
Algerien und VfL-Verteidiger Anthar Yahia haben das Endspiel um den Afrika-Cup in Angola verpasst. Im Halbfinale unterlag der WM-Teilnehmer dem nordafrikanischen Rivalen Ägypten mit 0:4 (0:1). Die Algerier beendeten die Partie nach drei Feldverweisen nur noch mit acht Spielern. Anthar Yahia spielte durch.
In einer ereignisarmen ersten Halbzeit in Benguela gab es nur einen echten Aufreger, der allerdings gleich Spiel entscheidend war: Nach einem vermeintlichen Foulspiel von Algeriens Halliche an den Ägypter Meteeb entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter für die Pharaonen und stellte Yahias Teamkollegen mit Gelb-Rot vom Feld. Den anschließenden Penalty verwandelte der ägyptische Rekordnationalspieler Hosny in seinem 171. Länderspiel nicht ganz regelkonform, da er den Anlauf unterbrach und praktisch aus dem Stand das Leder in die Ecke schob, nachdem der algerische Keeper bereits verladen war.
Algerien kam in Unterzahl nur zur einer richtigen Möglichkeit nach einem Freistoß durch Yebda (61.), ehe die Ägypter die Partie für sich entschieden: Borussia Dortmunds Mohammed Zidan schloss eine starke Einzelaktion mit einem unhaltbaren Schlenzer zum 2:0 (65.) für den Titelverteidiger ab. Im Anschluss dezimierten sich die frustrierten Algerier bis zum Schlusspfiff um zwei weitere Akteure, nachdem erst Belhadj Rot (70.) und später auch Schlussmann Chaouchi Gelb-Rot (87.) sah. Die deutliche Überzahl nutzten die Ägypter durch die eingewechselten Abdelshafi (81.) und Gedo (90. + 3) zum 4:0-Endstand.
Damit nahmen die Ägypter erfolgreich Revanche für das letzte Aufeinandertreffen beider Teams im Rahmen der WM-Qualifikation, als Anthar Yahia die Algerier mit seinem goldenen Tor nach Südafrika schoss, und treffen am Sonntag im Finale der 27. Afrika-Meisterschaft auf Deutschlands WM-Gruppengegner Ghana.
Für Anthar Yahia und Algerien geht das Turnier bereits am Samstag mit dem Spiel um Platz drei zu Ende. Um 17 Uhr empfangen die "Wüstenfüchse" erneut in Benguela die Mannschaft aus Nigeria.