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Christoph Dabrowski im Gespräch vorm Bremen-Spiel

11.10.2006

Christoph Dabrowski im Gespräch vorm Bremen-Spiel

Christoph Dabrowski blickt der Partie gegen Werder Bremen optimistisch entgegen. Wegen der Leistung in Aachen ist sich der ehemalige Bremer sicher, dass unser VfL gegen Werder bestehen kann. Kompaktheit, Chancen- verwertung und Fehlervermeidung gehören zu diesem Rezept, meint der 28-Jährige. Mit Grönemeyer und den Fans im Rücken, will er die drei Punkte in Bochum behalten.


Hallo Christoph. Die Mannschaft hatte jetzt eine Woche spielfrei nach der unglücklichen Niederlage auf dem Aachener Tivoli. Kam euch die Pause gelegen?

Das kann man so oder so sehen. Wir haben am Freitag ein Testspiel gegen Paderborn gehabt und dadurch unseren Rhythmus beibehalten und ich sehe, dass die Mannschaft gute Leistung im Training abruft. Wir haben am Montag und Dienstag jeweils zweimal trainiert und ich glaube, dass wir gut auf das Spiel am Samstag vorbereitet sind, sportlich wie mental.

Dazu gehört auch, dass euch Trainer Marcel Koller am Wochenende frei gegeben hat, um abzuschalten. Wie habt ihr diese beiden fußballfreien Tage genutzt?

Ich weiß nicht, was meine Mannschaftskameraden gemacht haben. Ich war für zwei Tage bei meiner Familie in Berlin und habe dort meinen Akku wieder aufgeladen. Diese freien Tage waren wirklich sehr gut für mich, denn ich konnte einfach mal komplett vom Fußballtagesgeschäft abschalten und ausspannen. Jetzt kann ich wieder voll angreifen und meine beste Leistung abrufen. 

Du hast lange bei Werder Bremen, unserem kommenden Gegner gespielt. Was hast du für Erinnerungen an deine Bremer Tage?

Ich habe durchweg nur positive Erinnerungen an meine Zeit bei Werder Bremen. Es war meine erste Profistation, ich war sechs Jahre dort und es war eine sehr schöne Zeit für mich. Der Kontakt ist nie abgebrochen, ich kenne noch viele Leute im Umfeld und noch einige Spieler aus der jetzigen Mannschaft.

Hast du den weiteren Weg der Bremer im Laufe der Jahre verfolgt. Was sagst du zur Entwicklung von Bremen unter Klaus Allofs und Thomas Schaaf?

Klar, ich schiele immer noch mit einem Auge auf die Ergebnisse von Bremen und verfolge den Werdegang von Werder über die Jahre. Man kann nur den Hut ziehen vor der Leistung von Klaus Allofs und Thomas Schaaf, die in Bremen einen tollen Job verrichten. Ihr Auge für Neuverpflichtungen ist sehr gut und sie haben es geschafft, Werder nach der Umbruchphase wieder zu einer Spitzenmannschaft zu formen. Da muss man einfach Respekt zollen.

Werder hat wie vier andere Teams zehn Punkte und steht auf dem dritten Tabellenplatz. Gegen Barcelona hat die Schaaf-Truppe eine sehr gute Leistung abgerufen. Wie schätzt du eure Chancen am Samstag ein?

Wir haben ein Heimspiel und wollen die drei Punkte im rewirpowerSTADION behalten - das ist sicher! Für Bremen beginnt auch wieder der Liga-Alltag nach der Länderspielpause und den Spielen in der Champions League. Vielleicht ist es für uns eine zusätzliche Chance, dass das Spiel für Bremen nicht so ein Highlight wird, wie die Partie gegen den FC Barçelona. Darauf bauen wir aber nicht, sondern wir wollen ein starkes Spiel abliefern. 

Wo siehst du die Stärken und Schwächen von Werder Bremen?

Werder hat eine überragende Offensivabteilung, das weiß jeder in Deutschland. Aber sie spielen sehr risikoreich in der Defensive, stehen hoch und ab und zu auch sehr offensiv. Wir müssen das ausnutzen und unsere Chancen, die wir ganz sicher haben werden, dann auch verwerten.

Was ist das Rezept, um gegen diesen Meisterschaftsanwärter bestehen zu können?

Wir müssen auf jeden Fall diszipliniert und aggressiv spielen, geschlossen als Mannschaft auftreten. Darüber hinaus dürfen wir uns nicht verstecken, sondern müssen auch selbst nach vorne spielen und dort die sich bietenden Möglichkeiten konsequent nutzen.  

Herbert Grönemeyer kommt am Samstag in Stadion und wird zusammen mit allen andern VfL-Anhängern die Daumen drücken. Wie wurde die Meldung über Grönemeyers Besuch im rewirpowerSTADION von der Mannschaft aufgenommen?

Man verbindet Grönemeyer natürlich mit dem VfL und Bochum. Der Song vor der Partie ist legendär. Wir müssen versuchen, die gute Stimmung auf den Rängen direkt vor der Partie auf unser Spiel zu übertragen. Dann zeigen wir Herbert Grönemeyer und den Fans hoffentlich ein erfolgreiches Spiel.

Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für die Partie gegen Bremen. 

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