Historie / VfL-Legenden

Rob Reekers: Tausender war besonderes Erlebnis

Im Herbst 2004 feierte der VfL sein 1.000tes Spiel in der Bundesliga - mit dabei einige alte Bochumer Recken wie Rob Reekers. Wenige Wochen nach dem Spiel stand uns der frühere VfL-Profi aus den Niederlanden Rede und Antwort.

Hallo Rob. Du bist Trainer vom FC Gütersloh 2000 und trittst am Sonntag gegen unsere Amateure an. Wie sieht es denn bei Euch in Gütersloh gerade aus?

Wir sind schlecht gestartet, haben aus den ersten sechs Spielen nur zwei Punkte geholt, dann aber aus den folgenden acht ganze 16 Punkte eingefahren und sind derzeit Neunter in der Tabelle. Den Rückstand nach oben haben wir also den ersten Spielen zu verdanken. Meine Mannschaft hat eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern, die eine ausgezeichnete Vorbereitung hingelegt haben. Aber vielleicht lag gerade da der Schlüssel zum schlechten Beginn, denn als Oberliga- Fußball gefragt war, da standen wir hinten zu offen und haben Spiele verloren, die wir mit ein wenig mehr Defensive sicher gewonnen hätten.

Da sind wir schon beim Thema, denn gewinnen müssen wir heute gegen den 1. FC Nürnberg auf jeden Fall.

Beim letzten Sieg gegen Gladbach war ich mit Ata Lameck, Peter Közle, Dieter Bast und Thomas Kempe im Ruhrstadion. Das 1.000 Bundesliga-Spiel war schon ein besonderes Erlebnis für mich als alten Bochumer. Neun Jahre habe ich für den VfL gespielt, und es war uns vor jeder Saison klar, dass es gegen den Abstieg gehen wird. Es war immer ein hartes Stück Arbeit, aber wir sind mit der richtigen Einstellung in die Spiele gegangen. Das war unserer Vorteil, denn wären wir mit hohen Erwartungen in die Spielzeit gegangen und hätten einen schlechten Start hingelegt oder wären aus dem UEFA- Cup ausgeschieden, dann zieht sich so etwas schnell wie ein roter Faden durch die ganze Saison. Es ist ganz schwierig, dann den Hebel umzulegen und unten herauszukommen. Aber die derzeitige Mannschaft hat Substanz, und selbst wenn wir bis zum Ende unten drin stecken, werden wir die Klasse halten.

Du bist jetzt seit langem beim FC Gütersloh, erst fünf Jahre als Spieler und nun als Trainer. Hast Du noch Kontakt zu Deinen alten Mitspielern?

Klar. Ich spiele, wann immer es geht, in der rewirpower-Traditionsmannschaft. Fast jedes Wochenende treffen wir uns, spielen ernsthaft Fußball, also um zu gewinnen, und sitzen danach gemütlich zusammen. Es macht Spaß, mit den alten Haudegen zusammen zu sein. Schon als junger Spieler habe ich viel von den Alten profitiert. Das waren fast alles Jungs aus der Region, die alles für ihren Verein getan haben. Ich glaube, am Ende war ich auch ein Bochumer Junge.

Dieses Interview erschien am 27.11.2004 im Stadionmagazin "Mein VfL"