
Zweimal VfL Bochum im DFB-Pokal: das hat es in der langen Geschichte unseres Vereins erst einmal gegeben. 1984 hatte sich die VfL-Reserve nach 12 Siegen für die Hauptrunde des DFB-Pokals qualifiziert, wo man dann sogar die 1.Runde überstand und erst gegen den amtieren Meister knapp ausschied. Alles Parallelen, die der VfL II 2005 nur zu gern noch einmal erleben würde.
Genau 21 Jahre ist es her, da hatte sich unsere Amateurmannschaft schon einmal über den langen Weg des Kreis- und Westfalenpokals bis in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals vorgekämpft. Nicht weniger als 12 Spiele hatte die Mannschaft des damaligen Amateurtrainers Helmut Horsch, heute Coach beim westfälischen Fußballverband, gewinnen müssen, um am 1. September 1984 erstmals zu einem DFB-Pokal-Spiel auflaufen zu dürfen.
Wie sie sich dann in diesem Wettbewerb schlug, ist für ihre Nachfolger von heute nur ein Vorbild. Schließlich befanden sich zwischen dem VfL II von 1984 und 2005 auch einige Parallelen.
Als Auftaktgegner bekamen nämlich auch unsere Amateure von damals nicht den erhofften "Knaller" zugelost: Schlimmer noch, unsere zweite Mannschaft musste 1984 sogar auswärts antreten bei einem (noch) unterklassig(er)en Verein. Beim Verbandsligist Ofterdingen, eine Kleinstadt zwischen Tübingen und Reutlingen, galt der VfL sogar als Favorit. Und der Underdog wartete nur darauf, unseren Amateuren ein Bein zu stellen und selbst in der nächsten Runde auf die "große Kasse" zu hoffen.
Schließlich hatte Helmut Horsch damals mit Hermann Gerland immerhin einen gestandenen Profi in seinen Reihen. Der vorherige Bundesliga-Profi war unter Rolf Schafstall 1984 bereits zum Co-Trainer der Profis aufgestiegen und kickte nebenbei noch "aushilfsweise" in der Amateurmannschaft mit.
So auch am 01.09.84, als sich die VfL-Reserve mit dem "Tiger" als Vorstopper auf den Weg ins Schwabenland machte und einen 1:0-Sieg erkämpfte. Torschütze für den VfL war Reinhold Zagorny, der zu diesem Zeitpunkt immerhin auch schon auf 16 Bundesligaspiele zurückblicken konnte. Das mit Markus Croonen, Dirk Bremser, Peter Knäbel und unserem heutigen Co-Trainer Frank Heinemann vier weitere spätere Bundesligaprofis im Team standen, konnte zu diesem Zeitpunkt natürlich noch niemand nicht wissen.
Unsere Amateure schafften also den Sprung in die nächste Runde - und hier dürfen die Parallelen zwischen 1984 und 2005 gern weitergehen. Denn als nächsten Gegner bekam unsere Reserve nun endlich doch das erhoffte "Hammerlos": Kein Geringerer als der amtierende Meister VfB Stuttgart gab sich am 20. November 1984 die Ehre im Ruhrstadion.
Obwohl die Verantwortlichen des VfL dieses "Spiel des Jahres" frühzeitig ins Ruhrstadion verlegt hatten, lief der Vorverkauf schleppend an. Schließlich entschlossen sich sogar die Amateurspieler, wenige Tage vor der Partie eigenhändig in der Bochumer Innenstadt persönlich Eintrittskarten zu verkaufen.
Doch auch die Resonanz auf diese "Marketing-Idee" war wenig erbaulich: Gerade einmal 3.000 Zuschauer waren am 20.11. ins weite Rund gekommen, um beinahe einer großen Pokalsensation beizuwohnen. Unsere Amateure zogen sich nämlich auch gegen den hohen Favoriten mehr als achtbar aus der Affäre.
Zwar gingen die Stuttgarter, die mit den Nationalspielern Guido Buchwald, Asgeir Sirguvinsson und einem gewissen Jürgen Klinsmann aufliefen, durch Allgöwer (32.) und Ohlicher (67.) zunächst 2:0 in Führung gegangen, dann jedoch drehte sich das Blatt. Der VfL verkürzte durch Niedzwicki auf 1:2 (75.) und hatte noch einige Großchancen auf den Ausgleich.
Am Ende setzte sich jedoch die Routine des deutschen Meisters durch: die VfL-Amateure waren zwar aus dem DFB-Pokal ausgeschieden, aber sie hatten sich erhobenen Hauptes verabschiedet. Und immerhin vier ihrer Akteure machten wenig später in der Bundesliga von sich reden. Das ist die letzte Parallele, die wir in der heutigen Mannschaft von Manfred Wölpper nur allzu gern wiederfinden würden.
Falls auch Sie unseren Amateuren am Freitag die Daumen halten, wird Ihnen das folgende Gewinnspiel nicht schwer fallen. Zu gewinnen gibt es drei individuell beflockte Trikots mit den Originalunterschriften der VfLII-Spieler:
Nennen Sie uns einen der drei Torschützen, die den VfL II am 6. April 2005 beim 3:2-Sieg im Westfalenpokal-Halbfinale gegen den SC Paderborn in die DFB-Pokal-Hauptrunde schossen!
Die Antwort schicken Sie bitte bis zum 19.8. an die Adresse gewinnspiel@vfl-bochum.de