, dass der Wechsel zustande gekommen ist, denn ich will mich weiter entwickeln. Anhand des Beispiels von Toni Kroos denke ich, dass ein Schritt zurück mich mehrere Schritte nach vorn bringt. Deshalb gab es für mich keine Alternative zum VfL.“
… die Zeit bei den „Knappen“: „Es war mir von Anfang an klar, dass ich keinen Anspruch auf einen Stammplatz hatte. Dennoch wollte ich so oft wie möglich spielen. Ich konnte von Felix Magath viel lernen. Zum Beispiel musste ich vorher noch nie die Erfahrung machen, dass ein Spieler öffentlich vom Trainer kritisiert wird. In Aachen war das nie der Fall. Dass die Kritik berechtigt war, macht die Erfahrung umso wertvoller.“
… über seine Ziele beim und mit dem VfL: „Für meine Entwicklung ist es wichtig, Fußball zu spielen. Die Chance ist beim VfL momentan sicher größer als bei Schalke. Ich will mit Bochum so viele Erfolge wie möglich feiern, das vorrangige Ziel lautet Klassenerhalt. Die Ansätze hier gehen in die richtige Richtung, die Erfolge über den HSV und Hannover sowie der Punktgewinn gegen Schalke zeigen es.“
… einen potenziellen Wechsel ins Ausland: „Ich will mich in der Bundesliga beweisen und mich hier festigen. Die Bundesliga ist eine der besten Ligen der Welt, allein in taktischer Hinsicht ist man in Deutschland sehr weit voran gekommen. Da mein Vater Engländer ist, könnte die Premier League eines Tages Thema werden. Doch absolute Priorität genießt erst einmal die Bundesliga.“
… die Aufnahme im Mannschaftskreis: „Ich bin sehr gut aufgenommen worden, die erfahrenen Spieler haben mich in den Mannschaftskreis eingeführt. Auffällig ist, dass die Mannschaft hier ein höheres Durchschnittsalter hat, bei Schalke gab es ja eine regelrechte Teenie-Gruppe. Außerdem habe ich schon verschiedene Abteilungen des VfL kennen gelernt. Alle sind sehr hilfsbereit und herzlich, die Stimmung ist gut.“
… seine Wunschposition: „Am wichtigsten ist der mannschaftliche Erfolg. Wir wollen unsere selbstgesteckten Ziele erreichen, da haben sich alle unterzuordnen. Ich persönlich fühle mich auf den Flügeln am wohlsten oder hinter den Spitzen, würde aber auch hinten links spielen, wenn der Trainer es wollte. Letzten Endes ist es seine Aufgabe, die Mannschaft aufzustellen und er wird schon am besten wissen, wo ich spielen soll.“
… die Unterschiede zwischen Heiko Herrlich und Felix Magath: „Schwer zu sagen, denn Herr Magath ist auf Schalke als Vorstand und Trainer in Personalunion in einer anderen Position als Herr Herrlich. Den wiederum schätze ich als professionellen Arbeiter, der Situationen richtig einschätzen kann. Bei ihm ist die Taktik sehr ausgeprägt, bei Herrn Magath haben wir verstärkt Spielformen trainiert. Ich kann bzw. konnte von beiden viel lernen.“
… den kommenden Gegner Bayer Leverkusen: „Im Fußball ist alles möglich. Wir wollen fighten, damit Leverkusens lange Serie ohne Niederlage reißt. Wenn wir uns auf unsere Tugenden besinnen und die Fans im Rücken spüren, dann springen hoffentlich Punkte dabei raus. Die Mannschaft jedenfalls ist heiß.“
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